Steuern sparen durch Übertragung PV Anlage in GmbH

  • Hallo Zusammen,
    Unsere PV Anlagen 7,8 und 5,3 kwp im Raum Köln und Sauerland aus 2007 sind mittlerweile bezahlt und erzeugen Steuerrechtlich positive Einnahmen. Durch die Sonderabschreibung von 20% und die depressive Abschreibung von 15% hat sich der Buchwert zu gunsten negativer Einnahmen schnell reduziert. Daher nun meine Frage: Lohnt sich Steuerrechtlich die Gründung einer GmbH und der Verkauf der Anlagen in die GmbH? Zusätzlich möchten wir die GmbH nutzen zur Geldanlage in Aktien.


    Hat da einer Erfahrungen / Tips?


    Gruss


    Karl-Heinz

  • Hallo,
    Beim Verkauf von Aktien werden Gewinne mit 25% pauschal versteuert.
    Beim Verkauf von Aktien in einer GmbH werden die Gewinne nur mit 0,75% versteuert. Dividenden werden auch in der GmbH mit 25% versteuert + Soli
    Thema ist für mich auch noch neu.


    Gruss


    Karl-Heinz

  • Alleine die Kosten für die bei einer GmbH fällige Bilanz machen mMn den Steuervorteile zunichte. Nur für PV ist das nicht sinnvoll.


    Kommt dann drauf an, wie groß das Aktienvolumen wird.
    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • wtf ist eine depressive Abschreibung?


    Die Gründungskosten einer GmbH sollte man mal "Johny zieht aus der Hüfte"... mit 5.000 Euro veranschlagen.
    Buchführung, Abschluss, IHK, Veröffentlichung, Steuererklärungen .... werden pro Jahr nochmal die gleiche Summe auslösen.


    Die Steuerbelastung von 0,75% müsste mir auch erst jemand mal vorrechnen. Mal schauen, wie da gezaubert wird.


    Die Thesaurierungsbelastung liegt bei 15%.


    Die GmbH kann demnach eine schöne Steuerbremse sein - nur: Was hat der Gesellschafter ohne Ausschüttung davon, wenn die GmbH vor Geld nicht laufen kann?

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von kalle08

    Hallo,
    Beim Verkauf von Aktien werden Gewinne mit 25% pauschal versteuert.
    Beim Verkauf von Aktien in einer GmbH werden die Gewinne nur mit 0,75% versteuert. Dividenden werden auch in der GmbH mit 25% versteuert + Soli
    Thema ist für mich auch noch neu.


    Gruss


    Karl-Heinz


    Bitte mal die § nennen, das kenne ich anders. Wenn du 1 Mio anlegen willst können solche Sachen was bringen, aber dann würdest du auch jemand anderes fragen.

  • Zitat von kpr


    Die Gründungskosten einer GmbH sollte man mal "Johny zieht aus der Hüfte"... mit 5.000 Euro veranschlagen.
    Buchführung, Abschluss, IHK, Veröffentlichung, Steuererklärungen .... werden pro Jahr nochmal die gleiche Summe auslösen.


    Die Gründung sollte mit 1.000 € abgefrühstückt sein.


    Zu den laufenden Kosten:


    IHK: 150 bis 200 € p.a.


    Veröffentlichung: ca. 30 €.


    Blieben ca. 4.700 € für die Arbeit des Steuerberaters, also Buchführung, Abschluss und Steuererklärungen. Nicht schlecht :D .

    <p>Dr. Stefan Rode</p>
    <p>Rechtsanwalt und Steuerberater</p>

  • will nicht direkt wiedersprechen,
    aber denkt auch jemand an die Mindesteinlage (Stammkapital) von 25.000€

    MfG Heiko

    seit 27.06.19 noch mal 29,76kWp

    seit 11.1.19 nen Hyundai Kona Elektro, als Speicher :D

    seit 15.9.09 - 15,17kWp am laufen :)
    Meine Anlage

  • Zitat von luckyheiko

    aber denkt auch jemand an die Mindesteinlage (Stammkapital) von 25.000€


    wem 25.000 zuviel Geld ist, der gründet einfach eine Mini- GmbH, denn ihre Mindesteinlage ist mini. Genau 1 Euro muss es sein.
    Die Mini-GmbH ist in ein bis zwei Wochen gegründet.
    Gründungskosten Mini-GmbH/UG
    Notarkosten 50 Euro
    Eintragung im Handelsregister 120 Euro
    Bankgebühren Firmenkonto
    Mitgliedsgebühr IHK 120 bis 240 Euro (p.a.)

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Da es ja eigentlich um den Verkauf der Anlagen ging - wenn Du in einem Jahr bei Deiner privaten Steuer Gewinne brauchst, verkauf die Anlagen. Der Betriebsprüfer sagt Dir dann, ob Du den richtigen Preis angesetzt hast.
    Wie kpr schon sagte: Die Einnahmen in der GmbH werden dann zwar günstiger besteuert, aber das Geld gehört auch der GmbH - wie willst Du dieses Dilemma lösen? Und neben 15% KSt kommt noch GewSt drauf, die Du bei der "privaten" PV wahrscheinlich nicht hast bzw. größtenteils angerechnet bekommst.


    Wegen der Mini-GmbH - je nach Art von Spekulationsgeschäften ist die mangels Kapital schnell mal pleite. Und je nach Spekulationsgeschäften kommt bei Verlusten auch mancher Prüfer auf die Idee, das wäre Privatvergnügen und damit verdeckte Gewinnausschüttung.


    Wegen der Kosten - wenn Du nur 3 Aktiengeschäfte abwickelst und die PV in der GmbH ist, kosten Dich die Sachen vielleicht auch nur 2k € im Jahr. Wenn Du aber richtig Spaß an der Sache hast, und pro Jahr 3 Leitzordner mit Wertpapierabrechnungen aus verschiedenen Ländern und Assetklassen ablieferst, kannst Du gern auch über 5k € bezahlen.


    Für diese kleine Anlage mit diesen wenigen Informationen sind das ne Menge Unsicherheiten...

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