Macht hoher Eigenverbrauchsanteil hier Sinn?

  • Hallo zusammen.


    Wäre es möglich (rechtskonform) eine PV Anlage ohne Anmeldung zu installieren, den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen und das was nicht verbraucht werden kann in als Wärme (mittels Heizstab/BWWP) einen vorhandenen Pufferspeicher zu schicken? Oder in einen Akku (welcher Größe auch immer)?


    Nach Süden wären ca 4 kwp möglich, Ost und West wäre ebenfalls möglich, was macht hier Sinn?
    (DN 36° Prognose für Südausrichtung ca. 870 kw/h kwp p.a.)


    Verbrauch pro Tag ca 11 kw/h, tagsüber uim Schnitt ca 700 W/h und nachts ca 300 W/h mit 6 Personen.
    Heizung mittels Gasanschluss und Wasserführendem Kamin mit Pufferspeicher im ganzen Haus per FBH.


    Wie würde eine KWL Anlage den Verbrauch ungefähr verändern? Mit welcher Entwicklung beim Verbrauch müssen wir ungefähr rechnen wenn die Kinder älter werden (8/5/3/0,5 Jahre)? Alle Hausgeräte und Leuchtmittel werden wenn Sie kaputt gehen "Verbrauchsarm" ersetzt.


    Oder macht eine 9,99 kwp Anlage mit teilweise Einspeisung mehr Sinn?


    Ich freue mich über jede Antwort und Danke schon jetzt jedem der bis hier gelesen hat :danke:


    Gruß
    Dirk


    PS: Sollte jemand eine Anlage anbieten können für den Großraum Hamburg/Bremen oder jemanden kennen der das kann, immer her damit :roll:

  • Mit 4 KIndern dürfte der Verbrauch stark ansteigen, spätestens in der Pubertät! Denk an allerlei elektronisches Gerät, TV etc., dazu steigt der Gasverbrauch durch ausgiebigstes duschen etc. Es wird mehr Geschirr gespült werden und vor allem viel mehr gewaschen werden...
    Ich würde mal mit einer Halbinsel liebäugeln, allerdings ist auch hier rechtskonform je nach VNB problematisch, dazu benötigst Du den Strom wahrscheinlich auf 3 Phasen...
    Ein Extrembeispiel hierfür ist ziemlich exakt meine Anlage. 3 Inselwechselrichter von Studer (gilt als Mercedes...) direkt in die Hausphasen eingeschleift, dazu eine große Staplerbatterie, auf dem Dach habe ich, allerdings mehr als die Hälfte auf Nordwest 10 kwp. Damit kann ich ca. 6.000-7000kwh Solarstrom nutzen. Ein Teil davon geht im sommer in einen e-Boiler (wäre bei Dir ein Heizstab im Pufferspeicher. Strom und Gasbezug inkl. Warmwasser im sommer defakto gleich Null, dazu lade ich noch im sommer meine E-Auto. Einspeisen tue ich gar nicht, da es sich nicht mehr rechnen würde, da mein Eigenverbrauchzu hoch ist, der dann sowohl ertrags-, als auch eventuell umsatzsteuerlich verststeuert werden müsste. Grobgesamtkosten 28.000€, sollte in 14 Jahren amortisiert sein, danach gibts die 6.500kwh/a gratis...
    Ich würde an Deiner Stelle mal mit 3kwp auf Ost, 3 auf West und 4 auf Süd rechnen anfangen. Schau auf die monatlichen Erträge (und Verbräuche; Juni wenig, Dezember viel, auch Strom für Heizung berücksichtigen und viele Waschmaninen und Trockner...)und überlege, wann dein Hauptverbrauch ist. Geht vieles tagsüber, mal einspeisen mit eigenverbrauch überschlagen (am besten eine 20 Jahres Schätzung, inkl. Stuern auf EV), geht vieles nachts ohne einspeisung mit mind. 600 AH 48 V Batterie. Aber bitte keine Kauflösung, lieber im Inselforum einlesen... Abshcätzen, was selber installiert werden kann...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Zitat von Dirk78

    Hallo zusammen.
    Wäre es möglich (rechtskonform) eine PV Anlage ohne Anmeldung zu installieren, den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen und das was nicht verbraucht werden kann in als Wärme (mittels Heizstab/BWWP) einen vorhandenen Pufferspeicher zu schicken? Oder in einen Akku (welcher Größe auch immer)?


    Möglich sicher, aber wirtschaftlich? :juggle:


    Zitat

    Nach Süden wären ca 4 kwp möglich, Ost und West wäre ebenfalls möglich, was macht hier Sinn?
    (DN 36° Prognose für Südausrichtung ca. 870 kw/h kwp p.a.)


