Kugelpumpspeicher in 500-700m Wassertiefe

  • Testlauf beginnt im Bodensee in 100m Tiefe.


    Interessant ist:


    Zitat

    Bei diesen Zielgrößen liegen die Speicherkosten pro Speichereinheit im Bereich von wenigen Eurocent pro Kilowattstunde und bei leistungsbezogenen Bau- und Gerätekosten im Bereich vom State of the Art Pumpspeicherkraftwerken. Die zu Grunde gelegten Untersuchungen und Berechnungen zum Speicherinhalt gehen von einem Lade-Entlade-Wirkungsgrad von 80 bis 85 % aus.


    http://forschung-energiespeich…umpspeicher_unter_Wasser/


    Mal schauen was daraus wird.

  • OK, Leistung Prima, Energiegehalt (noch) klein Zur Optimierten Ausnutzung von Leitungen ggf. schon zu gebrauchen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Schöne Sache. Wird zwar die Probleme in Deutschland nicht alleine lösen, kann aber in Küstenregionen durchaus zur Energieversorgung beitragen: Zusammen mit PV/Wind und Entsalzungsanlage ergäbe das durchgehend Strom und Trinkwasser an jeder Küste, auch in kleineren Dimensionen. Aber die wollen natürlich Großkraftwerke damit bauen...

  • 500m bis 700 m! Das ist ja schon Hochsee. Also so weit draußen ( nur Nordsee) wird es nicht ganz einfach, zumal man ja das ganze mit Luft versorgen muss, also irgendein Schnorchel braucht man schon. Es gibt aber Künsten, wo der Boden extrem abfällt und man daher nicht so weit vor der Küste agieren muss.


    Was mir an der Idee gefällt, ist die Tatsache, dass da kaum Sabotage möglich ist und es insgesamt wahrscheinlich umweltverträglicher ist, als PSW in den Bergen zu bauen.

  • Luftbrauchts nicht, wenn die Pumpegegen Vakuumschafft, ohne Kavitation. Oder man drückt die Luft in einem Behälterteil zusammen. und verliert 10-20m Hub. Oder eine Mischung aus beidem (100mBar Luftdruck im entleertem Zustand)

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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  • Du bist ja technisch besser informiert, aber das solche Pumpen saugen könnten (Unterdruck) wäre mir neu! Hochleistungs- Trinkwasser-Pumpen werden ja nicht umsonst auf dem Boden der Brunnen (ca.50 m) platziert , obwohl die Wassersäule bis auf ca. 2 m vom Wasser hochgedrückt wird (Uferfiltrat)! * am Wannsee


    Auf jeden Fall sollte man mal 20 * 20 MWh als Pilotprojekt machen. *EU

  • Moin
    habe mich auch schon gefragt, wie es ohne Belüftung der Kugel funktionieren soll.


    Würde man die Kugel incl., Luftfüllung auf den Grund bringen, würde sich die Luft beim Fluten komprimieren und könnte dann den Raum, nach bzw. während des Abpumpens füllen.
    Die Frage ist nur, wie lange wird es dauern, bis diese Luft im Wasser gelöst und aus der Kugel verschwunden ist ?


    Ohne Luft, wird es gar nicht gehen.
    Angenommen in der Kugel befindet sich nur Wasser, nach dem Abpumpen der ersten paar Liter, sieht die Pumpe auf der Ansaugseite Vakuum, dies wäre mit massiver Kavitation verbunden, lange macht das keine Pumpe mit.


    Ich glaube bei der Funktionsbeschreibung fehlen noch ein paar wichtige Details, so trivial wie es im ersten Moment aussieht, ist es nicht.


    Abgesehen davon, finde die Idee grundsätzlich sehr interessant, bei 700m Wassertiefe, bzw. 70 bar Wasserdruck, kann man schon recht ansehnliche Energiemengen speichern, ist von der Leistungsfähigkeit nicht weit von den Lagespeichern entfernt.
    Nur deutlich einfacher zu realisieren.


    Gruß
    Manfred

  • Ich denke das größte Problem ist den Hohlraum zu schaffen. Bei Pumpspeicher hat man natürliche "Wände". Ein Tal mit ner Mauer versperren und schon hat man ein Becken, da 3 Seiten schon von Natur aus vorhanden sind. Unter Wasser muss man immer ne Kugel bauen, da wäre es mal interresant ob das mit der größe Skaliert. Also keine Kugel für 20MWh, sondern im GWh-Bereich. Wahrscheinlich wird der Bau dieser Kugeln dann so aufwendig dass es einfacher is mehrere Kleine zu nehmen... Man bräuchte ein druckfestes, poröses Material (stabiler, druckfester Schwamm), dann bräuchte es nur eine sehr kleine Außenhaut und man könnte es sehr groß skalieren...


    Die Frage ist wie viel Luft dort "verbraucht" wird, oder ob aus dem Wasser auch wieder Gas austritt beim herauspumpen. Je nach benötigteter Menge zum Ausgleichen könnte man ja ab und zu nen Drucklufttank tauschen, oder direkt bei der Kugel per Elektrolyse Gas erzeugen.

  • Wahrscheinlich deshalb auch 20 MW, da man diese Leistung und diese Drücke schon beherrscht (sehr große Klimaanlagen bzw. Kühlanlagen mit CO2 als Kühlmittel) ca. 70 Atmosphären ist da 'normal' ! Druck von außen nach innen ist sogar etwas besser beherrschbar! Viel aufwendiger wird es sein, das 2 m (Durchmesser) Luftrohr 'dicht' und 'heil' an die Wasseroberfläche zu positionieren, da hier eine Fläche von ca. 1.400 m2 bei einer um den Faktor 800 bis 1.000 höheren Dichte der Strömung ausgesetzt ist, werden hier schon 1 m pro Sekunde zur technischen Herausforderung!


    Das halte ich für nicht ganz trivial auf der Hochsee umzusetzen.

  • Na unten ist ja in der Zeichnung eine "Hilfspumpe zur Sicherstellung des erforderlichen Vordrucks" eingezeichnet. Die sorgt dafür, dass der Turbine durchgehend 2bar (in der mittleren Säule als ca. +20m WS eingezeichnet) zur Verfügung stehen. Damit sollte sich das Thema Kavitation erledigt haben.