Neubau KFW40 Plus mit 150m² Dach

  • Hallo zusammen,


    wir planen den Neubau eines 2-Familien Hauses mit ca. 260m² Wohnfläche.
    Angedacht ist ein Pultdach mit ca. 20° Neigung, Ausrichtung ist -35° (Süd-Ost) und ca. 150m² Fläche.
    Bei der Wahl des Heizungssystems bin ich noch etwas unschlüssig, auch bedingt durch das Lesen der Foren-Beiträge hier.


    Wie würdet ihr die Dachnutzung optimieren und welches Heizkonzept verwenden?
    Technisch zur Verfügung steht theoretisch alles was KFW40plus erfüllt, Gas-Anschluss wäre auch möglich.


    Mein persönlicher Favorit wäre ca. 10m² Solarkollektoren (oder mehr?) und Fußbodenheizung,
    Rest mit Solarzellen in min. zwei Ausbaustufen, damit man jeweils unter den 10kwp bleibt.


    Ich bin für jeden guten Vorschlag dankbar.

  • Wenn du bei 40 Plus wirklich keine Einspeisevergütung nach EEG in Anspruch nehmen darfst (Link s. z.B. http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?f=18&t=110625 ), würde ich die PV nicht zu groß machen. Statt Solarthermie dann lieber die Überschüsse der PV in den Pufferspeicher versenken, wenn du die ST nicht selbst aufbaust, wird die meist auch nicht billiger als PV und mit dem Strom kannst du halt "mehr anfangen".
    Größe der PV (davon hängt dann die sinnvolle Speichergröße ab) hängt dann vom Verbrauch und Lage ab. Grob so groß, daß du im Sommerhalbjahr rechnerisch deinen Haushaltsstrombedarf deckst. Im Winter kommt bei 20° sowieso nicht sehr viel :(
    Gas: bei so einem doch recht gut isolierten Haus, dürfte alleine der Anschluß zu teuer sein und bei dem hoffentlich geringen Verbrauch später auch die Grundgebühr und der Kaminkehrer einen ordentlichen Anteil an der Rechnung ausmachen.
    Bleibt nur WP, da lasse ich die Leute ran, die sich da besser auskennen, wäre aber sinnvoll noch die Heizlast zu kennen.

  • Zitat von nurF


    Mein persönlicher Favorit wäre ca. 10m² Solarkollektoren (oder mehr?) und Fußbodenheizung,
    Ich bin für jeden guten Vorschlag dankbar.


    Absoluter Unsinn. Viel zu teuer. Und im Winterhalbjahr kannst das ebenso vergessen. Ich hatte das das letzte Mal auch gesetzt gehabt. Und? Im Sommer brodelt es überall und keiner will WW. Im Winter musst das WW eh irgendwie machen. Also auf jeden Fall irgendeine Art WP, plus Speicher und PV!!


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Meine Wahl wäre PV statt Solarthermie plus Wärmepumpe.


    Wir haben fast die gleichen Bedingungen und haben zu 23 kWp PV und 6 kW WP noch eine 14 m2 Solarthermie im Garten stehen. Hätten wir ohne spezifische Zuschüsse für die ST aber weggelassen.


    Lüftung mit Wärmerückgewinnung nicht vergessen.


    Erstmal klären, ob die PV Anlage für KfW40+ wirklich nicht EEG-fähig ist. Unklare Bedingungen bei KfW sind nicht unbekannt.
    Wenn nicht EEG-fähig, PV so gross wie für KfW40+ nötig. Den Rest 12 Monate später als zweite Ausbaustufe. Vorher klären ob man nicht die Nicht-EEG Anlage auch zeitgleich mit 10 kWp EEG Anlage errichten kann. Denn nochmal Gerüst stellen ist auch blöd.


    Die Nicht EEG Anlage kann man mit Zählerkaskade so legen, dass dieser Solarstrom zuerst im Haus verbraucht wird. Eventuell einen Heizstab zusätzlich zur WP, um Überschüsse der Nicht-EEG Anlage sinnvoller verwerten. Mit Pufferspeicher kann manbdamit höhere Temperaturen fahren und damit mehr Energie speichern.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat von JayM

    Vorher klären ob man nicht die Nicht-EEG Anlage auch zeitgleich mit 10 kWp EEG Anlage errichten kann.


    EEG-Umlage auf die Eigenversorgung hängt leider nicht daran, ob man Vergütung nach EEG erhält, wenn beide einspeisen hätte man mit 10+x die Grenze gerissen :(
    Imo (IANAL) würde aber eine Insel außen vorbleiben, dann könnte man mit dem Rest als Volleinspeisung auch das Dach voll machen. Es gibt allerdings auch die Ansicht der Clearingstelle (oder war es die Budnesnetzagentur? ), daß Volleinspeisung nciht mitzählt, das BMWI sieht das anders, beides sind aber wohl noch Entwürfe.