Kaufempfehlung Speichersystem

  • ein Hallo an die Fachleute,


    ich plane einen Hausbau für Q3/2016. Mindestens das Süddach möchte ich vollflächig mit PV belegen - das Dach wird an die Modulfläche angepasst und es sind 70Module à 260Wp = 18,2kWp. Das Haus wird sehr wahrscheinlich mittels Wärmepumpe beheizt (Passivhaus 40+), hat also einen geringen Wärmeenergiebedarf.
    Der Strombedarf eines modernen Hauses ist ja auch bescheiden. Zudem habe ich ein Elektroauto (Zweitwagen - Zoe Kapazität 23kWh) das geladen werden könnte ... aber im Schnitt täglich nicht mehr als 3kWh weden da auch nicht verfahren
    So stellt sich die Frage, wohin mit dem Strom im Sommer und reicht er im Winter?


    Ich habe mal vorrausschauend den Antrag kfw275 gestellt ohne jedoch im Klaren zu sein, welche Anschaffung ich nun genau tätige, was die Speicherung betrifft. Es tummeln sich so viele Hersteller symphatisch sind mir die integrierten Lösungen von SMA und E2/DC... ohne jetzt zu wissen ob die auf meine Konfiguration passen oder ob das eine ölonomische Lösung darstellt. Mit welchem System oder Systemkombination würdet ihr wechselrichten und speichern und monitoren, gemäß den Auflagen der kfw275? Gibt es irgendein System, welches in der Pipeline ist und ggf interessant ist? Tesla ist nur ein Speicher der mit einem WR und einem Monitoring- und SmartGrid-System kombiniert werden müsst - oder?


    Danke für Eure Hilfe.

  • Moin,


    Dir ist schon klar, dass Du bei > 10 kWp auf Deinen EV EEG Umlage bezahlen musst?


    Da Du ja erst in Q3 baust, hast ja alle Zeit der Welt, auf die TESLA Powerwall zu warten :D . Erste Auslieferungen sind ja für Q1/2016 angekündigt.
    Im Winter reicht der Speicher definitiv nicht, wenn Du den auf optimales Preis-/Leistungsverhältnis auslegst.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Ja, mir ist bekannt, dass ich Umlage zahlen muss. Ich habe allerdings nicht gesagt, daß ich mehr als 10kWp beantragt habe. ;-) Aber ich zahle doch lieber 2 Cent Umlage und nutze mein komplettes Dach, und habe damit 80% mehr Stromproduktion.
    Die Umlage ist mir also egal. Der Focus liegt im ökologischen, nicht im ökonomischen. Jedoch bin ich an einer stimmigen Lösung interessiert.
    Die Tesla Powerwall ist nichts weiter als eine Batterie - oder täusche ich mich? Meine Frage zielte auf ein Gesamtsystem wie angegeben. Bitte um hilfreiche Hinweise hierzu.


    lt. meinen Berechnungen, und meinen Erfahrungen mit meinen 14kWp in meinem aktuellen Haus, könnte der produzierte Strom reichen, wenn er ausreichend gepuffert wird um z.B. 3 Tage mit Schnee auf den Modulen zu puffern.
    Es steht auch noch ein weiteres Dach mit 18kW zur Verfügung das vollflächig mit PV belegt wird. Das bedeutet lt meinen Berechnungen und Erfahrungen am düstersten Wintertag immer noch eine Tagesproduktion von mind. 8kWh und falls am kürzesten Tag auch manchmal die Sonne scheint können mind. 25kWh produziert und geladen werden.
    Aber selbst die Hälfte des düstersten Wintertages sollte doch reichen... wer braucht denn schon mehr als 4kWh/Tag?
    Und wenn 3 Tage gepuffert werden soll, braucht es einen Speicher mit 12kWh Nutzkapazität - richtig?


    Nochmal die Frage: Was ist hierfür ein gutes, aktuelles oder in Kürze verfügbares System mit gutem Preis-Leistungsverhältnis?

    Einmal editiert, zuletzt von bellamuc ()

  • Zitat von bellamuc

    Ich habe allerdings nicht gesagt, daß ich mehr als 10kWp beantragt habe.


    Ich denke schon, vlt. nicht "beantragt" aber zumindest geplant:


    Zitat von bellamuc

    Mindestens das Süddach möchte ich vollflächig mit PV belegen - das Dach wird an die Modulfläche angepasst und es sind 70Module à 260Wp = 18,2kWp.


    Und genau darauf bezog sich Martins Frage:

    Zitat

    Dir ist schon klar, dass Du bei > 10 kWp auf Deinen EV EEG Umlage bezahlen musst?


    Zitat von bellamuc

    Nochmal die Frage: Was ist hierfür ein gutes, aktuelles oder in Kürze verfügbares System mit gutem Preis-Leistungsverhältnis?


