PV Versicherung

  • Hallo,


    meine PV Anlage soll zusammen mit der Gebäudeversicherung gegen Feuer, Sturm, Hagel, ... etc. mit versichert werden.


    Es gibt wie ich gesehen habe noch spezielle PV Versicherungen.


    Machen diese innerhalb der Garantiezeit von WR und Modulen (also in der Regel die ersten 5 Jahre) überhaupt Sinn ?


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • Meiner Meinung nach ganz klar ja, hab ich zumindest gemacht. Die Garantie ist ja nicht auf die ganze Anlage und in der Gebäudeversicherung ist nicht alles enthalten. Es gibt hier aber auch einen aktuellen Thread wo das ganze grad auch wieder diskutiert wird (aktuell der unter deinem) http://www.photovoltaikforum.c…ig-sinnvoll--t110471.html


    Grüße
    E.

    9,88 kWp Winaico WSP-260M6 / Fronius Symo 7.0-3-M / Ost - West Anlage

  • Naja auf die Module hat man je nach Hersteller 10 Jahre Garantie, auf den WR + Datenlogger je nach Hersteller 5 Jahre ... was soll in dieser Zeit sonst noch groß passieren außer Elementarschäden (die sollten ja von der Gebäudeversicherung getragen werden) ?


    Die Frage ist ja was die Gebäudeversicherung nicht bezahlt bzw. wo der Vorteil der PV Versicherung (innerhalb der Garantiezeit) liegt ?


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • Zitat von Karle81

    Die Frage ist ja was die Gebäudeversicherung nicht bezahlt bzw. wo der Vorteil der PV Versicherung (innerhalb der Garantiezeit) liegt ?


    Hallo Karl,


    nur mal einige Stichpunkte (die es aber nicht alle bei jeder PV-Versicherung gibt):
    - schadensbedingte Arbeiten an Dächern und Fassaden
    - De- und Remontagekosten wegen Gebäudeschäden
    - Bruch der transparenten Moduloberflächen
    - Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit
    - Schadenssuchkosten
    - Sachen im Gefahrenbereich
    - Erdbeben-Klausel
    - Innere Unruhen- Klausel
    - Ertragsausfallentschädigung
    - Rückwirkungsschäden
    - Diebstahl
    - Schäden durch Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit oder Vorsatz Dritter
    - Ausführungsfehler
    - höhere Gewalt wie Sturm, Frost, Eisgang, Überschwemmung
    - Marderbisse
    -........

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Hallo Bento,
    bei der Gebäudeversicherung ist wohl jede anders.
    Ohne meine Police zur Hand zu haben denke ich ist bei mir zumindest Sturm, Diebstahl und Verzicht auf Einwand bei grober Fahrlässigkeit enthalten. :D

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Danke, das ist doch schon mal eine gute Liste die ich abprüfen kann wenn ich Angebote einhole. :danke:


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • Mal eine doofe Frage. Damals hat mir mein Berater gesagt, dass in meiner Haftpflicht auch solche Schäden mitabgedeckt werden, die mit meiner Photovoltaikanlage zusammen hängen könnten. Ist das falsch? Ich habe damals die wgb himmelblau abgeschlossen (paar Infos dazu gibts hier). Nur wenn ich das jetzt richtig verstehe, brauche ich eine gesondere Versicherung?!

  • Hallo Leute,


    um hier Einiges klar zu stellen:


    1) Haftpflicht zahlt immer nur für Schäden, die ein Dritter erlitten hat. Macht somit viel Sinn mit PV auf fremden Dächern! Weder der Eigentümer (Erster) noch der Versicherer (Zweiter) bekommt eine Entschädigung aus einer Haftpflicht


    2) Garantie: Welche Leistungen erbringt die Garantie. Zahlen die bei Schäden durch
    - Überspannung?
    - Hagelschlag?
    - Sturm?
    - Feuer ……..?
    Ich denke mal kaum


    Also kommt Ihr an eine PV-Versicherung (Einzelvertrag) direkt und indirekt (über das Gebäude) nicht vorbei.


    3) bei der Gebäudeversicherung müsst Ihr aufpassen. Da sind die Schäden genau definiert, welches Schadenrisiko getragen wird. Außerdem müsst Ihr aufpassen, dass die PV in der Berechnung des Versicherungswertes eindeutig erfasst und ausgewiesen ist. Nur allein das Paket „Erneuerbare Energien“ ist etwas zu kurz gesprungen!
    4) Eine reine PV-Versicherung ersetzt diverse zusätzliche Risiken, bis hin zum Energieverlust nach Schaden. Und für ein EFH kostet so ein Teil, je nach Anlagengröße, und vereinbarte Leistungen, zwischen 60 und 100€.


    Tipp: Mit einer selbständigen PV-Versicherung gibt es im Schadensfall weniger Probleme bei der Regulierung.


    Viel Erfolg!

  • Zitat von Assel+

    1) Haftpflicht zahlt immer nur für Schäden, die ein Dritter erlitten hat. Macht somit viel Sinn mit PV auf fremden Dächern! Weder der Eigentümer (Erster) noch der Versicherer (Zweiter) bekommt eine Entschädigung aus einer Haftpflicht


    Muss ich das jetzt verstehen?
    Wen meinst du mit Eigentümer; Dach oder PV-Anlage?
    Wie kommst du auf Versicherer? Ich kann mir jetzt überhaupt keinen Fall vorstellen, wo ein Versicherer Geld bekommt, also hättest du auch Obama oder Papst schreiben können. :wink: [/quote]

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)