Wandlermessung Netze BW ab welcher Leistung?

  • Moin,


    wir wollen eine bestehende Anlage evtl. 'Repowern'. Dadurch bleibt die halbe Dachfläche leer.
    33,4 kWp installiert. ca. 35 kWp wäre die Neuanlage. Kann der Netzbetreiber (Netze BW) einen Wandlerschrank mit enstpr. Messung verlangen? Wir diskutieren das gerade konträr. Beide Anlagen Volleinspeiser.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Hallo Martin,
    Was sagt denn die TAB des Netzbetreibers? Wandlerzähler sind nach TAB üblicherweise erst notwendig bei Zählung über 63 A also ca. 43 kVA (manche sagen dann ab 40, manche ab 42 kVA).
    Bei Volleinspeisung wäre ja kein Zähler drüber, von daher, nein, kann er nicht. Macht auch keinen Sinn, es geht bei der Forderung nach Wandlerzähler ja um die Belastbarkeit des Zählers.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat von JayM


    Bei Volleinspeisung wäre ja kein Zähler drüber, von daher, nein, kann er nicht. Macht auch keinen Sinn, es geht bei der Forderung nach Wandlerzähler ja um die Belastbarkeit des Zählers.
    Gruß
    Jochen


    Moin Jochen,


    ich sehe das eigentlich auch so wie Du. Danke für die Bestätigung.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Hallo,


    wenn beide Anlagen an einem Hausanschluss gehen, dann wird der Netzbetreiber einen Wandlerschrank fordern.
    Wie du schon richtig schreibst, ab 40kVa.


    Zumindest zeigt das unsere Erfahrung und damit möchte ich in keinster Art und Weise deine(Jochen) Antwort kritisieren.


    Nachtrag: Aktueller Fall mit einer 59,28kWp Anlage bei der Pfalzwerke Netz AG. Die Anlage wurde von uns auf ein Hallendach Ost/West installiert.
    Es gibt auf dem Grundstück mit gleichem Flurstück zwei Hausanschlüsse.
    Beide schaffen jeweils 30kVa.
    Der Netzbetreiber forderte natürlich einen Wandlerschrank bei Anschluss an einer der beiden Hausanschlüsse.
    Unsere Idee war eine Aufteilung, da wir zwei 27.6 ABB verbaut haben.
    Somit hätte jeder Anschluss "nur" 30kVa bekommen und der Kunde zwei Eigenverbrauchsanlagen.
    Ist jedoch nicht möglich auch nicht mit verzögerter Inbetriebnahme.
    Wir müssen mit einem Kabel komplett bis zur Hauptleitung an der Straße gehen und hier eine Wandlersäule setzen.
    Auch wenn beide Hausanschlüsse ein separates Kabel zu dieser Hauptleitung besitzen.


    Dies ist natürlich nicht auf alle Anlagen umzulegen, jedoch zeigt es den Irrsinn und die Willkür der Netzbetreiber.
    Daher denke ich auch, dass Martin bei über 40kVa einen Wandlerschrank benötigt.



    Sonnige Grüße


    Clen Solar GbR

    Die Richtung der Rentabilität gibt der Solarteur mit seinem Maß an Entbehrung vor!

  • Hallo Clen,
    aber doch nur, wenn ein Zähler mehr als 40 kVA sieht. Das ist aber bei zwei Volleinspeisern plus einem Bezugsstromzähler nicht der Fall. Da sieht jeder Zähler nur eine PV Anlage < 40 kVA bzw. einen Bezugszähler < 40 kVA. Anders sieht das aus, wenn man mit Zählerkaskade und Eigenverbrauch anschließt. Dann müsste der 2-Wege Zähler ein Wandlerzähler werden. Für die Erzeugungszähler wäre immer noch je ein eHz oder Ferrariszähler ausreichend.


