Hallenbau - PV-Anlage noch rentabel?

  • Bei mir steht bauliche was an, eine Pultdachhalle, Dachfläche wären ca. 210m², Ausrichtung Süd / Südost.
    Ich hatte PV eigentlich so gar nimmer auf dem Schirm, hab nun jedoch mal die Daten in ein Kalkulationsprogramm
    eingegeben.


    eingegebene Eckdaten:
    28 kWp
    Nutzungssdauer 25Jahre
    jährl. Stromertrag: 980kWh / kWp
    Kosten PV-Anlage: 28000,-€ (sind noch geschätzt, Angebote müssten demnächst kommen)
    Montage auf Pultdach teilweise in Eigenregie


    Ich hab da mal etwas rumgespielt und mal noch anteilige Kosten in Höhe von 22000,-€ für die Halle
    mit eingegeben, wären somit:
    Kostenanteil Halle: 22000,-€
    Kostenanteil PV-Anlage: 28000,-€
    ---------------------------------
    gesamt: 50000,-€ (finanziert) - Rest für Halle nicht finanziert


    Mit diesen Daten wären die 50000,-€ mit der PV-Anlagen in runden 20Jahren abbezahlt.
    Hab ich irgendwo nen Denkfehler?
    Was meint ihr dazu?

  • Moin


    1. Ich sehe die 980 kwh / kWp für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung als zu hoch angesetzt.
    2. Kosten wie Versicherungen, Rücklagen für Reparaturen, Steuern, etc. sind nicht berücksichtigt.
    3. Die Zinsen sind auch nicht berücksichtigt.
    4. Eine Halle nur über die PV-Anlage zu finanzieren die Zeiten sind vorbei.
    Wenn Du eh die Halle benötigst sieht es wieder anders aus.
    Kann Dir gerne ein Angebot erstellen.

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Was wird das für eine Halle? Außenbereich kannst in der Regel vergessen, da gibt es kein EEG mehr dafür, müßte man aber nochmal auf die Details schauen.
    In einem andern Post von dir habe ich Freudenstadt gesehen, da könnte das mit den 980kWh/kWp schon hinkommen, wenn verschattungsfrei und Ausrichtung und Dachneigung passen.
    Eigenverbruach scheint nicht geplant, wäre bei der Größe trotz EEG-Umlage aber sicher hilfreich bei der Rentabilität.

  • Hallo,
    harjes:
    1. werde den Wert nochmals anhand einer best. Anlage prüfen. Hatte den Wert aus einer Karte o.ä.
    2. Stimmt, Versicherung o.ä. ist nicht mit berücksichtigt - was muss ich da annehmen?
    3. Zinsen sind berücksichtigt
    4. Halle wird eh gebaut, Frage ist ob sich eine PV-Anlage darauf noch "lohnt"


    Mein Hintergedanke ist der, die PV-Anlage soll einen Teil der Halle mitfianzieren.
    Vertreibst Du PV-Anlagen (auch in meiner Region)?


    kalle bond
    Anhand einer Karte oder Abfrage war das glaub.
    Standort ist Freudenstadt
    Dachneigung ist 20°
    Ausrichtung ist Süd / Süd-Ost (ohne Verschattungen)


    @ alterego
    Pultdachhalle für Maschinen und Geräte, nicht im Aussenbereich.
    Eigenstrom könnte evtl. noch genutzt werden, wollte die Rentabilietät einfach
    mal überschlägig, ohne Eigenstrom ermitteln.


    Ich werde heute Abend mal noch detailierter was dazu Schreiben.

  • Er schreibt doch daß er dann 50k finanzieren will.


    Ich vermute das soll ein selbstgestricktes Abschreibungsmodell werden.


    Nur wird ihm keine Bank für die größe der PV Anlage solche summen leihen aber bei den aktuellen Zinssätzen dürfte das doch kein Problem sein, ein Teil der Halle bei der Bank zu finanzeiren.


    Weitere Infos wären hilfreich.


    Django

  • Ja, die Halle wird eh gebaut.


    Die 22.000,-€ habe ich einfach mal angenommen, diese Summe kann varieren.
    Mir gehts darum festzustellen welcher Betrag aus der PV-Anlage übrig bleibt um
    damit die Halle "mit zu finanzieren", in welcher Form auch immer.


    Die PV-Anlage macht also keinen Gewinn (auch keinen Verlust), der Überschuss
    geht quasi als Dachflächenmiete an die Halle.


    Hoffe ich drücke mich nicht zu kompliziert aus? :?


  • Hallo superkumpel,
    doch, ist für mich etwas kompliziert...

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • So groß kann die Halle ja nicht sein, außer sie wäre mit 28kWp nicht voll belegt. Da wird man zusätzliche Sicherheiten brauchen und dann sollte der Zinssatz bei einem "PV-Kredit" kaum anders sein als für das Ganze.
    100% Finanzierung der PV sollte bei deiner Lage (komme auch auf 970-980 kWh/kWp) gut drin sein, auch wenn mal was kaputt geht, aber viel Luft ist da nicht. Die Zinsen wären auch nicht unbedingt das Problem, aber du wirst auch tilgen wollen.