10kW "Solarpark" im Selbstbau

  • Hallo,
    da ich mich schon etwas mit Solar beschäftige, kam mir die Idee, selber mal eine größere Anlage zu bauen, um damit die Stromkosten etwas zu senken und ggf. auch mal Gewinn zu erzielen.


    Auf einer Fläche auf dem Grundstück meiner Eltern bestünde die Möglichkeit, eine Freifeld-Anlage zu errichten.
    (Bild 1, Grüne Kreise sind Bäume. Standort wäre im Heidekreis (Niedersachsen, Deutschland))


    Sie hätte den Vorteil, das kaum Beschattung vorhanden ist und der Aufbau einfacher wird.
    Um die kosten möglichst gering zu halten, möchte ich nahezu alles selber machen.
    Die Elektrik darf ich bis zum HAK selber legen und Inbetriebnehmen. Die Module würde ich gebraucht oder aus Insolvenz kaufen.
    Ein paar Fragen zum Einstieg hätte ich aber doch an die Experten:


    1.) Nach meiner Recherche wären 10KWp wohl das beste (Investitionskosten, Anmeldung etc.) oder?
    2.) Braucht man für so eine Anlage eine Baugenehmigung?
    3.) Ich bin am Überlegen, die Halterungen für die Module selber zu bauen. 2 Fundamentstreifen mit Dreiecksstreben z.B.
    Kennt jemand eine Bezugsquelle für fertige Halterungen (Bild 2)?
    4.) Was wäre eine realistische Investitionssumme? Ich rechne grob mit 6500€, realistisch?


    Danke & schönen Sonntag
    Dirk

  • Zitat von M4st3rM


    Auf einer Fläche auf dem Grundstück meiner Eltern bestünde die Möglichkeit, eine Freifeld-Anlage zu errichten.
    (Bild 1, Grüne Kreise sind Bäume. Standort wäre im Heidekreis (Niedersachsen, Deutschland))


    Aha, also bei mir "um die Ecke" :wink:


    Eine normale EEG-Anlage kann`s dann aber wohl kaum werden und wenn du gebrauchte Module verwendest sowieso nicht.

    Zitat von M4st3rM

    Die Module würde ich gebraucht oder aus Insolvenz kaufen.



    Zitat von M4st3rM

    Um die kosten möglichst gering zu halten, möchte ich nahezu alles selber machen.
    Die Elektrik darf ich bis zum HAK selber legen und Inbetriebnehmen.


    Dann bist du also Elektromeister und beim VNB im Installateurverzeichniss eingetragen :?:
    Denn sonst wird es damit nichts, für die Abnahme brauchst du immer einen eingetragenen Elektriker, selbst wenn du die Arbeiten selber durchführen kannst.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zu 2.) wenn es im Außenbereich ist, brauchst du wohl in allen Bundesländern eine, hast aber imo keine Chance sie zu bekommen. edit: nach https://www.solaranlagen-porta…n/photovoltaikmodule.html in Niedersachsen für Freiflächen immer
    Preis kann man bei Gebrauchtmodulen schwer sagen, aber für das doppelte solltest du das alles mit Neuware schlüsselfertig aufs Dach montiert bekommen und hast dann noch Anspruch auf EEG.

  • Hallo & Danke für eure Antworten.
    Ich bin Facharbeiter im Bereich Elektronik, ein befreundeter Elektromeister (Mit eigenem Betrieb) würde die Abnahme durchführen. Da sollte es keine Probleme geben.


    So wie ich das lese, ist die Gemeinde für eine Genehmigung zuständig. Da frage ich mal nach.
    Dachfläche wäre auch genug vorhanden, (Rote Pfeile), aber es gibt auch viel Teilverschattung (Blaue Pfeile).


    Vom EEG her würde ich also für Dachflächen 12,31 Ct bekommen, für Freiflächen nur 8,53. Das wäre schon mal ein Argument, um die höheren Montagekosten zu rechtfertigen.
    Wie sieht es mit Eigenverbauch aus, dafür sollte der Aufstellungsort egal sein oder?

  • Zitat von M4st3rM

    für Freiflächen nur 8,53.


    Falsch, 0ct, wenn du nciht an einer Auschreibung teilnimmst und gewinnst. Du wirst aber Marktwert bekommen, dürfte aktuell um 3ct/kWh liegen.

  • also muss die Anlage für die EEG Vergütung aufs Dach, den Eigenverbrauch macht dann eine zweite Anlage im Solarpark...

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von M4st3rM

    Vom EEG her würde ich also für Dachflächen 12,31 Ct bekommen


    Aber nur mit neuen Modulen :!:

    Zitat


    Wie sieht es mit Eigenverbauch aus, dafür sollte der Aufstellungsort egal sein oder?


    Schon, nur bekommst du dann für den nicht selbstverbrauchten Strom keine Einspeisevergütung nach EEG, siehe dazu alterego:

    Zitat

    Falsch, 0ct, wenn du nciht an einer Auschreibung teilnimmst und gewinnst. Du wirst aber Marktwert bekommen, dürfte aktuell um 3ct/kWh liegen.


    Also besser auf`s Dach bauen, das rechnet sich eher :wink:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zwei (getrennte) Anlagen kämen auch in Frage. Es gibt noch eine kleinere Freifläche (10x5m) in Südlage. Dort könnte eine Anlage zum Eigenverbrauch stehen (5KWp)?.


    Die Frage ist, ob sich das lohnt (Zweiter Wechselrichter, Zähler etc.)

  • 10kWp im Eigenbau werden nix werden für 6.500€


    Selbst wenn es perfekt laufen würde sehe ich dich nicht unter 9.000 plus Steuern. Auch Beton kostet Geld, ist der erste Tausi schon versenkt, und quasi in Stein gemeisselt. Ob ein Herr Schletter dich mit UK für 10kWp beliefert und ans Telefon geht glaub ich auch fast nicht. Klar, gibt auch andere Hersteller...


    Aber du schriebst ja was von gebrauchten Modulen, dann eventuell. Dann aber auch Zusatzaufwand und Nerven mit einrechnen, falls es dann doch nicht so läuft wie gedacht... jeweils den imaginären Stundenlohn einrechnen. Mindestens 30€/h.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    Tel.: +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg


    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung, Anlagenplanung und -Neubau

  • Zitat von bauerkiel

    10kWp im Eigenbau werden nix werden für 6.500€


    jeweils den imaginären Stundenlohn einrechnen. Mindestens 30€/h.


    Gruß, Andreas


    Rechnest Du auch Trinkgeld ein, wenn Du Dir Abends eine Semmel schmierst?


    Also bei einem Selbstbau-Hobby-Gebrauchtmodul-Projekt "imaginäre Stundenlöhne" einzurechnen ist jetzt schon deutlich daneben oder?


    Vor allem; was genau soll das denn bringen?