Blitzschutz notwendig

  • Also noch ein Punkt mehr, der bei uns auf die Mängelliste mit der Fachfirma kommt.


    @TS: Danke für den Thread :)

    15x IBC Solar Monosol 265EX
    Kostal Piko 4.2
    Buderus WPT 270/2 A

  • Zitat von Dease

    Also noch ein Punkt mehr, der bei uns auf die Mängelliste mit der Fachfirma kommt.


    @TS: Danke für den Thread :)


    Hehe... Habe auch auf dem Dach geschaut ob man das sehen kann :)


    Da wo ich drunter gucken kann ist es gemacht.

    4,24 kWp Fronius Energy Package 9kW - Ausrichtung: DN:25°, -30° SSO
    3,19 kWp @ Symo 3.7-3 - Ausrichtung: 90°, +60° SSW


    Panasonic G(H)eisha seit 08-2018

    ZOE Zen 22kwh 05-2019


    Commetering Zähler 05-2018

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    FAQ -> komprimiertes PV Wissen, optimal für Neulinge!


    Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.


  • Zitat von Shypo

    Ich weiss ja nicht woher die Info kommt das Typ 1 die Fangstange ist.
    Auf dem Seminar hab ich gelernt
    Typ 1 = Grobschutz
    Typ 2 = Mittelschutz
    Typ 3 = Feinschutz.


    Typ 1 ist nicht die Fangstange, sondern alles das, was dafür sorgt, dass bei einem direkten Blitzeinschlag der größte Teil der Energie um das Haus herum und in die Erde geleitet wird. Typ 1 macht auch ohne Typ2 und 3 schon für sich Sinn.
    Typ 2 umfasst die Maßnahmen, die Wanderwellen auf den Kabeln in ihrer Amplitude begrenzen. Da jedes Kabel wie eine Antenne wirkt, können die Wanderwellen sowohl von außerhalb des Hauses kommen als auch innen entstehen. Ein Problem ist, dass Wanderwellen insbesondere an den Kabelenden reflektiert werden und sich (sogar mit sich selber) überlagern können. Typ 2 macht auch ohne Typ 1 Sinn, wenn der Blitz nicht das eigene Haus trifft, sondern in der Nähe einschlägt.
    Typ 3 ist der Schutz gegen Überspannungen, die von Typ 2 nicht beseitigt werden können. Dieser Schutz sollte, wie bereits beschrieben, in jedem Gerät vorhanden sein.


    Falls du irgendeine Norm kennst, derzufolge diese Darstellung nicht korrekt ist, dann lass es uns bitte alle wissen.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Deiner Aussage ist nichts einzuwenden, das entspricht ja meiner Aussage zu Grob-/Mittel- und Feinschutz
    Evtl fehlt noch das Typ 3 ohne Typ1/Typ2 nicht viel Sinn macht :). Und das es ja nur auf 5 Meter begrenzt ist.


    Ich war nur nicht zufrieden mit deiner Aussage:

    Zitat von jdhenning


    Typ1 = Fangstangen und Ableiter
    Typ2 = Überspannungsableiter überall dort, wo Kabel ins Haus kommen
    Typ3 = Geräteschutz


    Fangstangen sind für mich äußerer Blitzschutz :). Und nicht typeresiert.
    Überspannubgsableiter die dort wo Kabel ins Hauskommen kann ich auch i-wie nicht in Typ 2 stecken. z.B Sat oder Telefon kommt auch von Außen und haben soweit ich weiss nichts mit Typ 2 am Hut. Das sind Ableiter für Informationstechnik.


    Aber wir wollen hier ja kein Fass auf machen. Ich bin ja manchmal schon nicht mit dem Wort "ableiten" einverstanden :), eher wird der Potential Unterschied ja angepasst, sodas es nicht zu Überspannung kommt.


    Gruß

    19,8kWp - LG Mono 275 - STP20000TL-30 - Süd-West 40° - DN 30°
    5,7kWp - LG Mono 285 - STP5000TL-20 - Süd-Ost -30° - DN 11°
    Stiebel Eltron WWK300 electronic SOL
    Plugwise

  • Hallo Shypo, ich will auch kein Fass aufmachen, möchte aber ein paar Kleinigkeiten richtig stellen.


    Typ 1 ist äußerer Blitzschutz und soll vor den Folgen eines direkten Einschlags (weitgehend) schützen. Typ 2 ist der Schutz vor Blitzeinschlägen in der Nähe, wozu auch ein Einschlag in den Blitzschutz Typ1 zählt. In diesen Schutz sollten sämtliche Kabel einbezogen werden, die ins Haus führen. Das sind Stromleitungen, Telefonleitungen und Antennenleitungen usw.; bei allen diesen Leitungen sollten beide Leiter (bzw. Leiter und Abschirmung) mit einem Überspannungsableiter gegen PE geschützt werden. Dies hat zwei Gründe. Einerseits weiß man nicht, auf welcher Ader die Wanderwelle kommt und zum anderen springt das Potential von PE in der direkten Nähe des Einschlags in Bezug auf die PE in der Ferne erheblich (der Widerstand des Erdbodens ist nicht Null, also ergibt sich PElokal = (R * I) + PEferne. Folglich kann das lokale PE-Potential durchaus weit über der Spannung der Stromversorgung liegen; in diesen Fällen würde also der Überspannungsableiter einen Teil der Blitzenergie etwa über die Phase ableiten.


