Neubau EFH KfW55 mit WP - PV-Planung

  • Hallo,


    ich lese schon eine Weile interessiert hier mit und hoffe auf Input zu unserem konkreten Vorhaben.


    Wir werden im September 2016 ein Schwörer KfW55 Haus bauen und möchten eine PV-Anlage aufs Dach packen.
    Hier einige Fakten:


    • 30° Dachneigung
    • -15° Südausrichtung
    • 13m x 6,35m Dachfläche (siehe Plan)
    • LLWP für Heizung und LWWP für Brauchwasser
    • Stromfresser wie WM, WT oder SM können Nachmittags laufen


    40 Module könnte man wohl aufs Dach packen. Meine Überlegung war ziemlich günstig die 10 kWp vollmachen. Evtl. geht das auch mit weniger Modulen effektiver. Was würde sich hier anbieten?


    MfG

  • Hallo Hooorny,


    herzlich willkommen im Forum. Da ich ein ähnliches EFH habe (LWP, gut gedämmt, PV Ost-West mit 11,32 kWp) und inzwischen erste IST-Daten vorliegen, kann ich berichten, dass die Erzeugung ungefähr den Verbrauch deckt. Da die Erzeugung und der Verbrauch leider zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden (i. W. Sommer/Winter), ist also der zu zahlende Betrag (monatlich ca. 30-50 EUR je nach Intensität des Winters) sozusagen ein Entgelt für die Puffer-/Speicher-Funktion des Stromnetzes. Aber mit 30-50 EUR im Monat das Haus beheizen, WW zu bereiten und den gesamten Normalstrom zu beziehen, damit bin ich sehr zufrieden!


    Bei der Anordnung der Module würde ich eventuell versuchen, die 4 Quermodule zu vermeiden, rein aus optischem Empfinden. 36x275 W ergäben 9,9 kWp, bei 40 Modulen könntest du auf 250 W runter, wobei ich nicht weiß, ob genau 10 kWp schon die Hürde reißen und es nur 9,99 sein dürften (dann also 245 W je Modul).


    Meine WP (Remko) hat eine Kopplung mit der PV-Anlage und versucht, vorrangig PV zu verbrauchen. Dann wird die Speicher-Temperatur um x Grad angehoben (einstellbar), wenn genug PV anliegt. Ist nett, aber bringt meiner Meinung nach weniger, als ich anfangs dachte.


    MfG

    11,32 kWp | 24x 255W Yingli mono (90°) | 20x 260W Yingli mono (-90°) | SMA SB 5000TL-21 | SMA SB 3000TL-21 | SHM

  • Die 40 Module müsste man wegen der Mischung von Quer- und Hochkantmontage auf Kreuzgestell montieren.
    Das kostet etwas mehr Material und Arbeit, ist aber mMn eine gute Investition.


    Dann könnte man mit 40*250Wp die 10KWp voll machen. Schwächere und günstigere Module sind heute nicht mehr zu bekommen. Alternativ nimmst Du 36*275Wp für knappe 10KWp, die man dann auch einlagig bauen könnte. Das Untergestellt ist damit einfacher und günstiger, die Module dürften etwas teurer sein, sind aber auch noch bezahlbar. Im Bereich von 290-300Wp Modulen werden die Preise unangenehm.


    Ich würde mir einfach mal beides Anbieten lassen und dann entscheiden in welche Richtung es weiter gehen soll.


    Wenn es Richtung 40 Module geht würde ich alles in quer bauen.
    6*7 und oben in der Mitte am Kamin 2 Module weg lassen.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat

    wobei ich nicht weiß, ob genau 10 kWp schon die Hürde reißen und es nur 9,99 sein dürften (dann also 245 W je Modul).


    10 kWp ist die Grenze... genau


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Danke für die ersten Infos!


    pvmdf: 30-50 EUR / Monat wären ein Traum, bin gespannt ;)


    seppelpeter: Auf die reine horizontale Ausrichtung bin ich gar nicht gekommen, sieht auf jedenfall gut aus :)



    So wie ich das bisher verstanden habe ist ein separater WP-Tarif für meine Konstellation nicht sinnvoll, da teurer und Eigenverbrauch für die WP nicht so einfach möglich?


    Welche Vorlaufzeiten für Angebote sind denn sinnvoll? Das Haus steht ja erst im September 2016, da ist es jetzt wahrscheinlich noch etwas früh ...


