Kein Erzeugungszähler <100 kWp?

  • Hallo zusammen,
    die Pfalzwerke haben mir gerade mitgeteilt, dass sie für Anlagen unter 100 kWp keinen Erzeugungszähler brauchen, und daher auch keinen installieren. Wenn ich meine einen zu brauchen, z.B. damit der Kunde bei der geplanten 55 kWp Anlage die EEG Umlage auf den Eigenverbrauch abrechnen kann, muss ich selber einen installieren und betreiben.


    Wie sieht das bei Euch aus? Weiss jemand wie das Finanzamt und die ÜNB hierzu stehen?


    Gruß Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Ich baue gerade eine 100 kWp Wandlermessung auf. Da ist der Erzeugungszähler Vorschrift. Der hat eine Rücklaufsperre.
    Danach gehts auf die Verteilung wegen EV und danach zum Einspeisezähler - der ist dann ein Zweirichtungszähler.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Wenn er folgendes schreibt :


    z.B. damit der Kunde bei der geplanten 55 kWp Anlage die EEG Umlage auf den Eigenverbrauch abrechnen kann,....


    was kann das für eine Anlage sein ? :mrgreen:

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
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  • Zitat von JayM

    Weiss jemand wie das Finanzamt und die ÜNB hierzu stehen?


    Wissen tue ich es nicht, aber ich spekuliere mal:
    Es geht ja hier einerseits um die grundsätzliche Anforderung an geeichte Zähler und andererseits um die Anforderungen des EEG und des EnWG (und damit um Zähler vom Messstellenbetreiber).


    Zum Thema "Finanzamt" habe ich im Kopf, dass dort noch nicht einmal geeichte Zähler zur steuerlichen Berücksichtigung des Eigenverbrauchs erforderlich sind. Die EEG-Umlage dürfte als Betriebsausgabe in der EStErkl. auftauchen. Warum sollte es da anders sein?


    Bzgl. "ÜNB" sollten die Netzbetreiber schon selbst wissen, welche Anforderungen sie an Abrechnungen ihnen gegenüber stellen. Offenbar wird das noch unterschiedlich gesehen, wie man am Beitrag von letsdoit erkennen kann. :mrgreen:
    Fakt ist aber, dass die ÜNB wohl nur für die EEG-Umlage auf Strom für Lieferung an Dritte zuständig sind und die Betreiber ihre Eigenverbrauchs-EEG-Umlage mit den VNBs abzurechnen haben. Und das die freiwillig auf das Setzen von Mietzählern verzichten, wundert mich schon. :?
    http://www.solarbetreiber.de/i…ieferung-verlaengert.html

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat von letsdoit

    Wenn er folgendes schreibt :


    z.B. damit der Kunde bei der geplanten 55 kWp Anlage die EEG Umlage auf den Eigenverbrauch abrechnen kann,....


    was kann das für eine Anlage sein ? :mrgreen:


    Das muss eine Anlage zur Volleinspeisung sein; kann gar nicht anders. :P

    Anlage: 26 Aleo S 18 215 W Module mit 5,6 kWp,
    SMA SB 5000 TL-20; -50°(fast SO), DN 25°
    seit 14.9.09 am Netz Nähe Cuxhaven

  • Jep Reinheit - wenn man Voll ist, glaubt man an Einspeisung. So kommts zur Volleinspeisung..... :lol:

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  • Natürlich ist der Betreiber dafür verantwortlich, wer denn sonst? Halte es aber auch für wenig geschäftstüchtig das nicht mal eben mit anzubieten ;)
    Man kann den Eigenverbruach ja auch über einen Zähler im Verbrauchszweig (Gesamtverbrauch minus Bezug) messen, von daher ist ein Erzeugungszähler auch bei Überschußeinspeisung nicht zwingend nötig.