    So wird das jedenfalls bei uns hier in der Gegend gesehen. Und so macht es technisch Sinn, da der Schritt zum Wandlerzähler mit der Belastbarkeit des eHz bzw. Ferraris begründet ist. Nur so zum Spaß darf der Netzbetreiber da auch keinen technisch unnötigen Wandlerzähler verlangen.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat von JayM

    So wird das jedenfalls bei uns hier in der Gegend gesehen. Und so macht es technisch Sinn, da der Schritt zum Wandlerzähler mit der Belastbarkeit des eHz bzw. Ferraris begründet ist. Nur so zum Spaß darf der Netzbetreiber da auch keinen technisch unnötigen Wandlerzähler verlangen.


    Schön wärs aber die Praxis sieht oft anders aus und wir als überregionaler bekommen da so einiges mit,
    wo in anderen Regionen nicht einmal ein Wort darüber verloren wird. :roll:


    Sicher ist eine schriftliche Bestätigung, was ich jedem nur raten kann, wenn es um Netzbetreiber geht.
    Da will der Zählermonteur teilweise alles anders als wie im Schaltplan mit dem Techniker im Büro vereinbart.


    Sonnige Grüße


    Clen Solar GbR

    Die Richtung der Rentabilität gibt der Solarteur mit seinem Maß an Entbehrung vor!

  • Das Beispiel in Deinem Nachtrag ist schon etwas ungewöhnlich. Da geht es ja eher um die Frage, ob die Anlage auf die zwei Hausanschlüsse geteilt werden kann, nicht sosehr darum, dass man unter 40 kVA einen Wandlerschrank braucht.


    In der Praxis auftretende Willkür und Differenzen zwischen VNB Installateur und VNB Büro begründen sicher auch keinen Wandlerschrank. Da kann es zwar sinnvoll sein, sich der Willkür zu beugen, bevor man lange Diskussionen hat, aber Recht hat der VNB davon noch lange nicht.


    Mit den Pfalzwerken bei uns lokal kann man normalerweise ganz gut reden. Ist zumindest meine Erfahrung, hab aber von manchen PW Regionalbüros auch schon anderes gehört.



    Tja, Martin, technisch einfach und klar. Aber offensichtlich mitunter wohl doch nicht so einfach. Mit solch gemischten Erfahrungen ist eine schriftliche Abstimmung mit den VNB sicher eine sinnvolle Sache.

    mit sonnigem Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Servus,


    bei mir wird verfahren wie von JayM beschrieben.


    Habe 3 Anlagen am Hausanschluss: 2 mal je 30 kWp und eine 13 kWp. Im Schrank sind drei separate Ferraris + ein Zweirichtungszähler für Bezug/Eigenverbrauch.


    Bei der Anlage mit über 70 kWp läuft der Strom selbstverständlich durch einen Messwandler.


    Wie ist das jetzt aber mit dem oben genannten Hausanschluss. Ich möchte dieses Jahr voraussichtlich zwei 30 kWp Anlagen mittels einer Kaskadenschaltung für den Eigenverbrauch nutzen. Muss ich dann den Zweirichtungszähler mit einer Wandlermessung tauschen, wie von JayM angedeutet? Wie sieht so ein Schaltbild aus? Was kostet eine Wandlermessung derzeit?


    Grüße
    Allgäulix

  • Nach ein bischen Recherche im Forum bin ich auf die Anlagen von Ralf Hofmann gestoßen. Da sind die Anlagen genau so verschaltet, wie ich mir das vorstelle. Zwei PV-Anlagen, die in Reihe mit Eigenverbrauch geschaltet sind. Er hat das in einer Grafik hervoragend dargestellt:


    Allerdings braucht er keinen Messwandler, obwohl an seinem Zähler Z2 die komplette Überschusseinspeisung zusammenläuft und in Summe mehr als 50 kVA WR-Leistung anliegt. Und statt Z1 mit Z2 könnte ein normaler Zweirichtungszähler eingebaut sein.


    :?:


    Grüße
    Allgäulix