Neubau/Beratung; Auslegung PV, WP, ggfl. Speicher?

  • Hallo zusammen,


    :D ich lese mich hier schon seit einigen Wochen durch die Unterforen und verschiedene Threads. Vieles ist schon verständlicher geworden, an der ein oder anderen Stelle bin ich allerdings noch verwirrter als je zuvor :?
    Meine Anfrage passt wohl nicht unbedingt in diesen Bereich, aber auch nicht so wirklich in andere.


    Für den Neubau eines Einfamlienhauses setze ich mich aktuell mit verschiedenen Möglichkeiten auseinader.
    Auf Grund ausreichend vorhandener Fläche für einen Kollektor würde ich eine Sole Wärmepumpe bevorzugen (auch gibt es hierzu aktuell schöne Förderungen) und bin nun am überlegen ob es Sinn macht, mit entsprechend großer PV-Anlage + Speicher in Richtung Eigenbau/Blei zu gehen. Oder ob dies am Ende doch nur eine enorme Investition ist, um sich irgendetwas schön zu rechnen.


    Oder doch nur knapp 7kwp für etwas unterstützend zum Strombedarf?


    Vielleicht hat sich der ein oder andere in der Richtung schon einmal gedanken gemacht und kann mir hier bei der Entscheidungsfindung vielleicht den ein oder anderen Ratschlag geben?


    Danke & viele Grüße
    Marc

  • Hallo und Willkommen im Forum,
    das eine (7kWp EEG) tun und das andere (Halbinsel) nicht lassen, scheitert am Geld?
    Rentabler wird, Stand heute, die EEG-Anlage sein. Wenn du das know-how hast viel Eigenleistung in eine (Halb-)Insel zu stecken, kann sich die auch rechnen, wenn sie richtig ausgelegt ist. Dazu bräuchte man aber noch viel mehr Infos.
    Sollte deine Idee sein nennenswert die Heizung mit PV-Strom zu betreiben, vergiß beides. Ein ordentlich ausgelegtes Haus Baujahr 2016 braucht keien Heizung, wenn die PV nennenswert Strom liefert, auch nicht in der folgenden Nacht (und wenn, wäre es günstiger im Estrich zu speichern, bevor man über eine Batterie nachdenkt).

  • Bin Laie und nicht WP-Nutzer, aber mal mein Senf dazu, weil ich mich auch schon mehrfach mit der möglichen Nachfolgelösung für unsere Gastherme beschäftigt habe. Wir haben ca. 9.000-11.000 KWh Heizwärmebedarf auf 170m² beheizter Fläche für Heizung und WW für 4 Personen.


    Eine Sole WP ... Förderung hin oder her ... ist teurer und gerade im Neubau mit bester Dämmung und KWL nicht unbedingt rentabel. Die Heizkosten sind so niedrig, dass die Ersparnis über die etwas bessere JAZ die Kosten nicht aufwiegt. Dazu kommen Risiken bei der Sole-WP, die die LWP nicht hat.


    Der Speicher wird in der Heizperiode mit kleiner PV, egal ob die nun 7 oder 10KWp hat, nichts zu Speichern haben, da die WP das alles weg zieht. Als Speicher würde ich den Estrich ansehen; keinen Stromspeicher bauen, der im Jahr 3-5 Monate leer rum steht. Das rechnet sich nie.


    Wird das ein Süddach oder Ost/West?
    Mit WP im Haus würde ich die 10KWp favorisieren.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo & danke für die schnelle Antworten.


    Zitat von alterego

    das eine (7kWp EEG) tun und das andere (Halbinsel) nicht lassen, scheitert am Geld?


    die Frage ob es am Geld scheitert ist dann immer der Zusammenhang wie man den Rest vom Haus plant und was man für solche Dinge einplant.
    Jenachdem könnte durch passende süd/süd-ost Ausrichtung auch grundsätzlich 15-18 kwp an Solar auf´s Dach installiert werden.
    Bin wohl nur bei Sole WP gelandet, da der Kollektor nicht wirklich so teuer ist, da man diesen ohne großes Problem selbst verlegen könnte. ( so zumindest was ich vielen Seiten mittels google entnehmen konnte :) )


    Zitat von seppelpeter

    Mit WP im Haus würde ich die 10KWp favorisieren.


    Bin hier irgendwo über diese 7kwp gestolpert, da wohl dort ab 2017? wieder ein neuer Kostenfaktor auftreten wird mit den entsprechenden Messgeräten?


