Wasserstoff als Energieträger

  • Sehr interessanter Ansatz um Wasserstoff langfristig und völlig ungefährlich lagern zu können!
    Diese Technologie wird sicher einen Teil des Speicherproblems der Erneuerbaren lösen!
    Ab min20 wird begonnen die lohc Technik zu erklären:


    https://youtu.be/Xr1UNCQHejc


    Ich finde die Idee Top!

  • Also, das hört sich mehr als vielversprechend an...!

    5,85kWp Aleo S16 195W - 1 x SB3000TL-21
    1,38kWp Talesun TP660P 230WP - 1 x SB4000TL-21

  • 2,1 KWh je Kg! das wird knapp!
    Die einzige wirkliche mobile Anwendung sehe ich bei Schiffen, Bahnen u.ä. beim PkW garantiert nicht.
    Als Stationäre Großspeicher wäre man mit 4,- € je kg und damit ca, 2,- € je kWh selbstverständlich weit vorne, zumal man alte Öltanks und ähnliches nutzen könnte. Da der Aspekt Sicherheit weit einfacher als bei Diesel/ Heizöl zu managen wäre, würde so etwas wirklich machbar sein 100.000 kg wären ja wahrscheinlich auch nur ca. 100.000 Liter aber damit käme man in einem Rechenzentrum o.ä. schon recht weit. Die Leistung des Reformers scheint mehr als ausreichend hoch (einfach und billig) zu sein (100KW)


    Die Herstellung und das 'Füllen' sind noch aufwendig! Das wäre aber insoweit bei den Anwendungen, die ich im Auge habe, gar kein Problem, da z..B ein Diesel mit 100 KW Leistung nicht überall machbar wäre (vor allem auch der Tank) .


    Es ist wirklich denkbar, das Länder wie Island u.ä. mit ihren 8.700 VLh EE damit eine echte Chance bekommen würden, als neue 'Wasserstoffbarone' aufzusteigen. In D. sehe ich überhaupt nicht, dass sich ein derartiges Fenster aufmacht, um kommerziell aus EE Überschuss Wasserstoff zu einen akzeptablen Preis herzustellen (also vor 2050 oder sogar weit später) .

  • 2,1kWh sind sehr sehr sehr viel! Li-Ionen Akku haben heute <0,2kWh/kg, also 1/10.
    Benzin liegt bei 9kWh/kg und Diesel bei 12. Bei einem durchschnittlichem Wirkungsgrad von ~25% werden davon aber nur 2-3kWh genutzt.
    Das LOHC Zeug liegt also fast im Bereich von heutigem Treibstoff.
    Das ähnelt ja im Prinzip heutiger Redox-Flow Batterien... Da liegen die Energiedichten bei 0,02-0,05 kWh/kg!



    Spätestens wenn die eine direkte Brennstoffzelle für LOHC entwickelt haben, ist das wohl der Treibstoff der Zukunft.

  • Meine Überlegungen gingen schon weiter, ohne das ich dies geschrieben habe, sorry !
    Es geht um die Logistik und den Einsatz im PkW, den der Prof. ja am intensivsten betrachtet hat.


    Und da wird man nicht hinkommen! Weil man noch einen Reformer braucht + eine Brennstoffzelle + einen Akku. und dann wird das System nicht nur absurd teuer sondern es wird auch nix mit den Gewicht.


    *Durch die geringe Nutzung eines PkW (Pendler ca.2h am Tag) durch die Betriebszustände (häufiges Starten hohe Lastwechsel)


    ca. 22.000 bis 25.000 kg Zuladung hat ein Tanklastzug, das sind 50 MWh Energieinhalt


    Das ganze schaut aber bei Bahnen und Schiffen schon deutlich besser aus, weil man hier in ganz andere Nutzzungszeiten, Leistungen etc. hineinstößt. Bei einem Fährschiff (z:B. Festland Spanien- Kanaren) wäre das heute sofort darzustellen. Man kommt da schon in (Produktion) Größenordnungen, die sicher Preise je Kg von 3,-€ helfen zu drücken.


