PV-Anlage Ja/Nein/vielleicht ?!

  • Hallo erstmal an alle im Forum!


    Ich bin neu zu euch gestoßen und hoffe hier fachkundigen rat zu finden. Erstmal zu mir....Ich heiße Ronny und bin 30 Jahre alt und komme aus dem sonnigen Brandenburg 8)


    Nun zu meinem Anliegen....


    Ich habe mir letztes Jahr einen Koiteich gebaut. Da dieser ja auch die ein oder andere kW/h frisst sucht man ja immer mal nach finanzieller optimierung. Nun kommt das Thema Photovoltaik ja immer mehr in den Fokus und ich habe mich gefragt ob es sich nicht auch bei mir wirklich lohnen würde.


    Mal zu den Eckdaten:


    Dach: Flachdach
    Ausrichtung: Süd-Ost bis Süd-West alles möglich
    Schatten: Keinen
    Fläche: ca. 30 m²


    Ich hätte auch noch 2 Satteldach hälften die ich belegen könnte die wären dann aber eine in Süd-west und die andere in Süd-Ost ausrichtung. Wären auch jeweils ca. 20m² ohne Fenster einfach glatte Fläche.


    Dann kommen wir mal zum Verbrauch. Der Teich braucht in den warmen Monaten (März-Oktober) 300-400 Watt pro Stunde dazu kommen 2 Kühlschränke und 1 Gefrierschrank. Gekocht wird hauptsächlich mit Gas, obwohl auch E-Herd vorhanden ist.
    Und natürlich das ganz normale Leben halt. 1 Oma die den ganzen Tag zuhause ist mit Putzfimmel und täglich 1 Stunde Staubsaugen :lol::roll:


    Bisher waren wir immer bei ~2600 kW/h im Jahr. Das wird sich aber im gesamten Jahr jetzt auf ~5500 kW/h steigern.


    So nun die große Frage an die Experten hier, lohnt sich eine Anlage für mich und wenn ja zu welcher größe würdet ihr tendiren ?


    Gruß
    Ronny

  • hallöle und willkommen im Forum der sonnenmelker


    um deine frage zu beantworten ----ja----
    nun solltest dich im Forum mal etwas umschauen um zu entscheiden ob du eine meldepfichtige eeg anlage bauen magst oder eine Halbinsel beides scheint für dich recht interessant zu sein :juggle:
    gruss aus Berlin
    stefan

  • Hallo und willkommen im Forum,
    PV lohnt sich immer!
    Reich wird man damit heute nicht mehr, aber wenn man gut plant und ein gescheites Angebot vorliegen hat ist auch heute noch eine Rendite deutlich über Sparbuch drin.


    Braucht der Teich nur tagsüber in den Sommermonaten die 300-400W oder rund um die Uhr.
    Nachts scheint die Sonne eher weniger...


    Ich an Deiner Stelle würde die Satteldächer belegen. Welche Ausrichtung und Dachneigung haben die? Hier im Forum ist Süden Null Grad, nach Westen positive Abweichung und nach Ost negative Abweichung. SW wäre also 45 Grad und SO -45 Grad.
    Die Aufdachmontage auf Satteldach ist mMn die günstigste Möglichkeit für eine PV und Flachdächer neigen gerne mal dazu undicht zu sein. Dann muss die PV runter, um das Dach zu flicken und danach die PV wieder drauf. Das kostet Zeit und vor allem Geld.


    Wie kommst Du von früher 2600KWh auf zukünftig 5500KWh?
    Ist das nur der Teich?


    Bei dem Verbrauch würde ich beide Satteldächer voll machen und eine Größe von 5-7KWp als EEG Überschusseinspeisung anpeilen. Ein Speicher könnte bei den Gegebenheiten in ein paar Jahren interessant werden; jetzt nicht!
    Das ganze dann 70-hart an einen guten WR mit Schattenmanagement (Schatten hat man eigentlich immer, wenn man mal genau hin schaut!) hängen z.B. von SMA, Fronius oder ABB und gut ist es.


    Erträge zum Standort kannst Du hier ermitteln.
    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg…st.php?lang=de&map=europe
    Standard ist Classic mit 10% Verlust bei 1KWp zu rechnen, dann hat man den spezifischen Ertrag pro Jahr mit Verteilung.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    Einmal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Hallo danke erstmal für deine schnelle Antwort. Ja in die Feinplanung gehe ich später mir geht es erstmal grundlegend darum zu erfragen ob es sich lohnt oder nicht und wenn ja in welcher größe!


    Wenn das geklärt ist gehts ans Infos sammeln. Dann befasse ich mich sehr intensiv mit der ganzen Materie und hoffe dann auch hier bei euch auf offene Ohren zu stoßen ;)


    Ja also schatten ist bei der Ausrichtung eigentlich nicht möglich es sind keine anderen Häuser oder Bäume in der nähe. Und ja der Teich braucht rund um die Uhr die 300-400 Watt in den Wintermonate dann weniger da liege ich bei ~150 Watt. Die Satteldach Flächen sind Süd-West 60° und Süd-Ost 45°

  • Zitat von ronny09

    Hallo danke erstmal für deine schnelle Antwort. Ja in die Feinplanung gehe ich später mir geht es erstmal grundlegend darum zu erfragen ob es sich lohnt oder nicht und wenn ja in welcher größe!


