Dank weisser Wolken Output über der Nennleistung

  • Servus.


    Ich habe meine kleine Anlage am südafrikanischem Kap. Da die angezeigte Produktionsleistung immer wieder bei dünnen die Sonne verschleiernden weissen Wolken unerwartet in die Höhe schnellt, habe ich mal nach einer Bestätigung im Internet gesucht und hier gefunden, dass einige Anwender an dieser Überleistung zweifeln.


    Zur Information:
    Meine Nennleistung: 1890W (8 Panele in Reihe und gleiche Ausrichtung)
    Meine normale Höchstleistung (mittags mit blauem Himmel): 1500 bis max. 1700W
    Absolute Höchstleistung (weisse Wolken): 2200W


    Leistungen über 1700W habe ich auch vor 11 Uhr morgens und nach 15 Uhr Nachmittags abgelesen.


    Also, das stimmt tatsächlich, dass unter Bestimmten Bedingungen die Leistung in die Höhe schnellt. Und zwar nicht nur um ein paar Prozent, sondern um 30, 40, 50 oder mehr Prozent.


    Erklären kann ich das natürlich nicht, ich bin nicht vom Fach. :o


  • Naja, dass das an den "weißen Wolken" selbst liegt, wage ich zu bezweifeln... Wie sind denn die übrigen Wetterbedingungen wie Wind, Temp., schnell wechselnde Bewölkung, etc.?


    Ich habe im Übrigen auch schon oft Überleistung beobachtet. Das tritt v.a. im März und April oder auch im Spätsommer auf, wenn die Sonne schon bzw. noch relativ hoch steht und es recht kalt ist. Wenn dann bei einem bewölkten Himmel plötzlich die Sonne rauskommt, sind die Module noch schön kalt und die PV-Leistung geht dann recht weit hoch. Bei mir habe ich bei 6,36 kWp schon Leistungen über 7 kW gemessen. Das hält aber nie lange an, weil sich die Module recht schnell erwärmen und die Leistung dann entsprechend runter geht...


    muddy.

    6,36 kWp, Kostal 10.1 BA mit 19x 12V/70 Ah Hoppecke Akkus als Einspeise-/Eigenverbrauchsanlage;
    1,65 kWp, Victron MPPT 100/50, 2x 12V/260 Ah AGM-Batterien, Victron 24/800 Multiplus als reine Insel-Anlage

  • Zitat von Retrerni

    Bei wolkigem Himmel dienen die weißen Wolkenflanken als Reflektor/Spiegel, welcher kurzfristig die Einstrahlungsleistung erhöht. Wurde hier schon öfters beschrieben.


    Ciao


    Retrerni


    Ah ja, daher ist es an bewölkten Tagen ja auch heller als an nicht-bewölkten Tagen... ;-)


    muddy.

    6,36 kWp, Kostal 10.1 BA mit 19x 12V/70 Ah Hoppecke Akkus als Einspeise-/Eigenverbrauchsanlage;
    1,65 kWp, Victron MPPT 100/50, 2x 12V/260 Ah AGM-Batterien, Victron 24/800 Multiplus als reine Insel-Anlage

  • Hallo zusammen,


    ich melde mich hier als logisch / wissenschaftlich Denkender und behaupte, dass sich die beiden angesprochenen Möglichkeiten in unterschiedlicher Stärke bemerkbar machen.
    Der große Anteil kommt mit bis zu 20 % aus den wegen der Wolken abgekühlten Paneelen, ein kleiner Teil aus der Reflektion von der Unterseite der Wolken.
    Schaut Euch die z. B. die bei solarlog eingestellten Kurven an kalten Tagen an (eigene oder fremde) und Ihr werdet sehen, dass der Anstieg schlagartig aufgezeichnet ist und alsbald wieder absackt. Wenn es nur die Wolkenunterseite wäre, müsste der Effekt länger anhalten.
    Ich kenne die Temperaturen beim Blog Starter nicht aber vor allem bei sehr Temperatur abhängigen Paneelen dürfte der Anstieg kräftiger sein als bei weniger anfälligen.


    Gruß
    Otti

  • Zitat von Retrerni

    Bei wolkigem Himmel dienen die weißen Wolkenflanken als Reflektor/Spiegel, welcher kurzfristig die Einstrahlungsleistung erhöht. Wurde hier schon öfters beschrieben.
    Ciao
    Retrerni


    Das wage ich so, wörtlich gesehen, zu bezweifeln. Und zwar, dass Wolken als Reflektor/Spiegel dienen. Diese enorme Mehrleistung tritt nur auf, wenn die dünnen weissen Wolken vor der Sonne liegen, d.h. zwischen Sonne und Kollektoren.
    Es müsste also an einer veränderten Lichtbrechung liegen (meine Meinung als Laie).

  • Sehr einleuchtend (und auch nachweisbar) ist der Effekt bei teilweiser Bewölkung. Wenn die Sonne im blauen Himmel steht und daneben zusätzlich weisse Wolken sind, bekommen die Module die Summe aus direkter von der Sonne und diffuser Einstrahlung von den Wolken (letztere wäre bei klarem Himmel auf ein anderes Fleckchen Erde gefallen). Über den Tag oder über größere Flächen gemittelt wird das natürlich nichts, weil die Sonne ja auch mal hinter den Wölkchen steht.
    Der Temperatureffekt kommt noch dazu, besonders wenn es kühl und windig ist. Pro Grad Modultemperatur sind das aber nur 0,5%.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH