Ladeeffizienz vs. Entladeeffizienz

  • Guten Abend,


    ich hab eine Frage bezüglich der Effizienz von Akkus. Ich habe nun viel über Wirkungsgrade für Akkus gelesen, aber ich verstehe eine Sach nicht so richtig.


    Wenn von Ladeverlusten gesprochen wird, dann sind die anfallenden Verluste im Akku sowie im Ladegerät gemeint?
    und
    Wenn von Entladeverlusten gesprochen wird, dann sind nur die anfallenden Verlusten im Akku gemeint?
    und
    Gesamtladeverlust sind dann Ladeverlust+Entladeverlust?


    Ich bin mir vorallem nicht sicher bei den Ladeverlusten :(


    Ich wäre sehr dankbar wenn mir jemand helfen könnte :danke:


    Grüße Erdna

  • Moin erdna und willkommen im Forum.


    Batterien sind ein wenig kompliziert, wenn man wirklich wissen will, was in ihnen passiert. Falls du einen echten Einstieg machen möchtest, dann kann ich dir nur das Batterie-Wiki empfehlen, das von Leuten hier aus dem Forum verzapft wurde: http://wiki.polz.info/doku.php


    Ansonsten wird nicht zwischen Laden und Entladen bei der Effizienz unterschieden, sondern es wird der Wirkungsgrad betrachtet (Verhältnis von entnehmbarer Energie zu eingespeicherter Energie). Ich habe nur von Bleibatterien (ein wenig) Ahnung; die preisgünstigsten Bleibatterien sind sogenannte PzS, also Staplerbatterien. Du kannst dich sicher darauf verlassen, dass man in der Industrie andere Batterien verwenden würde, falls es preislich günstiger wäre.


    Wenn man mit so einer Batterie umgeht, wie es vor 20 Jahren üblich war, dann hat so eine Batterie einen Wirkungsgrad zwischen 70 und 80%. Mit einer vernünftigen Ladetechnik und einer Elektrolytumwälzung kommt man auf deutlich über 90%. Wenn man den SoC (State of Charge) die meiste Zeit zwischen 40% und 90% hält und nur alle zwei Wochen die Batterie wirklich voll lädt, dann liegt der Wirkungsgrad bei rund 95%.


    Der Wirkungsgrad des Ladereglers oder des Wechselrichters wird eigentlich immer getrennt betrachtet. Wenn man die einzelnen Wirkungsgrade durch 100 teilt, dann miteinander multipliziert und anschließend wieder mit 100 multipliziert, dann hat man den Gesamtwirkungsgrad.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)