Garagenbeleuchtung & Autobatterieerhaltungsladung

  • Hallo,
    ich habe eine Garage in einer Garagenanlage, welche keinen Stromanschluß hat.
    Auf diese werde / will ich ein Solarmodul 12V - 50 Watt installieren. In die Garage kommt ein entsprechender Laderegler an dem eine Solarbatterie / Autobatterie angeschlossen ist.


    Beleuchtung mit Led 10 min die Woche, also zu vernachlässigen


    Zusätzlich möchte ich die Starterbatterie (80 A) des geparkten Autos mit einer Erhaltungsladung fit halten. Das Fahrzeug wird im Winter kaum gefahren, die Fahrzeugelektronik verbraucht aber permanent Strom, und abklemmen ist schlecht, da das Fahrzeug dann alles " vergisst " ! :(
    Erhaltungsladung am Lastausgang des LR anschließen wird nicht gehen, da max. 10 A.
    Wenn ich die Starterbatterie direkt mit der Solarbatterie verbinde, und die Spannungen der Batterien größere Unterschiede haben, was könnte passieren ?
    Bekommt die Autoelektronik eventuell eine " tödliche Spannungsspitze " ?


    Wie sollte ich verschalten ?


    :danke:


    Gruß Gunther

    Solar Insel Spanien 2X Haus+1X Wohnwagen
    Sinus Wandler:600Wh+800Wh+1500Wh+2000Wh
    Laderegler: 2X Steca 3030 + 2X Victron 100/50
    GelOerlikon 3000Ah 12V + Blei OPZS 1320Ah 12V
    Solarmodule: 2,0 kWp

    Deutschland Sinus Wandler Clayton 1000Wh

    Blei OPZS 1350Ah 12 V

    Laderegler Victron 100 /20

    Solarmodule 500 Wp

  • Am einfachsten wird es sein, wenn du den Lastausgang des LR unbeschaltet lässt (der schaltet die Last sowieso erst weg, wenn die Batterie schon strukturelle Schäden abbekommen hat). An den Batterieaus/eingang kommen einmal eine kleine Batterie (10-20 Ah sollten reichen), über die du direkt deine LED betreibst. Allerdings wird die Batterie nicht direkt angeschlossen sondern es kommt ein Widerstand in die Leitung vom Pluspol. Wenn es eine 20Ah ist, dann sollte der maximale Strom rein/raus 4A sein.
    U = R * I
    12V = R * 4A
    R = 3 Ohm
    Der nächste passsende Wert aus der Reihe ist 2,7 Ohm.
    12V * 4A = 48 Watt ist die maximale Lade/Entlade-Leistung der kleinen Batterie und somit auch die maximale Energie, die zwischen den Batterien ausgetauscht werden kann. Durch den Widerstand werden also beide Batterien zuverlässig voreinander geschützt. Das Laden der kleinen Batterie wird durch den Widerstand lediglich etwas gebremst, denn für den Laderegler sieht es aus, als hätte die kleine Batterie einen höheren Innenwiderstand. Die kleine Batterie kann also auch richtig voll geladen werden.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo, ich finde den Vorschlag mit dem Widerstand gut, ich würde aber die Solarbatterie direkt anhängen und von der Batterie einen Abgang mit dem Widerstand, einem Schalter und einer Sicherung machen. Am Ende des "Ladekabels" könnte man dann isolierte Krokoklemmen oder eine fixe Steckverbindung zur KFZ Batterie machen. Als Schalter/Sicherung könnte man einen normalen 13A Sicherungsautomat nehmen, an Stelle des Vorwiderstandes geht auch eine KFZ Glühbirne, z.B. 12V/55/60W H4 Lampe.
    Grüße Toni.

  • Zitat

    die Fahrzeugelektronik verbraucht aber permanent Strom, und abklemmen ist schlecht, da das Fahrzeug dann alles " vergisst " ! :(


    Was vergisst er denn?Keine Speicher verbaut?ein derartiger Nonsens wär unbegreiflich.
    Meist ist es doch nur die bereitschaft für die Funkfernbedienung die unnötig strom verbraucht?

  • Zitat von Gunther034

    Erhaltungsladung am Lastausgang des LR anschließen wird nicht gehen, da max. 10 A.


    für die Erhaltladung sind etwa 50-100mA erforderlich.
    diesen Strom kannst du direkt am Solarmodul über einen Vorwiderstand von etwa 50 ohm entnehmen.
    Erhaltladung würde dann nur tagsüber erfolgen, dürfte aber ausreichend sein.


    die Solarbatterie für die Beleuchtung bleibt zusätzlich mit Laderegler am Modul.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von machtnix

    für die Erhaltladung sind etwa 50-100mA erforderlich.


    Wenn das Auto im Winter ein paar Tage in der Garage steht, bedeutet dies:
    0.05 Amp bis 0.10 Amp * 12 V * 24 h = 14.4 - 28.8 Wh pro Tag.
    Könnte knapp werden mit einem 50 Wp Modul, aber kann leicht auf 100 Wp erweitert werden, falls erforderlich.

  • Zitat von machtnix

    für die Erhaltladung sind etwa 50-100mA erforderlich.
    diesen Strom kannst du direkt am Solarmodul über einen Vorwiderstand von etwa 50 ohm entnehmen.
    Erhaltladung würde dann nur tagsüber erfolgen, dürfte aber ausreichend sein.


    die Solarbatterie für die Beleuchtung bleibt zusätzlich mit Laderegler am Modul.


    Hallo, das würde eine ungeregelte Ladung bei vorhandenem Laderegler bedeuten und ist daher nicht sinnvoll. Die Autobatterie wird das Ladeerhaltungsprogramm des Ladereglers genießen!
    Grüße Toni.

  • Zitat von relativ


    Was vergisst er denn?Keine Speicher verbaut?ein derartiger Nonsens wär unbegreiflich.
    Meist ist es doch nur die bereitschaft für die Funkfernbedienung die unnötig strom verbraucht?


    Hallo, alle modernen Autos entladen ihre Batterien innerhalb von 4-6 Wochen und machen dann komische Sachen und sind natürlich nicht betriebsbereit, abgesehen davon leiden die Starterbatterien unter der Unterspannung sehr, eine Erhaltungsladung für im Winter abgestellte PKW ist sehr sinnvoll, viele Motorradfahrer und Oltimerliebhaber machen das.
    Grüße Toni

  • Noch mal zum Widerstand. Zwischen eine knallvollen und einer tiefstentladenen Batterie wird man maximal eine Spannungsdifferenz von 5 Volt haben.
    U = R * I
    5 = 2,7 * I
    I = 1,85
    P = U * I = 5 * 1,85 = 9,25
    Ein 10 Watt Lastwiderstand ist sicher (einer mit 5 Watt würde mit ziemlicher Sicherheit auch reichen).

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)