Frage bzgl. Versteuerung

  • Ich bräuchte noch in einer steuerlichen Angelegenheit eure Hilfe.
    Ich und meine Lebensgefährtin haben zusammen ein Haus, dass uns je zu 1/2 gehört. Müssen wir dann die Einnahmen hälftig versteuern, da wir unterschiedliche Steuersätze habe oder kann ich es komplett bei meiner Lebensgefährtin versteuern lassen, aufgrund des niedrigeren Steuersatzes?

  • Haus und PV Anlage kannst komplett getrennt halten.


    Dann muss Deine Freundin eben alleine kaufen und die Anlage betreiben. Außerdem dann den Stromliefervertrag nur auf den Namen Deiner Freundin.


    Wenn es anteilig gehen soll, dann könntet Ihr zusammen 'ne GbR gründen und dann z.B. 20:80 aufteilen. Ist ja alles recht formlos. Aber bei GbR sollte dann auch die GbR schon als Käufer auftreten oder eben beide zusammen.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Hallo,
    es gäbe evtl. eine andere Alternative:
    wenn du den höheren Steuersatz hast kannst du doch die Anlage kaufen und betreiben, bei der Abschreibung hast du doch den höheren Nutzen wenn ich es richtig mitbekomme.
    Wenn dann in einigen Jahren die Zeit kommt wo man nicht mehr viel abschreiben kann, kann man den Betrieb doch komplett verkaufen....ich weis nur nicht wie es gehandelt wird wenn die eigene Frau oder Freundin der Käufer ist, ob man da auf besondere Dinge achten muss damit das Amt nicht hellhörig wird.
    Dann kann deine bessere Hälfte die Anlage kaufen, evtl. wieder auf Kredit und kann dann die Kaufsumme abschreiben, da der Kaufpreis niedrig ist und die Einnahmen vermutlich im Schnitt ähnlich hoch sind wie in den ersten Jahren wird sie vermutlich eher Steuern zahlen müssen, da ihr Einkommen aber niedriger ist dürfte der Steuersatz und damit die Steuer auch niedriger ausfallen.


    gruss
    Jörg

  • Die Freundin betreibt die Anlage
    = tritt als Käufer gegenüber dem Solarteur auf
    = tritt als Betreiber gegenüber dem VNB auf


    Wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht geht (mir fallen da keine ein; nur ne Menge Gründe, warum das angeblich nicht gehen soll), dann bildet sich zwangsläufig eine GbR.
    Die GbR hat eine lange Laufzeit... in 20 Jahren kann viel passieren. Die berühmten Anlässe aus denen man einen Vertrag braucht (Streit, Scheidung, Tod) sind auf 20 Jahre gesehen durchaus "likely".
    Also: einen vernünftigen GbR-Vertrag entwickeln.
    Die Gewinnverteilungsregelung bietet dann jede Menge Möglichkeiten den Ertrag von Dir auf die Freundin zu verschieben.


    Wenn man es an der Stelle einfach laufen lässt... greift die gesetzliche Regelung: Gewinnverteilung nach Köpfen.
    Ergo hätte dann auch jeder die Hälfte zu versteuern.


    Ein Hinweis: Vorsicht. Das hat dann viel gemeinsam mit einer Gestaltung nach dem Motto "Steuern sparen - koste es, was es wolle". Ich hatte nie ein gutes Gefühl dabei, wenn man aus steuerlichen Gründen Einkünfte und Eigentum hergegeben hat.
    Und in vielen Fällen hat mich mein schlechtes Gefühl nicht getäuscht.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von kpr


    Ein Hinweis: Vorsicht. Das hat dann viel gemeinsam mit einer Gestaltung nach dem Motto "Steuern sparen - koste es, was es wolle". Ich hatte nie ein gutes Gefühl dabei, wenn man aus steuerlichen Gründen Einkünfte und Eigentum hergegeben hat.
    Und in vielen Fällen hat mich mein schlechtes Gefühl nicht getäuscht.


    Da stimme ich Dir 100% zu. :D


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Welche Auswirkung hat es, dass der Stromliefervertrag nur auf mich läuft? Wird dann der hälftige Eigenverbrauch meiner Lebensgefährtin mit dem Grundversorgertarif fiktiv versteuert?

  • wer sollte denn den Eigenverbrauch deiner Partnerin besteuern wollen? Wenn Steuern anfallen sollten, dann zahlt es erstmal der Anlagenbetreiber. Deine Partnerin kann dir ja als Gegenleistung ab und zu mal etwas Schönes Kochen, etc. ...


    Du kannst natürlich auch den ganzen Steuerkram außen vor lassen, lässt die Anlage im Privatvermögen, verzichtest auf die Vorsteuererstattung und Deklarierst die Anlage als Liebhaberei bzw. Hobby. Kannst du keine Gewinne vorweisen, dann ist das ganze auch fürs Finanzamt uninteressant. Sollte bei einer Kleinanlage kein Problem sein.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hier geht doch irgendwas quer.
    Mach mal Fleisch an den Knochen. Von wieviel kWp reden wir; mit welchem spezifischen Ertrag rechnest Du; was kostet der Spaß. Oder: Wie sieht die (steuerliche) Ertragsplanung aus?

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung