Beispiele Berechnung Steuer / Steuerrechner

  • Hallo,


    wir sind gerade auch am Überlegen uns eine PV Anlage mit Eigenverbrauch (aber ohne Speicher) aufs Dach machen zu lassen.


    Ich habe schon viel bezüglich Steuern gelesen, aber was mir noch fehlt wären griffige Beispiele wie die Steuerlast ermittelt wurde.


    Gibt es irgendwo Beispiele oder einen tauglichen Steuerrechner im Internet ?


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • Auf der Website vom BMF gibt es einen brauchbaren Steuerrechner.
    Geht aber auch mit jedem anderen.


    Die Gewinne aus einer PV halten sich zunächst mal in einem sehr überschaubaren Rahmen. Da sind keine nennenswerte Progressionseffekte zu befürchten.
    Du kannst also auch getrost mit dem Grenzsteuersatz aus dem letzten Steuerbescheid rechnen.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hallo Karl,
    hier ein Beispiel:
    https://www.pv-steuer.com/page…ien/dv-mit-verguetung.php


    (Die dort benutzte Einspeisevergütung musst Du aber heutzutage halbieren :( )

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)


  • Hallo,


    die Steuerlast ist doch Pienatz. Bei dem gesamten Steuerkram um ein PV Anlage kommt Freude. Hier im Forum wird alles erklärt und man hat die gesamte Palette im Angebot.


    Sonnige Grüße


    braunerbaer

  • Mag sein, dass es zu heutigen Konditionen nur noch "Peanuts" sind. Zumindest absolut betrachtet.


    Dennoch: Völlig richtig, wenn jemand ein Investment "nach Steuern" betrachtet.
    Mit ertragsteuerlichem Gewinn kann man nicht mal bei Aldi bezahlen. (Gut... und für ein paar Louboutins für die Angebetete reicht es heute nicht mehr... stimmt schon.)

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hallo,


    der ganze Steuerkram ist nicht sooooo kompliziert, aber auch nicht unbedingt einfach.
    Ich muss z.B. jedes Quartal einen Abschlag für Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Soli-Zuschlag Leisten, wie verbuche ich das am Jahresende? Ich habe 4 EÜR`s, die werden Umsatz- und Gewerbesteuermäßig zusammengefasst.
    Ich zahle für 13.5 kWp jetzt jährlich etwa 1000.-€ Einkommenssteuer nach, da ich zuviel Gewinne mache, Anlagen sind beinah abgeschrieben.


    mfg

    4,44 kWp Mitsubishi PV AD 185 MF5, SMA SB 4000 TL-20, 234°SW WebBox
    4,0 kWp Renesola JC255M-24/Bb, ABB PVI 3.6 OUT, 234°SW WebLog Pro
    1,6 kWp YingLi Panda YL270C-30b, SMA SB 1.5, 54°NO SL300
    3,5 kWp Galaxy Energy GS250M, SMA SB 4000 TL-20, 144° SO SL1000

  • mir ist es eben wichtig mich VORHER zu informieren was auf einen zukommt ... selbst wenn es zumindest am Anfang nur sehr wenig Steuern sein werden weil bspw. Zinsen anfallen.


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • Zitat von Hellraiser

    Ich muss z.B. jedes Quartal einen Abschlag für Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Soli-Zuschlag Leisten, wie verbuche ich das am Jahresende?


    Gute Frage, ich nehme an dass das Finanzamt deine Vorauszahlungen automatisch von deiner Steuerschuld abzieht. Ich muss erst ab nächstem Jahr Vorauszahlungen leisten, hatte dafür aber eine heftige Nachforderung für 2014 und werde die wohl auch für 2015 erhalten. Die Vorauszahlungen 2016 werden vermutlich erst mit der ESt-Erklärung 2016 in 2017 verrechnet.


    Edit: Mir ist gerade eingefallen, dass ich 2007 bis 2009 auch schon Vorauszahlungen leisten musste. Die wurden automatisch mit der ESt-Schuld verrechnet. 2010 begann mit der Rente und neuen Investitionen ein neues Zeitalter für mich.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Einfach Antwort:


    Bei einer 4-III-Rechnung: GAR NICHT.
    Wesen einer 4-III-Rechnung ist ja gerade, dass keine Bücher geführt werden - und somit nichts gebucht werden kann.
    Die 4-III-Rechnung beschränkt sich auf das Auflisten der BE und BA.
    Die ESt- und Soli-Zahlungen sind keine BE oder BA.


    Die USt-Zahlungen werden halt auf die Betriebe aufgeteilt.


    Wenn Bücher geführt werden, wird die USt auch auf die anderen Unternehmen durchgestellt.(Verrechnungskonto)


    ESt- und Soli.. soweit man die überhaupt von einem betrieblichen Konto abbuchen lässt, gehen dann halt über Privatentnahmen /-einlagen ins Eigenkapital; und eben nicht durch die GuV.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von Karle81

    mir ist es eben wichtig mich VORHER zu informieren was auf einen zukommt ... selbst wenn es zumindest am Anfang nur sehr wenig Steuern sein werden weil bspw. Zinsen anfallen.


    Hauptposten auf der Ausgabenseite ist bei PV normalerweise die Abschreibung und die läuft wie die EEG-Vergütung 20 Jahre. Übers 21. Jahr und danach rede ich jetzt mal nicht, sollte einen dann die Steuer aufzufressen drohen, wird man vermutlich einfach die Anlage abschalten und rückbauen.
    Um mal eine Zahl zu nennen, wird man heute zwischen 15 und 30 Euro Gewinn pro kWp bei normalen, eigenfinanzierten Dachanlagen bis 10kWp auf dem privaten Hausdach haben. Weniger bis hin zum Verlust geht immer, bruacht man nur einen unversicherten Schadensfall haben, der auch kein Garantiefall ist oder man hat einfach teurer als nötig gekauft, weil einem die komplett schwarzen Module besser gefallen. Die 30 im Mittel zu übertreffen, dürfte schwierig sein, da muß man schon sehr günstig einkaufen und einen hohen Ertrag haben. Wenn man als teilwertvermutung für den selbst genutzten Strom die Einspeisevergütung ansetzt, ändert sich das auch nicht, egal ob man einspeist oder den Strom selbst nutzt.
    Ob, wie und wann man Sonderabschreibungen nutzt und was sie einem bringen, kann man nicht pauschal sagen, das hängt zu sehr von den individuellen Verhältnissen ab.
    Bei der Umsatzsteuer muß man bedenken, daß der Direktverbrauch so besteuert wird, als hätte man den Strom bei seinem Versorger gekauft. Man zahlt also die USt nicht an den Versorger sondern in gleicher Höhe ans Finanzamt. Sofern man sienen Gesamtverbrauch nicht verändert, ändert sich da also in Summe nichts.
    Daß man u.U. nach 5 Jahren zur KUR wechseln kann, lasse ich hier mal weg. Dadurch kann man dann auch noch die paar Euro jährlich sparen.