    Vielen Dank

  • Mal nee zwischenfrage. was meint ihr den mit estrichspeicher?wenn ihr damit meint den vorlauf der fbh hochzustellen dann zu schwitzen wo bleibt dann der komfort I'm haus?

  • (Ausreichend dicker) Estrich ist kein Kaminofen, wo die Wärme quasi sofort rauskommt, wenn du ein paar Scheite auflegst, eher wie ein Kachelofen, der die Wärme speichert und nach und nach abgibt. Das ist ja auch einer der Nachteile eienr FBH Baujahr 2016, schnell geht da gar nichts, weder wird der Raum schnell warm noch wird er schnell kalt. Da geht es um ein oder zwei Grad mehr tagsüber, da schwitzt noch keiner, reicht aber typisch bis zum nächsten Tag.
    Das braucht man auch in der Übergangszeit, sonst müßte man bei den heute typischen großen Südfenstern schon vor Mittag lüften oder verschatten, damit es einem nicht zu warm wird.

  • Zitat von neubau16


    Bin hier irgendwo über diese 7kwp gestolpert, da wohl dort ab 2017? wieder ein neuer Kostenfaktor auftreten wird mit den entsprechenden Messgeräten?


    Schon richtig:


    http://www.photovoltaikforum.c…ligenten-mes-t109825.html


    Also entweder bis 7 kWp bauen oder gleich die 10 kWp möglichst vollmachen. Wenn eine WP am normalen Haushaltsstrom mitbetrieben wird kann eine 10 kWp Anlage natürlich mehr dazu beitragen als eine 7 kWp Anlage und so die Mehrkosten, die das "Messystem" verursacht wieder halbwegs ausgleichen.


    Die sog. "intelligenten Messsysteme" werden aber voraussichtlich nach und nach überall eingebaut, insofern bleibt man auch bei 7 kWp nur um ein paar Jahre davon verschont.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von alterego

    (Ausreichend dicker) Estrich ist kein Kaminofen, wo die Wärme quasi sofort rauskommt, wenn du ein paar Scheite auflegst, eher wie ein Kachelofen, der die Wärme speichert und nach und nach abgibt. Das ist ja auch einer der Nachteile eienr FBH Baujahr 2016, schnell geht da gar nichts, weder wird der Raum schnell warm noch wird er schnell kalt. Da geht es um ein oder zwei Grad mehr tagsüber, da schwitzt noch keiner, reicht aber typisch bis zum nächsten Tag.
    Das braucht man auch in der Übergangszeit, sonst müßte man bei den heute typischen großen Südfenstern schon vor Mittag lüften oder verschatten, damit es einem nicht zu warm wird.


    Ich habe einen neubau aus 2014 und habe das mal versucht umzusetzen ohne erfolg.an einem tag wars mir zu warm am naechsten meiner frau zu kalt.ganz zu schweigen vom aufwand wer dreht schon gern jeden tag an der heiztemperatur rum. darum bin ich sehr froh ueber meinen 800 liter pufferspeicher. den ich zur kalten jahreszeit gerne mit dem wasserfuehrenden kamin fuelle.die lwp tut den rest des jahres ihren dienst unterstuezt von der 9.6 kwp pv anlage. jetzt erstes jahr und trocknungsphase rum und ich habe insgesamt 3700 kwh gebraucht fuer strom und heizung

  • Zitat von smoker59

    Also entweder bis 7 kWp bauen oder gleich die 10 kWp möglichst vollmachen. Wenn eine WP am normalen Haushaltsstrom mitbetrieben wird kann eine 10 kWp Anlage natürlich mehr dazu beitragen als eine 7 kWp Anlage und so die Mehrkosten, die das "Messystem" verursacht wieder halbwegs ausgleichen.


    Könnte man denn einfach auch eine 2. Anlage mit 10kwp auf einem Nachbargrundstück aufstellen? Entweder Freifläche oder auf´s z.B. Dach des Elternhaus ... mit anderer Flurnummer.
    Müsste man die dann auch dort einspeißen um nicht mit 10kwp +10kwp unter die EEG Umlage zu fallen? Oder könnte man dies einfach bei sich mit einspeißen?

  • Zitat von neubau16


    Könnte man denn einfach auch eine 2. Anlage mit 10kwp auf einem Nachbargrundstück aufstellen?


    Ja, könnte man....

    Zitat

    z.B. Dach des Elternhaus ... mit anderer Flurnummer.Müsste man die dann auch dort einspeißen um nicht mit 10kwp +10kwp unter die EEG Umlage zu fallen?


    das ginge....aber nur wenn man da dann auch einspeisst :idea:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59