mal wieder Elterngeld

  • Kurze Frage, da ich leider noch nicht die richtige Antwort im Forum gefunden habe.


    Nach der Geburt unserer Tochter :D war ich über den Jahreswechsel 2016 einen Monat in Elternzeit.


    Sonder-AfA (Anlage aus 2009) wurde zuletzt 2014 verbraucht, aufgrund dieser negativen Einkünfte bekomme ich kein Elterngeld auf die PV, insofern möchte auch ungern Abzüge für den Gewinn 2015/2016 in Kauf nehmen.


    In diesen 1. Lebensmonat habe ich keine Zahlung für die PV auf mein Konto erhalten, d.h. nach Zuflußprinzip: nur anteilige AfA, also negative Einkünfte


    Gibt es eine kurze vereinfachte EÜR Vorlage? da die Elterngeldstelle vermutlich meine "einfache" Aussage so nicht akzeptiert.??


    Für den zweiten Partnermonat Elternzeit im Sommer 2016 muß ich nun eine vorläufige EÜR erstellen. In diesem Zeitraum bekomme ich voraussichtlich eine Abschlagszahlung für Einspeisung und Eigenverbrauch. Die anteilige AfA ist deutlich kleiner, somit ensteht ein ungünstiger Gewinn.
    Wie ist die Lösung:


    Dienstleister reinigt die Module im Elterngeldmonate, so hätte man für die Ausgaben zumindest einen "Gegenwert"


    Vielleicht setzen auch die Stadtwerke die Zahlung aus ?


    Was meint Ihr ?

  • Das kannst Du alles auf der Seite "Erklärung zum Einkommen" angeben. Entsprechende Erläuterungen sind dort auch enthalten.


    Im Prinzip müsste das so funktionieren, wie Du dxas vorhast.


    Grundsätzlich rechnen die wohl pauschal mit 25% Betriebsausgaben. Ich habe eine Gewinnermittlung und den letzten Steuerbescheid beigefügt, weil wir steuerliche Verluste erzielt hatten und ich keine positiven Einkünfte auf das Elterngeld angerechnet haben möchte. Warte aber noch auf den Elterngeldbescheid (und natürlich auf das Elterntgeld).

    15x IBC Solar Monosol 265EX
    Kostal Piko 4.2
    Buderus WPT 270/2 A

  • Hallo,
    ich habe damals während der Elternzeit eine neue Anlage installiert, die Elterngeldstelle wollte aber die Ausgabe nicht als Summe anerkennen, sondern nur 1/240stel....
    Da ich im ersten Quartal den Bezugszeitraum hatte und das Vorjahr etwas schlechter gelaufen ist musste ich in diesem Zeitraum eine Rückzahlung leisten, da wollte die Elterngeldstelle anfangs auch nur einen Teil von anerkennen....da habe ich sie gefragt ob die diesen Stress bei jedem Selbstständigen veranstalten würden, denn andere hätten ja durchaus mehr Posten auf ihrer abrechnung die ja tlw. auch nicht im Zeitraum der Elterngeldbezüge wieder zu Barem gemacht werden.
    Nachdem ich dann die Kontoauszüge mit den Belastungen für Zinsen vorgelegt habe war man dann doch überzeugt das ich in diesem Zeitraum keine positiven Einkünfte hatte.
    Man wollte zuerst von mir eine Abrechnung von einem Steuerberater für das erste Quartal haben, auf meine Anfrage hin ob die für die Zusatzkosten aufkommen hüllten die sich in schweigen.


    Also frage bitte vorher welche Art von Ausgaben die anerkennen, am sichersten ist das schriftlich!
    Die möglichkeit den Netzbetreiber zu bitten die Zahlung in dem Monat auszusetzen besteht, wenn es Stadtwerke sind sollte es auch relativ problemlos möglich sein.....alternativ kannst du dir überlegen dem Netzbetreiber mitzuteilen das du dein Geschäftskonto wechselst und sie in diesem Monat die Zahlung aussetzen müssten;)


    Ich finde den ganzen Aufwand den man mittlerweile betreiben muss um ans Elterngeld zu kommen, bzw. nichts abgezogen zu bekommen einfach wahnsinn, ich kann ein 40 Familienhaus besitzen und das voll vermietet haben, das interesiert niemanden bei der Elterngeldstelle, aber wehe ich bekomme 10€ aus PV, das wird sofort in Abzug gebracht!


    gruss
    Jörg

  • Volle Zustimmung! Ganz genau so rumgezicke wars bei mir auch. Habe die Gewinn und Verlust rechnung denengeschickt für ein Jahr mit dem betreffenden Monat. Da ich im darauf folgenden Jahr nochmal einen Monat hatte ELternzeit genommen habe, wollten sie das dann nochmal haben obwohl beim ersten Mal schon eindeutig erkennbar war, dass kein Gewinn zu erzielen ist. Mein Gott, aus einer PV Anlage Gewinn erzielen, ist in den ersten 15 Jahren doch nun wirklich Pille Palle was Elterngeld angeht...Bis die das aber raffen aufn Amt, ist schon ne Kunst.


    Ich denke jedoch nicht, dass du die Zahlung aussetzen musst, wenn du nachweisen kannst, dass du im Gegenzug dafür die Kreditzahlung nachweisen kannst. Das muss man eben erfragen. Leider.... Viel Erfolg!

  • Hallo,
    Beim Kredit wollten die nur die Zinszahlung anerkennen!!
    Hat bei denen länger gedauert bis die akzeptiert haben das auch die Tilgung eine Ausgabe und keine Entnahme ist....


    Ist schon ein komisches Volk!
    Ich kann es ja verstehen wenn es sich um ein großes Gewerbe handelt, aber für die Max 15-30 kWp die man als privater Anlagenbetreiber auf dem Dach hat??
    Da brauchts doch idr mind 10 Jahre bis die Kiste bezahlt ist und man Gewinne einfährt.


    Hartnäckig bleiben und denen einen Vergleich mit anderen Gewerbetreibenden bringen, da werden Ausgaben auch auf den Tag der Rechnung bzw Zahlung gebucht.


    Gruß
    Jörg

  • "Gott sei Dank" spielen andere Einkünfte keine Rolle. :D


    Zu meinen Nebeneinkommen, einer freiberuflichen, selbständigen Tätigkeit muß ich die Anlage C zum Elterngeld mit EÜR ausfüllen, das ist auch verständlich.


    Zurück zur PVA:
    Da ich die PVA in 2009 mit Eigenkapital angeschafft habe, ist sie jetzt nach 6 Jahren zumindest steuerlich in der Gewinnzone.


    Bei dem ganzen Theater geht es mehr um das Prinzip. Ich erhalte kein Elterngeld auf die PVA (da zuvor Verlust d. Sonder-AfA) somit möchte jetzt auch keinen Abzug.
    Die PV-Einkünfte sind unter € 17500,-, da sollte doch eine formlose EÜR genügen, gibt es hierzu ein Muster im Forum.?

  • Hat mal jemand ein Muster für die formlose EÜR?


    Nein. Sorry. Dann wär sie ja nicht mehr formlos.
    Das Ding heisst Einnahmen-Überschuss-Rechnung und ermittelt den Gewinn als überschuss der Betriebsein- über die Betriebsausgaben. Das legt schon mal die Zweiteilung in Betriebsein- und Betriebsausgaben nahe.


    Betriebseinnahmen..... könnten klassischerweise bestehen aus
    1. Erlöse aus Kundenzahlungen
    2. USt 19 v.H. aus Kundenzahlungen
    3. USt-Erstattungen des Finanzamtes
    4. Wert von Sachentnahmen



    Betriebsausgaben könnten sich gliedern in
    1. Abschreibungen
    2. sonstige betriebliche Aufwendungen
    3. an das Finanzamt gezahlte USt
    4. an Lieferanten gezahlte USt (Vorsteuer)
    5. Zinsen

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • @ kpr


    Danke für die Stichworte.


    Wenn ich während der Elternzeit keine Überweisungen für Einspeisung & Eigenverbrauch trage ich bei Erlöse "0" ein
    die AfA rechne ich anteilig, somit habe einen Verlust und das Amt sollte das erstmal anerkennen.??

  • Der Direktverbrauch wird ja nicht auf Null gehen. (Wenn nicht irgendwelche BEsonderheiten vorliegen)
    Ansonsten... Null ist halt Null. Ein erläuternder Satz ist garantiert nicht verkehrt.


    Das Finanzamt muss / wird das anerkennen.
    Wie es bei den Elterngeldverwaltern aussieht, weiß ich nicht. Die haben ja wohl modifizierte Kriterien.
    (Blick ins Gesetz - erspart viel G'schwätz)

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von AMGA1

    @ kpr


    Danke für die Stichworte.


    Wenn ich während der Elternzeit keine Überweisungen für Einspeisung & Eigenverbrauch trage ich bei Erlöse "0" ein
    die AfA rechne ich anteilig, somit habe einen Verlust und das Amt sollte das erstmal anerkennen.??


    Oder die Ausgabenseite mit einer "überraschenden" USt-Vorauszahlung an das FA im EZ-Bezugsmonat soweit runterdrücken, daß dann E minus A < 0 wird.