2 Anlagen? oder nur eine Anlage?

  • Hallo Zusammen,


    ich habe eine blöden Fall in der Verwandschaft und wollte mal eure Meinung, euer Wissen oder eure Erfahrung dazu hören.


    Im Jahr 2009 hat sich ein Ehepaar eine 15kWp und eine 25kWp Anlage Planen lassen. Beide Anlagen wurden von der Bundesnetztargentur freigegeben.Jeder der Ehepartner hat eine Anlage in Auftrag gegeben. Die Anlagen wurden getrennt auf einem Wohnhaus und einem angebauten Landwirtschaftsgebäude instlliert. die Module sind den einzelnen Anagen zugeordnet, Wechselrichter sind auch den Anlagen fest zugeordnet, aber am Selben Ort montiert. Es gibt einen Zählerschrank mit 2 Zählern. es gibt einen Einspeisepunkt. Die Steuer und Abrechung wird auch getrennt gemacht. Jetzt kam ca. einem Jahr die EnBx um die Ecke und stellt fest es würde sich nur um eine Anlage handeln, die 30kWp überschreitet, daher müsste das Einspeißemanagement angewendet werden, eine Abschaltung von extern müsste ermöglicht werden. Wenn nicht eingerichtet wird wird die Vergütung eingestellt.
    Auf die Drohung und Versuche dies Abzuwenden wurde nachgegeben und ein Solarlog mit PMM installiert.


    Vor einigen Monaten kam nun die EnBx und stellte nun fest, es würde sich um eine Anlage handeln die über 30kWp hat und daher würde die Vergütung gekürzt auf den Satz für Anlagen über 30kWp. (Hat natürlich einen riesen einfluss auf die Finanzierung beider Anlagen)


    Das ganze geht nun seinen offiziellen Weg über Anwalt usw..


    Kennt jemand einen Ähnlichen Fall? Wie seht ihr das?

  • Ich würde mal sagen, auch 2009 galt schon die Regel, dass alle "Anlagen" die innerhalb eines Jahres installiert wurden und sich auf einem Grundstück befinden, eine EEG-Anlage sind.


    Sonst hätte man ja damals besser 5 Anlagen kleiner 10 kWp installieren können.


    Die exakten Paragraphen kommen bestimmt gleich noch... :-)


    Knut

    20.12.11: 11,28 kWp | 22 (-10°) + 26 (-100°) Q.PRO 235 | STP 10000TL-10

    26.03.12: 9,18 kWp | 18 (80°) + 18 (-100°) Q.PEAK 255 | STP 8000TL-10

    17.08.15: 5,72 kWp | 22 (80°) Q.PRO 260 | STP 5000TL-20

    alle DN 22°


    FTP-Hosting für Photovoltaikanlagen - self.Logger.solar

    API für Prognosedaten zur Solarproduktion - Forecast.Solar

  • Zitat von Fenix


    Vor einigen Monaten kam nun die EnBx und stellte nun fest, es würde sich um eine Anlage handeln die über 30kWp hat und daher würde die Vergütung gekürzt auf den Satz für Anlagen über 30kWp. (Hat natürlich einen riesen einfluss auf die Finanzierung beider Anlagen)


    Das ganze geht nun seinen offiziellen Weg über Anwalt usw..


    Kennt jemand einen Ähnlichen Fall? Wie seht ihr das?


    Moin,


    das könnt Ihr Euch sparen. 1 Grundstück - 1 Anlage. Ich habe in 2009 exakt dieses Problem auch gehabt. Somit 1 Anlage. Das ist so klar wie Klosbrühe :D
    Habe auch den RSE nachrüsten müssen.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Es sind 2 Verschiedene Grundstücke. Das Wirtschaftsgebäude hat eine eigene Flurstücksnummer oder wie das heisst. Das War damals auch schon wegen der Absatzbarkeit...

  • Zitat von Fenix

    Es gibt einen Zählerschrank mit 2 Zählern. es gibt einen Einspeisepunkt.


    Das ist der Knackpunkt. Spart Euch die RA Kosten. Meiner bescheidenen Meinung nach ein 'No Go'. Da bekommt EnBW - jetzt Netze BW - 100 % Recht.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • 2 unterschiedliche Flurstücke, unterschiedliche Betreiber/Inhaber, 2 unabhängige Genehmigungs- und Anmeldeverfahren, dann sind es doch wohl eindeutig 2 unabhängige Anlagen.
    Da darf man aber gespannt sein, wie die EnBx das weiter begründen will.
    Warum ist man denn überhaupt auf den Einwand der EnBw eingegangen???


    P.S.: Ich habe auch mit 2 Anlagen nur einen Einspeisepunkt.

    Mutig ist, wer Durchfall hat und trotzdem furzt.

  • Die EnBx drohte mit Einstellung der Vergütung wenn ich das richtig verstanden habe. Daher hat man vor ca. 1 Jahr das Powermanagement nach EEG 2012 eingeführt.


    der selbe Einspeisepunkt wurde gewählt, da das landwirtschaftliche gebäude keinen eigenen hat. es ist ebenfalls am Einspeisepunkt des Wohnhauses.
    Nebenbei hier sind auch beide Verbrauchszähler.

  • Weil auch schon 2009 im EEG https://www.clearingstelle-eeg.de/eeg2009 stand §19


    Es ist auch schon länger geklärt, daß Grundstück hier nicht Flurstück meint, es also zwecklos ist ein Flurstück aufzuteilen um die Regelungen zu umgehen. Rechtsmittel diesbezüglich haben imo (IANAL) keine Chance auf Erfolg.


    Wann genau ging die Anlage in Betrieb? Bis September (? - bitte nochmal nachsehen, die unterschiedlihen Versionen sind unter dem Link oben verfügabr) 2009 war RSE erst ab 100kWp erforderlich. Könnte aber sein, daß das später nachgerüstet werden mußte, da glaube ich denen, die damals schon im geschäft waren udn das miterlebt haben.

  • Ich muss mich mal schlau machen wann das datum der Inbetriebnahme war und ob es 2 Grundstücke oder Flurstücke sind.
    Dsa eine ist Privat und das andere ist Betrieblich.

  • Eigentumsverhältnisse sind völlig egal, "private" PV gibt es nicht, die sind immer gewerblich.
    Egal was, so wie du das beschreibst, ist es mindestens "in unmittelbarer räumlicher Nähe" und durch den gemeinsamen Netzverknüpfungspunkt ist es dann völlig ausgeschlossen, daß es zwei Anlagen sind.