    Wenn das geklärt ist gehts ans Infos sammeln. Dann befasse ich mich sehr intensiv mit der ganzen Materie und hoffe dann auch hier bei euch auf offene Ohren zu stoßen ;)


    andersrum
    die anlage lohnt immer wenn sie zu deinen ansprüchen past so sollt sie dann geplant werden auf das deine Erwartungen erfüllt werden :juggle:

  • Ja die Frage ist halt in welche größen Region ich gehen sollte ?!
    Ich lese schon das ganze Wochenende auf allen möglichen Info Seiten und hier im Forum aber das Thema ist so komplex ich hab das gefühl ich verstehe immer weniger anstatt mehr von der Materie :D

  • das erste was du festlegen solltest möchtest eine eeh anlage bauen ---derzeit ca.12 Cent Vergütung---- dan wirst Unternehmer also Finanzamt netzanmeldung usw
    oder
    eine Insel/Halbinsel dann verbrauchst dein Strom komplet allein sparst den Bezugspreis und das ganze papier
    es gibt hier mehrere im Forum die das sehr erfolgreich betreiben
    auch nicht unrentabler als eine eeg anlage vorrausgesetzt diese ist passend geplant und du bist in der lage etwas Eigenleistung zu erbringen...... ich selbst hab eine 2,6kwp Insel an laufen welche mir ne menge spass bereitet
    ist ja auch kein hexenwerk

  • Üblicherweise rechnet sich eine PV-Anlage noch immer. Für den Ort Brandenburg wäre bei optimaler Süd-Ausrichtung und 35° Dachneigung etwa 900 kWh/akWp "ernten". D.h. um bilanziell auf Null zu kommen müsstest Du mindestens eine 6,1 kWp Anlage installieren. Da die Installation einen großen Anteil Fixkosten beinhaltet, sprich der Preis nicht rein linear mit der Leistung skaliert, sollte man eher die vorhandenen Dachflächen "voll" machen (unter Aussparung signifikanter Verschattungsflächen). Insofern sollte man wohl das Sattel-Dach komplett belegen, nur erzählst Du uns nichts von der Dachgröße (des Satteldachs). Auf selbigem benötigt man etwa 7 m2 pro kWp, auf 30 m2 passen also nur etwa 4 kWp.


    Ciao


    Retrerni

  • Zitat von Retrerni

    Üblicherweise rechnet sich eine PV-Anlage noch immer. Für den Ort Brandenburg wäre bei optimaler Süd-Ausrichtung und 35° Dachneigung etwa 900 kWh/akWp "ernten". D.h. um bilanziell auf Null zu kommen müsstest Du mindestens eine 6,1 kWp Anlage installieren. Da die Installation einen großen Anteil Fixkosten beinhaltet, sprich der Preis nicht rein linear mit der Leistung skaliert, sollte man eher die vorhandenen Dachflächen "voll" machen (unter Aussparung signifikanter Verschattungsflächen). Insofern sollte man wohl das Sattel-Dach komplett belegen, nur erzählst Du uns nichts von der Dachgröße (des Satteldachs). Auf selbigem benötigt man etwa 7 m2 pro kWp, auf 30 m2 passen also nur etwa 4 kWp.


    Ciao


    Retrerni


    Nochmal danke an alle die sich hier bisher beteiligt haben!


    Zuerst einmal ist nicht der Ort Brandenburg sondern das Bundesland. Der Ort ist Frankfurt Oder :)


    Zu den Flächen nochmal, wie gesagt das Flachdach beträgt ~30m2 + jeweils die Satteldach Flächen und die sind mit 20 m2 sehr klein angegeben die sind garantiert größer. Ich mach morgen mal bei Licht ein Foto und halte mal den Zollstock dran.


    Die ganzen Systeme mit Halbinsel und Insel und eeg hab ich noch nicht so ganz verstanden. Ich möchte eine unkomplizierte Anlage die soviel wie möglich meines Strombedarfs am deckt und den Rest ins Netz einspeist. Der finanzielle Gewinn ist gut und freut mich aber auch der bereit zur Natur ist mir dabei wichtig!



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

  • Dann belege erst einmal das Satteldach komplett mit ca. 6 kWp, 70%-Regel und EEG-Anmeldung. Dann sparst Du Dir das wirtschaftliche Risiko der Energiespeicher. Somit dürfte tagsüber das Gros der Verbraucher aus Eigenstrom versorgt werden.
    So Du dann Blut leckst, kannst Du noch eine O-W-Anlage auf Dein Flachdach setzen. Ggfs. könntest Du aber gleich 10 kWp auf alle drei Dachflächen packen und mit dynamischer 70%-Regel (die zusätliche Investitionen in Stromzähler und Energiemanagement erfordern, so nicht noch ein Smart Home System mit installiert wird). Welche der drei Varianten Du wählst hängt auch von Deinen finanziellen Möglichkeiten ab (bei letzterer Version reden wir ja von ca. 13kEuro).


    Ciao


    Retrerni