    Nach meiner Ansicht gibt es sowas noch nicht.... :?

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • smoker59. Wenn Du keines kennst, dann beantwortet das nicht meine Problemstellung. Bitte dann anderen Fachleuten den vortritt lassen, die mit Systemen oder Erfahrungen dienen können. Ich möchte hier keine Aufzählung was es nicht gibt. Und jeder hat eine andere Grenze was ökonomisch vertretbar ist. Mitr gehts um das System mit dem besten P/L Verhältnis. Da es bereits Systeme gibt, gibt es auch eines mit dem besten P/L Verhältnis. Ich freue mich auf zielführende Hinweise hierzu. Danke.

  • Die Antwort ist halt: Das beste Preis/Leistungsverhältnis hast Du ohne Speicher. Punkt.
    Und wenn Du hier Angebote bekommst, dann rechne selber nach, weil leider habe ich hier im Forum Rechnungen gefunden die oft primär darauf getrimmt waren ein recht positives P/L-Verhältnis vorzugaukeln was dann aber leider nichts mehrm it der Realität zu tun hatte.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • der beste Speicher ist, den Strom im Sommer zu verkaufen, und im Winter zurück zu kaufen.
    Dieser Speicher kostet nix in der Anschaffung, benötigt kein Platz, verursacht auch keine Wartungskosten etc, und du bekommst 20 Jahre Garantie.
    Einfacher gehts nun wirklich nicht.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von bellamuc

    smoker59. Wenn Du keines kennst, dann beantwortet das nicht meine Problemstellung.


    OK, dann eben anders:
    Der Speicher mit dem aktuell besten Preis/Leistungsverhältniss ist das Netz, vor allem bei einem täglichen Energiebedarf von nicht mehr als 4kWh pro Tag. Alles Andere am Markt ist teurer und ineffizienter.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • 18KWp geplant ... auf einem Süddach ... da würde ich den KfW Speicherantrag mal sofort verbrennen.
    Mit gefördertem Speicher musst Du auf 60-hart/-weich runter. Auch RSE darfst Du nicht mehr setzen.
    Das kann bei einem Süddach mit 18KWp schon schmerzen.


    Welche Dachneigung hat das Süddach?


    Ihr werdet keinen Gasanschluss haben, aber ein Stromanschluss als Backup und zur Einspeisung wird da sein bei 18KWp auf dem Dach.


    Autarkie im tiefsten Winter würde ich da nicht unbedingt als Ziel haben, was mit WP im Haus für Heizung und WW ohnehin recht aussichtslos ist, oder gibt es eine 2. Wärmequelle wie Heizkamin?


    Ich würde die Förderung sausen lassen ... einen Bogen um Lionen Speicher machen (einfach viel zu teuer und für Deine Anforderungen mit hoher Speicherkapazität eine einzige Sünde) und einen 10-20KWh nutzbar Bleispeicher z.B. mit einem SMA SunnyIsland koppeln. Also beim Bau auf einen Raum mit Entlüftung nach außen für die Bleibank achten. Der Speicherexpedde bin ich aber nicht.


    PS.: Ich denke der TS hat in seiner Betrachtung die WP für Heizung und WW vergessen; die alleine dürfte 4KWh am Tag weg ziehen nur für WW bei COP 2,5, sofern das kein Singlehaus wird.


    PPS.: Und ich würde bei 40*250Wp oder 38*260Wp den Deckel drauf machen und lieber in einem Jahr nochmal bauen ... bis dahin dürfte die Vergütung eher steigen, als fallen ... oder auch einfach fast gleich bleiben.

    7 KWp PV an 5 KVA Hybrid WR speisen einen 10 KWh Speicher

    Plusenergiehaus mit Panasaonic Aquarea Monoblock 5KW, kein WP Zähler


    Verkaufe:

    SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0

    ... bei Interesse einfach melden!

  • Zitat von bellamuc


    Die Tesla Powerwall ist nichts weiter als eine Batterie - oder täusche ich mich? Meine Frage zielte auf ein Gesamtsystem wie angegeben. Bitte um hilfreiche Hinweise hierzu.


    Ja da täuscht du dich. Ist schon etwas mehr.
    Allg. gibt es dazu noch recht wenige Infos. Alles mehr oder weniger hörensagen ....
    Im allgemeinen wirst du den im Komplettpaket mit Wechselrichter etc. kaufen müssen.
    Und ob er wirklich nächstes Jahr zur Verfügung steht kann man nicht wissen.
    IMHO wird das aber kein Paukenschlag was den Preis zu bisherigen Systemen extrem nach unten treibt.
    Beworben wird halt nur die Powerwall aber nicht was man noch alles dazu braucht