Steuerbescheid stimmt nicht überein

  • Hallo Community,


    dieses Jahr habe ich das erste Mal die Steuererklärung für unsere PV selbstständig (Elster) durchgeführt.
    Nach meiner Eingabe bei Elster kam ein Gewinn von 1€ heraus (durch Sonderabschreibung).
    Laut Rückantwort vom Finanzamt habe ich einen Verlust von 315€ erzielt.
    Durch diesen Verlust habe ich doch nur Vorteile (z.B. persönliche Steuerbescheinigung), oder?
    Die Sonderabschreibung wird das Finanzamt ja nicht willkürlich geändert haben.
    Soll ich beim Finanzamt nachfragen, wie dieser Verlust berechnet wurde oder keine schlafende Hunde wecken?


    Viele Grüße
    dodi

  • Seht da sowas wie "Sie haben vergessen gezahlte USt. ans FA als Ausgabe anzugeben"?

    20.12.11: 11,28 kWp | 22 (-10°) + 26 (-100°) Q.PRO 235 | STP 10000TL-10

    26.03.12: 9,18 kWp | 18 (80°) + 18 (-100°) Q.PEAK 255 | STP 8000TL-10

    17.08.15: 5,72 kWp | 22 (80°) Q.PRO 260 | STP 5000TL-20

    alle DN 22°


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    API für Prognosedaten zur Solarproduktion - Forecast.Solar

  • Zitat von KKoPV

    ..."Sie haben vergessen gezahlte USt. ans FA als Ausgabe anzugeben"?


    Es steht unter Erläuterungen nur:
    "Die im Jahr 2014 an das Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer wurde als Betriebsausgabe berücksichtigt."


    Aber ich glaube, du hast Recht:
    2014 bekam ich eine Vergütung (Brutto) von 1980,22€ (incl. der Dezembervergütung von 2014 vom 02.01.2015)
    --> Darin sind 316,16€ USt enthalten.
    Ich habe 2,05€ Gewinn angegeben.
    --> 316,16€ - 2,05€ = 314,11€
    --> Diese 314,11€ wurden mir als Verlust ausgewiesen.
    Es stimmt also, dass ich die Umsatzsteuer nicht als Verlust angegeben habe.


    Was ich aber noch überhaupt nicht verstehe: Ich habe diese 316,16€ nie aktiv ans Finanzamt bezahlt.
    Bis Ende 2014 hatte ich einen Geldeingang von 1980,22€. Laut bayernwerk spaltet sich dieser Betrag in 316,16€ USt und 1664,06€ netto.
    Wie kommt / kam dieses Geld ans Finanzamt?


    Grüße
    dodi

  • Zitat von dodi

    Wie kommt / kam dieses Geld ans Finanzamt?
    Grüße
    dodi


    Hast du keine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung gemacht?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Um auf die Eingangsfrage mal zu antworten:


    Solche Schlüsse ("kann doch nur von Vorteil sein") KÖNNEN trügerisch sein.
    "Hurra ich hab vom FA mehr Geld bekommen, als ich erwartet habe".... oder auch "Zu dem Berater geh ich nie wieder... das FA hat mir ja mehr Geld geschickt, als der ausgerechnet hatte"..... sind oftmals sehr tricky.


    Wie man auch hier sieht: Man muss der Ursache auf den Grund gehen.
    Wenn dann wirklich ein harmloses Fehlerchen in der Erklärung war, das von Amts wegen berichtigt wurde..... alles gut.
    Wenn die sich aber dran erinnert haben, dass sie ja die Gestellung von Anträgen anregen sollen... und dann übers Ziel hinaus geschossen sind.... kann das schon mal sein, dass das FA ein Bewertungswahlrecht für den Stpfl. ausgeübt hat, was der Stpfl. proaktiv gar nicht wollte.
    Vor vielen Jahren.. hinter den sieben Bergen.. da gab es mal sowas wie "Eigenheimzulage" oder 10e-Abschreibung oder (Gott bin ich alt geworden).. die 7b-Fälle. Da waren das beliebte teure Steuerfallen.



    Wenn der TO hier so gar keine Idee haben sollte, wie das FA die Kohle bekommen hat, hilft nur die Anforderung eines Kontoauszugs "über alle Steuerarten über alle offenen Jahre" bei der Finanzkasse. Oftmals stehen irgendwelche wirren Umbuchungen dahinter.
    Des Buchhalters liebstes Kind: Steuerguthaben aus dem auf den Papa angemeldeten Autos des Sohnes, nachdem das Auto abgemeldet wurde. Kann nur beim Einzelunternehmer passieren - aber das wäre ja für PV typisch.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von machtnix

    Hast du keine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung gemacht?