    Auch der Schutz der Informationstechnik ist demnach Typ 2.

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  • Was mich bei unserer Installation richtig stört und wo ich mir nicht sicher bin, dass es so richtig gemacht wurde ist, dass das PE Kabel von der Sat Anlage.


    Da wir 2. Besitzer sind, kann ich nur auf Bildern vom damaligen Bau nachvollziehen,
    wie es tatsächlich verlegt wurde. Darauf erkennt man, dass es im Estrich des Dachgeschosses liegt, durch die Decke ins 1. OG geht, dort durch eine Ständerwand geht und dann wieder im Estrich des 1. OG liegt.


    Von dort geht es vermutlich zum Versogungsschacht, der es dann bis in den Keller bringt. Im Heizungsraum ist die PE Schiene installiert.


    Was mich daran stört, dass es durch diese Ständerwand geführt wurde. Wenn es wirklich mal zu einem Treffer der SAT Schüssel kommt, dann rauscht es ja da volle Kanüle durch. Könnte das ein Problem werden?


    Das 2. Thema habe ich selbst verbockt. Ich habe die Schüssel versetzt. Vorher war es ein Mast durch das Dach, der am Fuss in einer Schelle montiert war. An diesem ist das 16mm PE Kabel.


    Ab diesen Punkt habe ich verlängert auf die jetzige Konstruktion mit einem Sparrenhalter. Verlängert habe ich aber nur mit einem 6mm2. Ich weiß, das es zu wenig Querschnitt ist. Jetzt komme ich an den Teil aber nicht mehr dran, weil die Module darüber liegen.


    Wie stark muss das PE Kabel mind. sein?


    Meine Idee wäre ein neues stärkeres zu verlegen und zwar von der Schüssel hoch zum Schornstein (da gehen auch die Solarkabel in den Belüftungsschacht rein) und dort bis in den Keller zu gehen. Das wäre einfach zu realisieren und auch der kürzeste Weg. Das Kabel ginge dann nur unter den Ziegeln durch, den Belüftungsschacht runter und kommt direkt im richtigen Raum heraus.


    Dann könnte ich diese 6mm Variante einmotten.


    Wie sehr ihr das?

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  • Zitat von Duke_TBH

    Was mich bei unserer Installation richtig stört und wo ich mir nicht sicher bin, dass es so richtig gemacht wurde ist, dass das PE Kabel von der Sat Anlage.
    ...


    Vorweg, ich bin kein Fachmann. Solche mögen mich also bei Bedarf korrigeren.


    Ein meiner Meinung nach sehr gutes Dokument zur Erdung von Antennenanlagen ist dieses hier:
    https://www.dehn.de/sites/defa…n/pdf/sv/sv09antennen.pdf
    Demnach muß eine Antenne, in die ein Blitz einschlagen kann, mit mind. 16 mm² Kupfer (oder 25 mm² Alu o.a. Varianten) geerdet sein.
    (Def. "Potentialausgleichsleiter" vs. "blitzstromtragfähiger Erdungsleiter")
    Der Erdungsleiter muß zudem "geradlinig und senkrecht" geführt werden.
    Es ist meines Wissens nicht genau definiert, was man darunter genau verstehen muß, also welche Wegstrecke waagrecht OK ist, aber das längere Verlegen über den Estrich, so wie das bei dir ist, ist nach meinem Verständnis nicht fachgerecht.
    Hauptgrund ist, weil sich der Blitz immer den "elektrisch kürzesten" Weg zur Erde sucht, und dann gern mal im Gebäude wo anders hin überspringt, besonders, wenn andere Leiter (oder Rohre...) gekreuzt werden. Deshalb soll der Erdungsleiter auch so kurz wie möglich sein. Am besten ist eine Verlegung außerhalb des Gebäudes.
    Deine Alternativlösung über den Kamin ist vermutlich auch nicht ganz unproblematisch, weil Du ja dann zuerst ein Stück "bergauf" gehst, und nicht auf dem direktesten Weg zur Erde. Das müsste ein Fachmann vor Ort entscheiden. Du müsstest zumindest sicherstellen, dass der Blitz nicht in das alte Erdungskabel überspringen kann, das müsste also so weit wie möglich zurückgebaut werden.Fakt ist aber, dass man sicherlich viele Installationen sieht, wo das nicht so genau gehandhabt wird, echte "Fachleute" sind also leider rar. In dem Kontext: Bei mir hat der PV Installateur zwei Erdungskabel verwechselt. Der Generator war zwar mit dem PE im PV-Verteilerkasten verbunden, das ganze aber nicht mit der Potenzialausgleichschiene... Hab ich dann per Zufall gemerkt, weil bei der ebenso dort angeschlossenen Steckdose der PE eben nicht funktioniert hat.


    Patrick

  • Danke für die Antwort Patba.


    Das mit dem "bergauf" war mir gar nicht bewusst.


    So wie es jetzt ist kann es definitiv nicht bleiben, weil sonst der Dachstuhl brennen könnte. Das 6mm geht ja direkt durch die Dämmung ins Gebäude.


    Wie nennt man den die Blitzfachleute bzw. unter welcher Bezeichnung stehen die im Branchenbuch?

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    Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.