    1kg H= 33 kWh = ca. 11 Cent! je kWh * besseren WG als Diesel schwups ist man drüber (Latte)


    In dem Fall (Beispiele sind einfach besser, als abstrakte Wissenschaften) kann man die benötigte Menge je Tag, je Woche und sogar Jahr relativ genau errechnen. Der Durchsatz (Nutzung) des teuren Trägerrmittels wäre gegeben. Und auf beiden Seiten gebe es EE im Überfluss, wenn man es denn wollte (PV und Wind)


    Der große Vorteil des System ist ja auch, dass der Reformer (Rückgewinnung des Wasserstoffs) sehr simpel und relativ leistungsstark ist (Leistungsgewicht) . Das macht es für e-Antriebe im MW Bereich (Dauerlast) schon überaus interessant.
    Da die effektive Energiedichte in etwa beim Diesel liegt und dies bei Schiffen ohnehin ein geringes Problem ist, sollte man einfach einen Feldversuch starten.


    So ein Funkmast ist selbstverständlich ich ein sehr anschauliches Projekt! Aber ob da diese Technologie wirklich ihren Vorteil ausspielen kann, wage ich mal anzuzweifeln, da diese mit einem Satz Akku und einem billigem Notdiesel genauso dazustellen wäre!


    Man muss in Anwendungen gehen, wo man 'einsam' ist und einen echten Vorteil bietet.



    *Es soll ja , so habe ich zumindest mal gehört, Inselgruppen geben, die jede Menge Wind und Sonne haben, aber gar kein Öl, keine Raffinerie, keine gute Logistik etc., die aber unglaublich auf den Schiffsverkehr und Strom angewiesen sind.

  • Dass die Technik was für Autos wird glaube ich nicht. Bis das in "49 Jahren Helmholz-Zeitraum" was wird kosten Akkus nur noch 'n Appel und 'n Ei.
    Was ich mich allerdings frage: Warum muss die Trägerflüssigkeit mit LWks transportiert werden? Wäre es nicht sinnvoller diese in Pipelines quer durchs Land zu transportieren? Kostenmäßig sollte das ja wohl kein Problem sein, wenn man sich das Gasnetz anschaut.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • Zitat von Dringi

    Was ich mich allerdings frage: Warum muss die Trägerflüssigkeit mit LWks transportiert werden? Wäre es nicht sinnvoller diese in Pipelines quer durchs Land zu transportieren? Kostenmäßig sollte das ja wohl kein Problem sein, wenn man sich das Gasnetz anschaut.


    Wie wird denn heute Benzin/Diesel von den Raffenerien an die Tankstellen verteilt und warum? Warum hat man Gasleitungen verbuddelt aber nicht Heizölleitungen?
    Gruß Matthias

    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
    5 kWp Solarworld / SMA

  • Es wäre relativ bescheuert eine Verteiler Netz zu errichten, wo man den Strom viel billiger und einfacher direkt zur richtige Stelle verbringen kann:


    Hafen und Rangierhof der Bahn!


    Das Zeug selbst ist zu zäh (Viskosität) um es durch lange Rohre transportieren zu können.


    In D. fährt eben jeder Auto und daher glauben alle, vom Depp bis zum Professor darum dreht sich die Welt!


    Aber diesen Instituten geht es auch nicht um Machbarkeit oder wirtschaftlichen Erfolg, sondern darum, möglichst lange ungestört vor sich hin forschen zu können. Da ist es doch prima, sich ein Ziel zu setzen, das vollkommen idiotisch ist, aber von den Geldgebern selbst nicht erkannt wird, weil die ja was sind? 70% Beamte und 30% Berufspolitiker.


    Wenn sich das angeblich jemals im PkW rechnen sollten, dann müsste es Morgen früh im Schiff und einem Zug schon eingebaut werden.


    Ist das wirklich so schwer verständlich?

  • Für Autos sehe ich das maximal als Range-Extender, aber da ist man mit Batterien eigentlich sehr gut aufgehoben.
    Aber für Landwirtschaft, Baugewerbe & Schiffahrt ist das ne alternative/Ergänzung zum Akku.
    Um Traktoren an nem harten Arbeitstag mit ner Batterie zu versorgen muss da noch einiges an Speicherdichte & Kosten passieren.
    Wenn in 16 Jahren meine PV Anlagen ausm EEG fallen, könnte ich mir durchaus vorstellen selbst meinen Diesel-Ersatzstoff herzustellen. Auch schon in den nächsten Jahren wenns verfügbare Technik (Erzeugung sowie E-Maschinen) gäbe und die Kosten ähnlich wie beim Diesel liegen.


    Auf jeden Fall gefällt mir das System wesentlich besser als PTG...