Keine Bagatelle - Rückzahlung der Einspeisevergütung

  • Moin moin aus Schottland,


    nun ist eine neue Rückzahlungswelle im anrollen; die SH Netz AG macht Druck:


    http://www.ndr.de/nachrichten/…kzahlen,oekostrom160.html


    Ich selber habe auch betroffene Kunden, einer mit 300KWp ist dran vorbeigeschrammt, (BJ 2011) der andere hat sein "Urlaubsgeld" zurücküberwiesen und damit reinen Tisch gemacht und für sich abgeschlossen.


    Aus dem NDR Artikel:


    "Unterschätzte Pflicht


    Der Grund für die Rückforderungen: Die Betreiber, etwa Privatleute, Unternehmer oder Landwirte, haben ihre Anlagen nicht ordnungsgemäß bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Betroffen sind landesweit etwa 1.000 Menschen, deren Anlagen nach 2013 ans Netz gingen - insgesamt geht es um zehn Millionen Euro. Die durchschnittliche Forderung liegt laut Schleswig-Holstein Netz AG bei rund 10.000 Euro. Anwälte sagen, die Betroffenen hätten die Pflicht schlichtweg unterschätzt, sie vergessen oder nicht ernst genommen, für eine reine Statistik-Angabe gehalten. Sie raten den Betroffenen zu prüfen, ob sie von den Netzbetreibern auf die Meldepflicht hingewiesen wurden."


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
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    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg


    Wette: Zubau 2021


    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung, Anlagenplanung und -Neubau

  • Hab's gestern im Schleswig Holstein Magazin gesehen. 3 Sätze erzählt, in jedem Satz 2 Fehler und mal garnicht förderlich für PV. :evil:
    Bei unbedarften kam an: OH OH, lieber die Finger davon lassen, da muss man ja Geld zurückbezahlen. Toller NDR.

    Luschenpraktikant L:5--D:1--T:1

  • Zitat von NDR

    Konkret geht es um die an Solarstromer gezahlte Ökostrom-Förderung, die EEG-Umlage.


    :mrgreen::mrgreen::mrgreen::mrgreen::mrgreen:

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Hart für die Betroffenen, aber vermeidbar bei einer guten Betreuung durch den Solarteur der den Kunden durch die Inbetriebnahme führt.


    Wie ist das dann bei der Vergütungshöhe ? Zählt da nicht der Zeitpunkt der Meldung an die Bundesnetzagentur ?

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Nein, für die Vergütungshöhe zählt die Inbetriebnahme.
    Nur das Recht auf Zahlung der Einspeisevergütung hängt von der Meldung an die BNA ab!


    Ich wünsche allseits einen guten Rutsch und ein ertragreiches Jahr 2016!

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • da hilft wohl nur, die Anlage nochmal neu nach Eintragung bei der Bundesnetzagentur, in Betrieb zu nehmen.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von machtnix

    da hilft wohl nur, die Anlage nochmal neu nach Eintragung bei der Bundesnetzagentur, in Betrieb zu nehmen.


    :shock: Was soll das heißen?


    Eisbär hat sich doch deutlich ausgedrückt:

    Zitat

    Nein, für die Vergütungshöhe zählt die Inbetriebnahme.
    Nur das Recht auf Zahlung der Einspeisevergütung hängt von der Meldung an die BNA ab!


    Zwischen Inbetriebnahme und Meldung wird eben der Marktpreis bezahlt (2 bis 3 ct).


    Grüße
    Allgäulix

  • Zitat von machtnix

    da hilft wohl nur, die Anlage nochmal neu nach Eintragung bei der Bundesnetzagentur, in Betrieb zu nehmen.


    Das ist ja vollkommener Blödsinn!

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Bei durchschnittlich 10000€ oder rund 100.000kWh auf maximal 2 Jahre (nach 2013 ist für mich 2014 oder 15) geht es ja im Schnitt um über 50kWp (in SH werden 1000kWh/kWp viel sein, daher eher mehr), da sind ja wohl auch ganz schöne Brummer dabei. Kann man wirklich so schlecht beraten sein, wenn man 100k€+ in die Hand nimmt?

  • Das peinlichste an der Sache, und was mich persönlich am allermeisten ärgert, ist die Tatsache erst jetzt Nachweise vom Anlagenbetreiber zu fordern.


    Anlagenbetreiber mit IBN vorm 1.4.2012 kann man nicht sanktionieren, dies war gesetzlich nicht vorgesehen. Anlagenbetreiber mit IBN ab 1.4.2012 können ab dem Tag der Inbetriebnahme, mit Marktwert, sanktioniert werden, aber man zahlt ihnen lieber fleißig Geld aus dem EEG Topf aus. Dafür muss immerhin jeder Letztverbraucher aufkommen.


    Für mich zählt die Ausrede der "unterlassenen Auskunftspflicht" der VNB auch beim besten Willen nicht. Ich stelle mir eine PV Anlage auf's Dach, bekomme Geld dafür und belese mich nicht einmal dazu? In der Hoffnung das mein Solarbauer schon alles für mich richtet? Sorry, aber das ist für mich fernab jeder Vernunft.


    Immerhin gibt es einen Vorteil im EEG 2014, Altanlagen werden in der Sanktion aktualisiert und bekommen nun 3 Wochen Zeit sich bei der BNetzA zu melden, andernfalls gibt es halt gar kein Geld, nicht einmal mehr Marktwert. Und das auch für alte Anlagen!


    Wie dem auch sei, wenn solche gravierenden Fehler schon größeren VNB passieren, möchte ich eigentlich gar nicht wissen, was da sonst noch so alles schlummert.

    Tell me moooooooore...