    Zeit das Süddach genau nach Süden?
    Oder ist ein Dach von Ost/West eher ein Südost bzw. Südwest Dach, während da andere schon nördlich ausgerichtet ist?
    Ich würde bei DN36 die Süddächer bevorzugt nutzen. Bei 2 Dachseiten würde ein normaler Netzwechselrichter ausreichen. :wink:


    Bei aktuell 4000 bis 4500KWh Verbrauch im Jahr würde man mit 6-7KWp auf dem Dach ganz gut zurecht kommen.
    Später, wenn die Preise sinken und/oder der Netzbezug teurer wird, könnte man mal einen Speicher dazu stellen.


    Zitat

    Oder macht eine 9,99 kwp Anlage mit teilweise Einspeisung mehr Sinn?


    Zwischen 4KWp und 10KWp gibt es noch zahlreiche andere Optionen.
    Kannst Du Pläne vom Dach mit Maßen und Nordpfeil einstellen?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • @Zellschaden. Danke! Dann macht einspeisen keinen Sinn? Den ungefähren Tag/Nacht "2015-IST" Verbrauch habe ich ja oben schon geschrieben. Hauptsächlicher Verbrauch ist zur Zeit tagsüber, wie es später wird wenn der Nachwuchs nachts lebt - kann man das abschätzen? ;)


    seppelpeter: Was wäre denn am wirtschaftlichsten zur Zeit? Pläne habe ich just keine zur Hand...es ist ein Bungalow. Süd ist fast genau Süd, Ost und West dementsprechend ebenfalls fast passend.
    Die Süd- und Nordseite sind ca 14,5m lang, wobei Süd durch die Terrasse geteilt ist ca 10 versetzt 4,5m
    Die Ost- und Westseite sind ca 16,5m lang, wobei West durch die Terrasse geteilt ist ca 10,5 und versetzt 6m
    (ist das so verständlich?)


    @all: Eine bestehende 2010er Einspeise Anlage ist bereits an dem Hausanschluss mit dem Netz verbunden, diese soll unangetastet bleiben. Was könnte man wenn einspeisen keinen Sinn macht alternativ mit dem Strom machen wenn der Pufferspeicher heiss ist und ein Speicher noch zu teuer? Einfach über den Wiedezaun bei meinem Nachbarn erden damit der Strom "sinnvoll weg" ist?


    LG

  • das Einspeisen von Strom bekommst du vergütet, musst also nix verschenken oder ins nirvana versickern lassen.
    Rechne einfach mal mit 11 cent die Kwh. Mit der Vergütung kannst du zBsp. Strom kaufen, wenn die Sonne mal nicht scheint. Damit verringern sich die Kosten für den Strombezug.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Wenn Du nicht ganz viel bis alles von der Inselhardware selbst beschaffen und vor allem auch anschließen und konfigurieren kannst, macht eine Batterie aus meiner Sicht keine bessere Wirtschaftlichkeit. Sollte der Speicher bei Dir "von der Stange" kommen, ist der Speicher rein wirtschaftlich betrachtet ein Fass ohne Boden mit einer Amortisation von 30-60 Jahren oder noch mehr.


    Aus meiner Sicht ist eine einfache und zum Verbrauch passende Überschusseinspeisung derzeit die wirtschaftlichste Lösung. Dabei sollte man, sofern man unter 10KWp bleibt, eher etwas größer planen, denn später erweitern kostet doppelt und löst neue Bürokratie aus. Ganz ohne Bürokratie und Steuer ist Einspeisung nicht möglich.


    Wie lang ist das Dach jeweils von Traufe bis First?
    Bei den bis jetzt genannten Maßen klingt das aber so, als würden da locker 10KWp drauf passen, ggfs. reichen dazu auch schon 2 Dachseiten. Dann könnte man Süd und Ost nehmen, wenn Morgenstrom wichtiger ist oder Süd und West, wenn Abendstrom wichtiger ist. Ich würde das Westdach bevorzugen, sofern die genannten Ausrichtungen von Dir stimmen und nicht ein Dach von Ost oder West einen Vorteil durch südliche Ausrichtung bieten würde.


    Alternativ könnte bei der Belegung von 3 Dachseiten bei Dir SE einen hohen Nutzen stiften.
    Für die SE WR ist eine einfache und "kostengünstige" Nachrüstung mit dem Tesla Speicher angekündigt.


    Ein Google Luftbild könnte auch weiter helfen.


    Auf welchem Dach ist die 2010er Anlage?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ost zeigt leicht nach Norden, hat aber im Gegensatz zu West und Süd keinen Schatten zu erwarten.


    Für die beiden Süd und Westdächer wirst Du um eine Dachzeichnung mit genauen Maßen nicht drum rum kommen.
    Dann kann man sehen, wie viel man auf West und Süd möglichst schattenfrei drauf bekommt und wenn es zu wenig ist kommt Ost mit dazu ... dann mit SE für die gesamte Anlage.

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    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von Dirk78

    Was bedeutet SE?


    SolarEdge ... Einzeloptimierer auf Modulebene.
    Damit sind 3 Dachseiten problemlos an einem WR von SE möglich.
    Das System kostet grob 50-100,- mehr pro KWp.


    Bietet dafür Logging auf Moduleben und anderen Schi Schi ...

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