    Die Frage drängt sich geradezu auf!


    Von wann ist denn die Anlage? Älter als 2 Jahre?
    Hast du keine Umsatzsteuererklärung in 2015 für 2014 gemacht?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat von Bento


    Die Frage drängt sich geradezu auf!


    Von wann ist denn die Anlage? Älter als 2 Jahre?
    Hast du keine Umsatzsteuererklärung in 2015 für 2014 gemacht?


    Ja, darin liegt das Problem.


    Die Anlage ist seit 06/13 in Betrieb. Wir haben aber erst ab 11/14 die monatliche Vergütung + Rückerstattung (06/13 - 10/14) bekommen. Unsere Steuerberaterin hat die UStvoranmeldung bis 08/14 gemacht.
    Habe angenommen, dass sie es auch für 2015 übernommen hat... Das war wohl ein Trugschluss.
    Werde mich morgen ans Finanzamt melden und mir eine Schelte abholen... und wahrscheinlich ordentlch nachzahlen für 2014/15.


    Viele Grüße und danke für die "richtige Spur".
    dodi

  • Zitat von dodi

    Die Anlage ist seit 06/13 in Betrieb. Wir haben aber erst ab 11/14 die monatliche Vergütung + Rückerstattung (06/13 - 10/14) bekommen.


    Was ist denn da passiert? Wieso habt ihr 1,5 Jahre auf die EEG-Vergütung warten müssen?


    Wenn ihr erstmalig im Nov. 2014 EEG-Vergütung erhalten habt.........dann hatte euere Steuerberaterin bis August 2014 nur Nullmeldungen abgegeben oder wie muss man das verstehen?


    Die Regel wäre gewesen, dass ihr bis zum 31.12.2014 hättet monatliche USt.-Voranmeldungen machen müssen und danach von den Voranmeldungen befreit worden wäret. Ab 2015 müsstet ihr demnach eigentlich nur noch die USt.-Erklärungen machen. Habt ihr keine entsprechende Mitteilung vom Finanzamt erhalten?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat von kpr

    Vor vielen Jahren.. hinter den sieben Bergen.. da gab es mal sowas wie "Eigenheimzulage" oder 10e-Abschreibung oder (Gott bin ich alt geworden).. die 7b-Fälle. Da waren das beliebte teure Steuerfallen.


    Hilft nicht dem Fragesteller, deshalb nur kurz: Wieso teure Steuerfallen ? Ich hatte 7b, 10e und trotz "Objektverbrauch" noch die Eigenheimzulage ( durch Mitgliedschaft in einer geförderten Wohngenossenschaft ) mitgenommen. Wo lag mein Fehler ?

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von Bento


    Was ist denn da passiert? Wieso habt ihr 1,5 Jahre auf die EEG-Vergütung warten müssen?


    Wenn ihr erstmalig im Nov. 2014 EEG-Vergütung erhalten habt.........dann hatte euere Steuerberaterin bis August 2014 nur Nullmeldungen abgegeben oder wie muss man das verstehen?


    Die Regel wäre gewesen, dass ihr bis zum 31.12.2014 hättet monatliche USt.-Voranmeldungen machen müssen und danach von den Voranmeldungen befreit worden wäret. Ab 2015 müsstet ihr demnach eigentlich nur noch die USt.-Erklärungen machen. Habt ihr keine entsprechende Mitteilung vom Finanzamt erhalten?


    Jetzt wo du es sagst... habe zwei Briefe vom Finanzamt erhalten:
    1): Abrechnung von 2014 über Umsatzsteuer:
    abzurechnen: 358€
    bereits getilgt: 316€
    --> noch nachzuzahlen: 42€ (per Lastschrift)


    2): "... 2014 nicht mehr als 1000€ USt... ab 01.01.15 von USt.Voranmeldung befreit... nur noch USt-Jahreserklärung notwendig..."


    Damit bin ich schon wieder beruhigt...
    Was ich aber noch nicht verstehe: bis auf die 42€ Nachzahlung wurde von meiner Seite keine USt bisher bezahlt. Ist das Normal? In der USt.Jahreserklärung von 2014 habe ich die 316€ (ausgewiesen vom bayernwerk) bzw. 358€ (incl. EV) angegeben, obwohl ich diese nicht "aktiv" gezahlt habe, bzw. ohne dass Sie mir per Lastschrift abgezogen wurden.


    Kann es sein, dass das Finanzamt durch meine Angabe in der USt-Jahreserklärung glaubt, dass ich die USt bereits überwiesen habe?


    Grüße
    dodi