    MfG

  • Bei mir läuft alles über einen Tarif, damit WP, Haushalt und PV in einem Stromkreis sind (Eigenverbrauchsthema). Auch wegen der ansonsten doppelten Grundgebühr für zwei Stromanschlüsse erschien mir das sinnvoller.


    Bei mir beträgt das Verhältnis zwischen Haushalt und WP 42% zu 58% beim Stromverbrauch. Wenn man zwei Tarife hätte und sich entscheiden müsste, wo die PV-Anlage hinein soll, wäre das immer auch eine nachteilige Entscheidung gegen den anderen Kreis.


    Alle Module waagerecht schmeichelt meinen Augen auch mehr als die erste, gemischte Variante. :-)

    11,32 kWp | 24x 255W Yingli mono (90°) | 20x 260W Yingli mono (-90°) | SMA SB 5000TL-21 | SMA SB 3000TL-21 | SHM

  • Wird das Dach exakt 13m? Statt quer könnte man auch den Dachüberstand etwas vergrößeren und 13x3 legen.
    Wozu ist der Kamin da?
    September ist Einzug? Dann hast du sicher schon im Frühsommer das Dach drauf und bis dahin ist es gar nicht mehr so lang hin. Dann kannst du mit PV schon die Bautrocknung unterstützen ;)
    Warum so früh? Es steht wohl eine Änderung des EEG an - bis 10kWp wird sich wohl kaum etwas ändern, aber wer weiß das schon, was den Politikern udn ihren Beratern noch einfällt :( Auf jeden Fall solltest du das auch im Blick haben, das Forum ist da im Allgemeinen gut informiert ;)

  • Stichwort: Bautrocknung


    Die LWP war für die Estrichtrocknung eine wahre Stromheizung. Die dort über Wochen geforderten Vorlauftemperaturen waren nur mit dem Heizstab erreichbar, also nahezu rein elektrisch. Wenn da die PV schon bereit wäre, würde sich das sicher bemerkbar machen. "Nur" deshalb würde ich zwar den Plan nicht über den Haufen schmeißen, aber wenn es ginge, könnte man es in Angriff nehmen. Bei mir wurde das Gerüst der Dachdecker gleich für den PV-Errichter mit genutzt.


    Auch daran denken, falls die Anlage erst später kommt, alle Verkabelungen Richtung Dach vorzusehen, die/den Wechselrichter im Keller/Anschlussraum platzmäßig zu berücksichtigen usw. WR brauchen auch bestimmte Abstände zu anderen Geräten, sonst stört's (war zumindest bei mir so, Heizung verlangte gewissen Abstand vom WR).

    11,32 kWp | 24x 255W Yingli mono (90°) | 20x 260W Yingli mono (-90°) | SMA SB 5000TL-21 | SMA SB 3000TL-21 | SHM

  • Zitat von pvmdf

    Die LWP war für die Estrichtrocknung eine wahre Stromheizung. Die dort über Wochen geforderten Vorlauftemperaturen waren nur mit dem Heizstab erreichbar, also nahezu rein elektrisch.


    Warum so hohe VL Temperaturen :?: Mehr als 35° braucht es hier doch nicht :roll:


    Würde einen Estrich nie mit viel höherer Temperatur beim Trocknen beaufschlagen,
    wie er später beim Heizen auch zu vertragen hat.


    Wenn durch die höheren Temperaturen später "Luft" zwischen Rohr und Estrich ist, merkt man es nicht wirklich,
    hat aber eine deutlich schlechtere Wärmeübertragung in den Estrich.


    Heutzutage gibt man dem Estrich viel zu wenig Zeit zum Trocknen...
    (früher hatte man den Bau einen Winter stehen lassen, hatte seinen Grund)


    ..aber egal, der Bauherr ist ja der Leidtragende und weiß es i.d.R noch nicht einmal :roll:

    54 Conergy PowerPlus 230Watt
    WR Conergy IPG S 3,4,5
    SolarLog 1000
    S0/DN30 (10/2011)

  • Wie lang ist denn deine Dachschräge ? Das sollten ja mehr als 6 m sein ?
    Sitzt der Kamin auf dem First ? Ist der dann 40 * 40 ?
    Man könnte dann auch noch eine Auslegung mit großen Modulen machen.....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !