Photovoltaik ein Verlustgeschäft?

  • Hallo liebe Photovoltaikforum-User,


    ich wollte mal eine generelle Frage stellen: Lohnt sich Photovoltaik überhaupt noch?
    Meine Rechnung:


    Gesamtleistung:10kwp
    Kosten nur für Material und Montage (mindestens): 13.000 Euro (wahrscheinlich sogar mehr)
    Einnahmen pro Jahr (ungefähr): 1000 Euro (Einspeisevergütung+Selbstverbrauchsgewinn)


    13.000/1000= 13 Jahre -> erst nach 13 Jahren im SUPER-BEST-CASE-SZENARIO abbezahlt.


    Dazu kommen aber noch folgende Nebenkosten:


    + Versicherungskosten
    + Reingungskosten
    + Wartungskosten (durch Fachmann)
    + leichte Abnahme der Leistung, d.h. weniger Einspeisevergütung oder Selbstverbrauchsgewinn
    + Reperatur-/Ersatzkosten (nach Garantie)
    (+ Kreditzinsen, falls finanziert durch Kredit)
    + für den Solaranlagen-Besitzer negative Gesetzesänderungen
    + Sonstige Kosten, die mir als Laie gerade nicht einfallen



    MEIN BISHERIGES FAZIT:
    Selbst ohne die ganzen Nebenkosten und dem günstigen Angebot von 13.000Euro für 10 kwp für Material und Montage, hat man falls die Anlage komplett ohne Kredit finanziert ist, seine Investitionsschulden erst in frühestens 13 Jahren beglichen.
    Stellt euch das nochmal gerade intensiver vor: Nach 13 Jahren und im SUPER-DUPER-BEST-CASE-SZENARIO habt ihr NUR eure "Schulden" abbezahlt.
    Nimmt man jetzt noch Nebenkosten und den wahrscheinlich sehr viel niedrigeren zukünftigen Strompreis dazu, muss man aufpassen, dass man nach den 20 Jahren nicht Verlust macht....


    Deshalb sehe ich derzeit die Photovoltaik eher als Verlustgeschäft und nur für extreme Naturliebhaber geeignet, die auch 30.000 Euro zahlen würden...nur um das Weltklima zu retten...Öko-Freaks halt.



    ANDERE MEINUNG?
    ODER ZUSTIMMUNG?
    ICH FREUE MICH ÜBER JEDEN KOMMENTAR : )

  • Marcell245,
    lass die Finger davon! Die EEG-Novelle von Aug. 2014 ist eigentlich das Ende der Energiewende" in "D"!
    12,xxCent/kWh als "Vergütung" , dann noch das Finanzamt (bist ja nun"Unternehmer") und was Du nach AR 4105 zu installieren hast.... frag Deinen zuständigen, vom VNB zugelassenen Fachbetrieb nach einem "Angebot".....dann reden wir weiter-...
    für ein Feedback wären wir dankbar....
    Stromdachs

  • Zitat von marcel245

    Deshalb sehe ich derzeit die Photovoltaik eher als Verlustgeschäft und nur für extreme Naturliebhaber geeignet, die auch 30.000 Euro zahlen würden...nur um das Weltklima zu retten...Öko-Freaks halt.


    zu zu diesem schluss kommt auch dieser ts:
    http://www.photovoltaikforum.c…he-pv-anlage-t110190.html
    :juggle:
    :roll:

    sonnige gruesse aus THAILAND,
    towa


    1. Off-Grid SMA SMC6000TL + SMA Island 6.0 - Lifepo4 48V, 320Ah - 6.5 kWp (NOTC)
    2. Off-Grid PIP2424MSX - 2.0 kWp (NOTC) - Lifepo4 25V, 400Ah

  • Zitat von marcel245

    und den wahrscheinlich sehr viel niedrigeren zukünftigen Strompreis


    Dann wird's in der Tat eng... :?


    Mein Szenario für die nächsten 20 Jahre ist eher japanisch (Zins und allgemeine Inflation sowie Strompreissteigerung nahe Null). Damit kann man m.E. PV durchaus noch als Kapitalanlage rechtfertigen. Mehr als ca. 1200 €/kWp schlüsselfertig sollte die Anlage aber nicht kosten und viel schiefgehen darf auch nicht.

  • Zitat von marcel245

    Deshalb sehe ich derzeit die Photovoltaik eher als Verlustgeschäft


    Und wie kann ich solche kleinen Summen besser investieren/anlegen damit es mehr wird und nicht von der Politmafia eingezogen wird?


    Vorschläge werden erwartet.


    Bei PV habe ich einen materiellen Gegenwert den keine Inflation und kein Börsen/Bankencrash interessiert. und bei solchen Summen ist das Spekulieren an der Börse riskant. Natürlich hat man bei PV nicht den Kick den man an der Börse erleben kann, aber normalerweise auch nicht den Katzenjammer.


    Ich lass mich aber gerne eines besseren belehren.


    Django


  • Du weißt schon, dass die Regierung einfach ein Gesetz ändern oder erlassen kann, womit du deine PV-Anlage noch länger abbezahlen musst, sodass dein Verlust noch größer wird? Wenn du dich von der "Politmafia" schützen wollen hättest, wärst du nicht auf sowas Dummes gekommen....


    Und zu den Vorschlägen, hier ist einer:
    15.000 Euro anstatt in die PV-Anlage, ganz normal auf durchschnittlich 2% über die 20 Jahre anlegen, die du gebraucht hättest um deinen Verlust zu kompensieren.
    Gewinn für dich: 15.000*1,02^20= 22.290-15000= 7290 Euro -> Ich hab da schon 7290 Euro Gewinn und du hast da gerade mal deine Schulden/Verlust abbezahlt...wenn überhaupt...man weiß ja nicht wirklich, ob die auch so lange halten, wie immer versprochen wird.
    Zudem kann man hier erwähnen, dass man auch deutlich mehr als 2% pro Jahr bekommt, wenn man sich damit beschäftigt. Die 2% sind nur ein Beispielzinssatz bei einem sehr sicherem Investment....an keiner Börse versteht sich.


    Das größte Problem bei der PV-Anlage ist aber nicht, dass ein Gewinn verloren geht, sondern dass du wahrscheinlich nicht einmal irgendwann in der Lage sein wirst deinen Verlust zu kompensieren, also das reinzubekommen, was du reingesteckt hast.
    Daher ist es in jeder Hinsicht ein Verlustgeschäft. Aber du darfst mir gerne auch das Gegenteil beweisen : )

  • Ähhm... Warum gehst du nur von 1000€ Einnahmen aus?
    ist das ein Norddach?
    10kwp auf Süd sollte bspw. noch runde 1500€ bringen. Sogar als volleinspeiser wären es schon über 1100€.
    Der Eigenverbrauch gibt den Kicker.
    Und der Strompreis mag fallen, die netzkosten werden steigen. Ergo wird der endkunde kaum weniger bezahlen.


    Kurz: die Rechnung stimmt nicht.


    Die größte Rendite brächte übrigens eine sehr kleine Anlage mit nem modulewechselrichter ohne großartiges anschlussgedöhns.
    Da sind knapp 20% drin, leider nur auf kleinste zahlen.


    Also, ja, es lohnt sich noch....

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2 (Eigenanlage)

    2015: 500W an AeConversion 500-90 (Friends and Family)

    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo (Friends and Family)
    2019: 9,15 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel (Eigenanlage)

    2019: 50 kWp, mehrere Anlagen

    2020: 10 kWp Erweiterung Nord-Süd

    ELEKTROAUTO :love:

  • Du bist ja sehr schnell :D


    Was du festgestellt hast, ist ja nichts neues.


    .... daher muss zuerst mal ein Umdenken im Kopf erfolgen, denn die PV-Anlage als Renditeobjekt kannst vergessen.


    Warum also PV? Weil es eben aus einer anderen Sicht heraus sinnvoll ist. :D


    Folgendes einfaches Szenario:


    Max zahlt die nächsten 20 Jahre für sein Eigenheim Strom. Der monatliche Beitrag liegt hier z.B. bei 150 Euro, das wären also 36.000 Euro, welche "unwiederbringbar" weg wären (nicht weg, hat ja nur ein anderer).


    oder


    Max kauft sich eine PV-Anlage mit Speicher zur Eigenversorgung. Er kann die nächsten 20 Jahre 75% seiner Stromkosten vermeiden, das wären dann 27.000 Euro, welche Max nicht an den Energieversorger zahlen muss.


    Was ist nun besser? Wieviel spart Max nun? .... na die 27.000 Euro sind gespartes Geld, da dieses Geld Zuhause bleibt.


    Natürlich müssen hier bei dieser sehr einfachen Rechnung Variablen, wie Zins etc. und eine evtl. Strompreiserhöhung mit eingerechnet werden!


    ..... aber Max hat doch überhaupt keine Wahl, denn zahlen muss er sowieso!


    Angenommen, ich würde dir eine Eigenversorgungsanlage, kostenfrei bei Dir Zuhause installieren und wir würden eine Abmachung treffen, dass dieser Speicher nach 12 Jahren in dein Eigentum über geht und die zahlst nur den Betrag, welcher der Speicher einspart, also 75% deiner Stromkosten fliessen nicht mehr an den Energieversorger, sondern an mich, wäre das ein gutes Geschäft? .... zweifelsohne oder? :D


    Da ich aber keine Bank bin, kannst du das Geld zu Minizinsen selbst leihen oder? Denk mal nach, weg ist das Geld so und so


    ...also hier spielt der Eigentumsgedanke, also Kosten vermeiden, eine wesentliche Rolle und nicht das Renditedenken. Das nennt man dan nachhaltig denken und handeln :shock: .... wenn es nicht so wäre... warum dann ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen, mieten ist sowieso meist billiger, Wertsteigerungen sind ehr selten und die Reparaturkosten am Haus.... wow, das kann teuer werden :shock:


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!


  • Meine Anlage ist zwar erst im 5. Jahr, aber hat von deinen obigen Kosten (außer Kreditzinsen) noch nix gesehn :juggle:


    Wüsste auch jetzt auf Anhieb nix von negativen Gesetzesänderungen :roll: (die mich persönlich betreffen)

    54 Conergy PowerPlus 230Watt
    WR Conergy IPG S 3,4,5
    SolarLog 1000
    S0/DN30 (10/2011)

  • Ja hallo.Vic Raptor hat schon einige wesentliche Fakten genannt,dazu kommt noch die Inflationsrate,was ist denn der Euro noch wert.Wenn mann zur D-Mark vergleicht haben wir eine Inflatiosrate von 6-8% pro Jahr!!.Ich kann nur sagen marcell Du musst Dich beeilen die Bedingungen werden warscheinlich noch schlechter.Die Zeiten wo Geld ins Haus gebracht wird sind vorbei.Marcell,der Euro auf dem Dach ist immer noch mehr wert als auf der Bank.Gruss Bernd