Beratung Neuanlage mit Einbindung Wärmepumpe

  • Liebe Forumsteilnehmer,
    ich suche Rat zur optimalen Konfiguration einer neuen Anlage.


    Eckdaten:


    Flachdach circa 100 m2 (Bitumenbahnen)


    Verschattung durch eine Kastanie die direkt im Süden an das Haus grenzt und es zwei Meter überragt. Zusätzlich weitere Bäume im Süden die zwischen 15 und 50 m entfernt sind und etwa 5 m höher als das Haus sind.


    Derzeitiger Stromverbrauch Haushaltstrom circa 4500 kWh Grundpreis 82 €, Preis pro kWh 21,19 Cent Brutto.


    Derzeitiger Stromverbrauch Wärmepumpe (Warmwasser und Heizung, zweiter Zähler) circa 4500 kWh Grundpreis 92 €, Preis pro kWh 17,37 Cent Brutto


    Unsere Wärmepumpe bietet einen Anschluss für den Wechselrichter, so dass sie sich bei hoher (vorgeschlagen werden 2000 Watt) verfügbarer Leistung einschaltet.


    Auszug aus der Anleitung:
    Ist Multispeicher auf „ja“ und die Wärmepumpenregelung bekommt ein Signal vom Wechselrichter über SWT wird bis zur im Wärmepumpenregler eingestellten Rücklaufbegrenzungstemperatur Heizbetrieb durchgeführt. Wird vor Erreichen der Rücklaufbegrenzung über die maximale Vorlauftemperatur (Einsatzgrenze Wärmepumpe) abgeschaltet, wird der dabei erreichte Wert als neuer Sollwert gesetzt. Ist Multispeicher auf „ja“, die Heizgrenze ist erreicht und die ärmepumpenregelung bekommt ein Signal vom Wechselrichter über SWT, wird die Warmwasserbereitung durchgeführt bis zur maximalen Vorlauftemperatur. Dann wird die bis dahin erreichte Warmwassertemperatur solange mit der eingestellten Hysterese gehalten, wie SWT „ein“ ist.


    Meine Fragen:


    Wie groß sollte die Anlage sinnvollerweise sein?


    Lohnt es sich einen Wechselrichter zu kaufen der es später erlaubt eine Batterie anzuschließen?


    Wenn ich die Wärmepumpe mit Solarstrom betreiben möchte, müsste ich den zweiten Zähler abschaffen (zumindest habe ich beim googeln keine andere Möglichkeit gefunden) und die Wärmepumpe mit Haushaltsstrom betreiben. Kann man voraussagen, ob die Ersparnis durch den Eigenverbrauch von Solarstrom und die eingesparte Grundgebühr (-82€) für den zweiten Zähler mehr Ersparnis bringt als die höheren Kosten (3,82 Cent pro kWh) für den Haushaltsstrom den die Wärmepumpe in der übrigen Zeit nutzt?


    Gruß und schon mal vielen Dank im Voraus an alle die sich des Themas annehmen.

  • Zitat von CarstenZ


    ...
    Wenn ich die Wärmepumpe mit Solarstrom betreiben möchte, müsste ich den zweiten Zähler abschaffen (zumindest habe ich beim googeln keine andere Möglichkeit gefunden) und die Wärmepumpe mit Haushaltsstrom betreiben.
    ...


    Hier wurde mal eine Möglichkeit vorgestellt. Da muss aber dein VNB mitmachen.
    http://www.photovoltaikforum.c…lt-und-heizun-t89309.html
    Seite 2 ist dann auch ein Zählerschaltbild.


    Zitat von CarstenZ


    ...
    Kann man voraussagen, ob die Ersparnis durch den Eigenverbrauch von Solarstrom und die eingesparte Grundgebühr (-82€) für den zweiten Zähler mehr Ersparnis bringt als die höheren Kosten (3,82 Cent pro kWh) für den Haushaltsstrom den die Wärmepumpe in der übrigen Zeit nutzt?
    ...


    Mit Voraussagen ist das immer so eine Sache. 8) Erst ab der 2408 kWh wird es teurer (bei 92 € Grundpreis für WP-Strom). Also müsstest du die restlichen 2100 kWh durch DV decken. Keine Ahnung ob du das schaffst. Ich habe mich mit meiner PV und WP jedenfalls dazu entschieden, den WP-Strom abzuschaffen. Ob es richtig war? Lässt sich schlecht kontrollieren. Jedenfalls nicht ohne großen Aufwand.


    Das Problem bei WP in Verbindung mit PV ist doch, dass in den Zeiten, wo die WP viel verbraucht, wenig von der PV kommt und anders rum.


    Hier mal eine Übersicht


    Monat Erzeugung WP-Verbrauch
    Jan 140 kWh 632 kWh
    Feb 485 kWh 629 kWh
    Mär 724 kWh 462 kWh
    Apr 1299 kWh 382 kWh
    Mai 1328 kWh 128 kWh
    Jun 1344 kWh 85 kWh
    Jul 1723 kWh 60 kWh
    Aug 1086 kWh 93 kWh
    Sep 951 kWh 91 kWh
    Okt 592 kWh 323 kWh
    Nov 243 kWh 402 kWh
    Dez 232 kWh 488 kWh


    Wenn man sich nun mal den Monat Januar nimmt, 140 kWh erzeugt, 632 kWh WP-Verbrauch. Könnte man ja annehmen, dass die WP die gesamten 140 kWh aufgesaugt hat. Ist aber nicht so. Ist nämlich nicht gesagt, dass die WP auch genau dann läuft, wenn die PV liefert. Die WP macht ja auch mal Pause. Ich habe keine Steuerung, die der WP sagt, jetzt ist PV-Strom da, also heize. Ich regle das ausschließlich mit den Heizzeiten und der Temperatur. Am Tag, wenn mit PV-Strom zu rechnen ist, ist die Raumtemperatur 2 °C höher eingestellt. Klar, den DV erhöht man mit der Methode, aber ob es sich wirklich rechnet?

  • bei dem geringen Wärmepumpentarif würde ich es lassen wie es ist. Da lohnt sich kein höherer Wärmepumpen Eigenverbrauch.
    Da ist es einfacher den Strom an den Versorger zu verkaufen und von dem Geld den Wärmepumpenstrom zurückzukaufen.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • donnermeister1
    Hier mal eine Übersicht


    Monat Erzeugung WP-Verbrauch
    Jan 140 kWh 632 kWh


    Wieviel Wohnfläche hast du zu heizen?
    (das zerstört meine überlegungen zumindest die Wärmepumpe mit eigenen Strom zubetreiben)

    44 Sunclass AS100 SB2500 2000HF 12° OSTWEST 0°Richtung Süden 4,4 kWp

  • Zitat von 1zu6

    donnermeister1
    ...
    Wieviel Wohnfläche hast du zu heizen?
    (das zerstört meine überlegungen zumindest die Wärmepumpe mit eigenen Strom zubetreiben)


    Ich habe 113 m² Wohnfläche. Geheizt wird mit einer Luft-Wasser-WP. Ich brauche, je nach dem wie der Winter ist so zwischen 3500 und 4400 kWh für die LWWP. Ich hatte für ein paar Jahre auch einen Wärmemengenzähler im WP-Ausgang umd bin auf eine JAZ von rund 2,95 mit meiner nun 16 Jahre alten LWWP gekommen.