Ist eine PV-Versicherung nötig/sinnvoll?

  • Ein Versicherungsunternehmen muss sich für den Unternehmer rentieren sonst geht es pleite. :idea:
    D.h. die Menge der Versicherungsnehmer müssen für die alle Schäden aufkommen sowie für die Gehälter der Versicherungsmitarbeiter und deren Bosse.


    Wenn ich nun regelmäßig selbst was zurücklege (z.B. den Versicherungsbeitrag) komme ich immer zu dem Schluss das diese Variante für mich die günstigste ist. Mein Restrisiko ist dabei das ich ggf. "etwas" aus eigener Tasche drauflegen muss aber damit auch nicht den Schaden anderer mitfinanziere.


    Ich überlasse es aber natürlich jeden wie er verfährt. :wink:

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Einmal editiert, zuletzt von Weidemann () aus folgendem Grund: Thema geteilt

  • Zitat von didimausi


    Wenn ich nun regelmäßig selbst was zurücklege (z.B. den Versicherungsbeitrag) komme ich immer zu dem Schluss das diese Variante für mich die günstigste ist. Mein Restrisiko ist dabei das ich ggf. "etwas" aus eigener Tasche drauflegen muss aber damit auch nicht den Schaden anderer mitfinanziere.


    Bei 'ner Klein Anlage zu heutigen Preisen sicherlich. Aber unter 60.000€ ging in 2007 eigentlich nichts für 'ne 10 kWp Anlage. Und da kann ich nur sagen: Frohes zurücklegen. Das wäre ein fataler Irrtum - und wenn Du Pech hast ein wirtschaftlicher Bankrott. Viele von uns haben durchaus größere Anlage im 6 stelligen Investitionsbereich - manche auch 7 stellig!


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Hallo didimausi,


    das sehe ich etwas anders.


    Nicht umsonst wird die normale private Haftpflichtversicherung als "Muss" angepriesen. Und zwar nicht deshalb, weil sie dann irgendwann mal die Blumenvase meiner Nachbarin bezahlen darf, sondern weil ich unter Umständen auch mal ein auf den Radweg laufendes Kind anfahren könnte, welches danach lebenslänglich auf einen Rollstuhl angewiesen sein könnte.
    Soll bedeuten: Eine Versicherung ist wichtig, wenn es darum geht, große finanzielle Risiken abzudecken, die mein Leben stark beeinträchtigen oder sogar ruinieren könnten. Alle anderen Versicherungen sind "nice to have", wenn man dadurch besser schlafen kann.


    Wenn ein Betreiber ohne Not den Verlust der kompletten PV-Anlage verkraften kann, dann könnte er sich die Anlagenversicherung sparen. Viele "Privatbetreiber" versichern sie für kleines Geld in der Wohngebäudeversicherung mit.
    Wer jedoch kreditfinanzierte größere Anlagen betreibt, der sollte tunlichst sicherstellen, dass ein Anlagenausfall (egal ob Ertragsausfall oder Anlagenabgang) versichert ist.


    Edit: Martin war schneller. :wink:

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Hallo Martin,
    jede Konstellation ist wie weiter oben von anderen schon beschrieben im Einzelfall zu betrachten.
    Und auch ich gehöre nicht zu den Glücklichen die 60.000€ aus der Portokasse entnehmen könnten.


    Trotzdem bin ich der Meinung das auch ein "richtiger" PV-Unternehmer die evtl. Reparaturkosten erwirtschaften kann/sollte (ich glaube das nennt sich Rücklagenbildung). Bis die Rücklagen aufgebaut sind greift z.B. die Gewährleistung. Dann wäre z.B. auch zu unterstellen das nicht immer gleich der Totalschaden vorliegen muss. Und erst dann stellt sich für mich die Frage wie diese Restrisikovorsorge zu gestalten wäre.


    Aber Du hast sicher Recht wenn ich eine Anlagenwert von 60.000€ für z.B. 100€ im Jahr absichern kann, kann man das eher ins Kalkül ziehen als wenn ich einen Anlagenwert von 6.000€ für 100€ im Jahr absichern müsste.


    P.S.: Mein WR hat z.B. eine Gratis-Garantie für 7 Jahre bis dahin sollte Ich genügend Rücklagen gebildet haben. :D

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • @didimaus: Die Versicherung deckt eben die komplette Anlage ab. Und wenn Du schon mal einen Komplettschaden z.B. wegen Blitzeinschlag hattest, weisst Du (ich) das zu schätzen :D
    Ein WR Ausfall ist fast immer Portokasse.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Zitat von didimausi

    Mein WR hat z.B. eine Gratis-Garantie für 7 Jahre bis dahin sollte Ich genügend Rücklagen gebildet haben. :D


    Und was machst du, wenn er sich wegen eines Blitzeinschlags in der Nähe (Überspannungsschaden) verabschiedet?
    Oder wenn er geklaut wird (o.k. ziehe ich zurück, da er wahrscheinlich bei dir im Keller hängt :wink: )?
    Oder wenn der Hersteller insolvent wird?


    Und was ist mit den sonstigen kleinen Schäden, die auftreten könnten (die Großen wolltest du ja ausklammern :shock: ):
    - Marderbisse
    - Dachundichtigkeiten
    - Sturmschäden
    - Stringausfall
    - ..............


    Legst du dafür auch Geld zurück?


    Aber wie gesagt: Wenn es nicht weh tut, kann man durchaus ohne Versicherung.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Willst Du damit sagen, dass Du jedes Jahr lieber etwas zurücklegst anstatt Deine PV Anlage zu versichern?


    Gesendet von meinem X5 mit Tapatalk

    7,35kWp ..2007....ANLAGE 1.Solarfun
    21,6kWp ..2009....ANLAGE 2.Trina
    5,32kWp ..2010 (Erweiterung von ANLAGE 2).Ch-Solar
    353kWp ...2010....ANLAGE 3.CSG PV-Tech
    37 kWp ....2011....ANLAGE 4.Hareon
    4,4 kWp ...2013 (Erweiterung von Anlage 4).Hanwha Solar

  • Hallo Martin,
    Hallo Bento,


    dieser Thread wurde weiter oben wiederbelebt durch die Aussage das eine PV-Versicherung ein MUSS ist.
    Das dies in jedem Einzelfall zu betrachten ist wurde dann mit PRO-Beispielen erläutert in weiteren Beiträgen.


    Nun wollte ich aber endlich auch mal das KONTRA liefern da ich nun mal keiner bin der alles versichert. Bin allerdings auch kein absoluter Verweigerer.


    Mit meiner privaten Kosten-Risiko-Analyse lande ich meistens bei NEIN-Danke, d.h Marderbiss müsste ich dann aus eigener Tasche bezahlen weil ich das Risiko als geringst betrachte. :mrgreen:



    Hallo Dewey,
    ja ich lege lieber etwas zurück, das dürfte aber auch leichter machbar sein für meine Mini-Anlage. Deine Anlage wirft aber vermutlich auch mehr ab, dann kann man sicher auch mehr zurücklegen. 8)

    Grüße
    Didi


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    Einmal editiert, zuletzt von didimausi ()

  • Das bedeutet, Du hast Deine PV Anlage nicht versichert?


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  • Hallo Dewey,
    ein Teil der Risiken ist über meine Hausratversicherung abgedeckt ansonsten habe ich für mich analysiert "brauche ich nicht".
    Bei 3,9kWp ist die evtl. Schadenssumme auch überschaubar.

    Grüße
    Didi


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