Mein Dach braucht eine PV Anlage und ich eure Hilfe!

  • Hallo zusammen,


    ich möchte meinem Dach eine PV Anlage verpassen. Da ich von der ganzen Sache wenig Ahnung habe und hier viele Experten unterwegs sind, hoffe ich auf eure Hilfe.


    Meine Fragen:


    1. Wie würdet ihr das Dach belegen?
    2. Welche Module würdet ihr empfehlen?
    3. Welche Wechselrichter empfehlt ihr?
    4. Was darf ein kwp kosten (inkl. aller Nebenkosten wie Stellung Gerüst, elektrische arbeiten....)
    5. Was muss ich sonst beachten?


    Die Dachausrichtung ist Süd 0° und 90° West


    Zur Erhöhung des EV wird eine BWWP installiert.
    Mein Verbrauch beläuft sich derzeit auf 5.500 kwh.


    Ich freue mich auf eure fachkundigen Meinungen.


    Gruß Sommer78

  • Hallo Sommer78,
    Guter Plan bei dem Dach und dem Verbrauch.


    Standard Module sind 1 m x 1,66 m mit 250 bis 285 Wp pro Stück.


    Auf Süd sollten 2 Reihen zu je 11 Modulen passen (evtl. nur 2 x 10, wenn es nicht wenigstens 11,2 m sind). Auf West passen vermutlich 4 Reihen zu je 3 Modulen.


    Insgesamt also 34 Module und damit 9 bis knapp 10 kWp.


    Zwei verschiedene Ausrichtungen sind gut. So verliert man mit der 70% Regel nicht viel, kann den Wechselrichter etwas kleiner auslegen und hat abends, wenn viele Verbraucher laufen, noch ordentliche Erträge vom Westdach.


    Gute Module gibt es viele. Kommt drauf an, worauf man Wert legt (billig, schön, deutsch, Preis/Leistung?). Wechselrichter muss man auslegen, wenn die genaue Belegung bekannt ist. Sollte hier ein WR mit 1000 V werden, dann passt für jedes Dach ein Strang. Der 12er ist ein bisschen kurz, geht aber gerade noch. Besser waren noch einige zusätzliche Module über dem Fenster.


    Mit der BWWP lohnt sich eine Steuerung (z.B. SMA Sunny Home Manager).


    Soviel für heute.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Hallo Jochen,


    danke für deine Antwort. :danke:
    Folgende Bemerkungen dazu:


    Über dem Fenster auf dem Westdach ist noch ca. 3,6x3,3m Platz.
    Die Länge auf dem Süddach, gerade richtig gemessen ist 11,7m.
    Die Module sollten bei Preis / Leistung gut abschneiden.
    Grundsätzlich soll im Enddefekt die wirtschaftlichste Lösung aufs Dach.
    Eventuell, wenn nicht zu teuer, dann wird auf Optik geachtet.


    Bin gespannt auf weitere Antworten.


    Gruß sommer78

    Einmal editiert, zuletzt von sommer78 ()

  • West würde ich belegen mit 12 Stk 255 Wp Modulen - günstig und gut
    Süd würde ich mit 22 Stk 305 Wp Modulen belegen - günstig und gut


    Damit hättest du 9,77 kWp - also optimal.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Ich würde den kurzen String auf West über dem Fenster mit Modulen erganzen. 3-5 dürften da noch passen.
    Sind dann 22 auf Süd und 15-17 auf West.
    Die Module so wählen, das man knapp an die 10KWp ran kommt.
    Dabei vorzugsweise keine Module >290Wp nehmen, da diese unverhältnismäßig teuer sind.
    Als WR würde ein ABB PVI 7.5OUTD oder ein Fronius Symo 8,2KVA gut passen.


    Gesendet mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo sommer78,
    auf dem Photo sieht man einen dicken Kamin zwischen den Dächern. Die Verschattung hiervon sollt man bei der Belegung berücksichtigen. Das kann man eigentlich nur vor Ort ordentlich einschätzen, vom Photo ist das schwierig. Auf dem Süddach sollte man eventuell die Module ganz rechts unten weglassen und versuchen in der oberen Reihe noch welche unterzubringen.


    Ziel sollte sein, dicht an 10 kWp ranzukommen und dabei den Strang auf dem Westdach eher etwas länger als 12 Module zu machen.
    Das geht mit folgenden Kombinationen:
    40 Module mit 250 Wp
    39 Module mit 255 Wp
    38 Module mit 260 Wp
    37 Module mit 265 oder 270 Wp
    36 Module mit 275 Wp
    35 Module mit 280 oder 285 Wp


    Ab etwa 285 Wp werden die Module üerproporational teuerer. Nachdem Du sicher genug Platz für mindestens 35 Module hast, wäre das unnötige Geldverschwendung.


    Zusätzlich musst Du beachten, dass der Strang auf dem Süddach nicht länger als 23 Module (bei machen auch 22) sein sollte. Sonst überschreitest Du die 1000 V und müsstest den Strang teilen, was dann zu unnötig niedrigen Spannungen führt und an den meisten Wechselrichtern nicht so effizient läuft. Obwohl das Westdach etwas schlechtere Erträge bringt, bringt es diese zu Zeiten, wenn im Haus viele Verbraucher laufen (Kochen, Fernsehen, etc.). Ist also gar nicht so schlimm, wenn da ein paar mehr Module untegebracht werden.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Vielen Dank für die Infos. Ich hoffe das nächste Woche die ersten Angebote vorliegen die ich dann mit euren Ideen mal abgleiche.
    Was darf soetwas denn kosten? Inkl. Nebenleistungen?

  • Zitat von sommer78


    Was darf soetwas denn kosten? Inkl. Nebenleistungen?


    Welche Nebenleistungen meinst DU denn?


    Standardinstallationen bei 10 kWp all inkl. kosten ca. 1150 €/kWp bis max 1300 €/kWp (all black Module).


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Zitat von sommer78

    Mit Nebenkosten meine ich:


    Gerüst, Elektroarbeiten.


    Na denn - alles gesagt. Oben genannte Preise sind ja bis zur Inbetriebnahme.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V