Preis pro nutzbare KW/h

  • Tach


    Mich würde mal interessieren, was ihr so für eure Speicher bezahlt habt pro nutzbare KW/h, vorrangig die Preise von Anlagen, die Lithium nutzen.....
    Ich frage deshalb, weil ich ein Angebot bekommen habe, und es vergleichen möchte, und da die Förderung ja Ende diesen Jahres ausläuft,würde ich im Falle eines Falles diese noch mitnehmen wollen..
    Bitte keine Diskussionen starten bez. Wirtschaftlichkeit...mir gehts jetzt gerade mehr um den Idealismus ;-)


    Sind 1300 Euro zu teuer incl. Installation?

    1,76KW Insel mit 8XConergy 220 an PiP 4048 + Bleigel 20kw/h brutto
    9,945 KW (24X IBC 255VL auf -70, 15X IBC 255VL auf +110) an SMA STP8000TL
    seit 02.02.2016: Sunny Island 4.4M plus LG Resu 6.4 +1 erw. Modul..gesamt 8,6 KWh netto

  • Zitat von fighterkalle


    Bitte keine Diskussionen starten bez. Wirtschaftlichkeit...mir gehts jetzt gerade mehr um den Idealismus ;-)


    Sind 1300 Euro zu teuer incl. Installation?


    Was willst du jetzt hören?


    Mir wäre das erheblich zu viel, und du hast, nach Signatur, ja selbst eine Insel und weißt, zu welchen Preisen man bauen kann.
    Für förderfähige Systeme mit Li ist der Preis aber wohl realistisch (hängt natürlich auch von der Größe ab) und wird auch bezahlt.

  • Danke für deine Meinung..
    ja ne kleine Insel hab ich ja für den Pool, den Kühlschrsank im Gartenhaus und Teleanlage...


    Und ja, ich meinte ein förderfähiges System...da scheint mir der Preis Brutto incl. alles ganz ok bei 6KWh Nutzbar...
    LG 6,5 plus Sunny Island 4.4....

    1,76KW Insel mit 8XConergy 220 an PiP 4048 + Bleigel 20kw/h brutto
    9,945 KW (24X IBC 255VL auf -70, 15X IBC 255VL auf +110) an SMA STP8000TL
    seit 02.02.2016: Sunny Island 4.4M plus LG Resu 6.4 +1 erw. Modul..gesamt 8,6 KWh netto

  • Ich habe für Sony Li mit 9,6 kWh nutzbar + Sunny Island 4.4 auch in der Größenordnung bezahlt, natürlich VOR Abzug der Förderung.


    Falk

    8,1 kWp Süd-West mit großer Gaube
    30 x Trinasmart 270Wp, SMA STP 8000TL-20
    Sunny Island 4.4, Sony Fortelion 9,6 kWh

  • Zitat von fighterkalle

    Bitte keine Diskussionen starten bez. Wirtschaftlichkeit...mir gehts jetzt gerade mehr um den Idealismus ;-)
    Sind 1300 Euro zu teuer incl. Installation?


    Wenn es dir um Idealismus geht, dann suche besser irgendeine Hilfsorganisation, die versucht, PV in arme Regionen zu bringen und spende das Geld (nur so als Idee: http://www.barefootcollege.org/ ). Da ist der 'Klimahebel' mit Sicherheit sehr viel länger, als wenn man das Geld einem halsabschneiderischen Batteriehändler gibst. Wenn es allerdings als Hobby gedacht ist und eher weniger mit dem Klima zu tun hat, dann sind 1.300 Euro durchaus akzeptabel.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Guten Abend Fighterkalle,


    die Kosten für ein lithiumsystem liegn m.E. für Anfang 2016 an der Obergrenze mit 1300€ brutto für die NUTZBARE Speicherleistung. Es sollten inzwischen auf unter 1.200 gehen.
    Aus einem anderen Thread noch ein Hinweis:
    2) Speicher:


    Förderung = Mogelpackung: BSp. meine mögliche, nicht genommene! 2.400 € Förderung minus Ek-Steuer darauf minus 60% Abregelung=Einspeisekürzung ( > 120 € /a x 20 a = 2.400 €) = " hunderte Euros" draufzahlen ?
    Nicht wirklich, oder?
    Dies für alle, die gerade über Speicher-Fördernutzung nachdenken, die ist Augenwischerei und letztlich Käufertäuschung.
    Jede "Netto"-Berechnung ist eine Lüge.
    Der "Presumer" zahlt das dem Staat zurück.


    Die Förderung ist reine Herstelleranschubsubvention, mag für 2014/15, wohlwollend auch noch 2016 sinnreich sein, danach aber schnell weg damit - dann sinken die Speicherpreise dahin wo sie hin gehören , auf weniger als 1.000>800>600 €/kwh Systempreis, brutto versteht sich. LiFe-Akkus kosteten 2015 solo max. <=300 €/kwh für die Speicherhersteller, fast alle Hersteller kaufen die Akkus bei wenigen Produzenten in Fernost ein.
    Hinzugefügt wird beim Speicherhersteller einen Batt-WR und etwas BMS, macht (auf 10kwh) 900 €/kwh brutto max. (2015). Die Akku-Kosten werden alsbald für < 200 €/kwh erwartet. Herstellerangabe Batterietag NRW im November.


    Der Vollständigkeithalber zum Thema Steurn FINGERWEG von 100% Mwst-Rückholung!


    1) Steuer: Wer 100% USt von FA zurückholt, zahlt auf den Eigenverbrauch ohne Not USt. Jede Anlage darf gesplittet werden, daß bietet das FA auf dem Anmeldeformular an. Ich habe meine 45/55 geteilt und "nur" 45 % Mwst zurückbekommen.


    Dafür zahle ich auf den zu erwartenden Eigenverbrauch von mind. 4500 kwh/a keine Ust für Eigenentnahme - da diese nicht stattfindet! 4.500 x 20 Jahre = 90.000 x 0,05 € = 4.500 € > da würde ich die MWSt weit mehr als doppelt zurückzahlen.
    DER STAAT VERSCHENKT NICHT EINEN CENT!
    Die 55% sind für die Überschusseinspeisung als "Unternehmer", da leite ich nur die USt vom Netzbetrieber weiter, das interessiert mich also nicht.


    Beste Grüße
    Toepfer

  • Zur Frage was kostet die nutzbare kWh..... da kann man nur mit einer Gegenfrage antworten: "Was kostet der nutzbare Liter Kraftstoff im Kfz?"


    ... tja, beim Kfz ist die Frage ein bisschen einfacher, der Tank ist einfach herzustellen und die Peripherie, welche den Kraftstoff letztendlich dahin bringt, wo dieser Kraft erzeugt kostet auch nicht die Welt.


    Ein Gesamtsystem (Kfz) besteht nicht nur aus "Tank" sondern aus drei wesentlichen Komponenten.


    1. Der Tank (Energiebehälter)
    2. Der Krafterzeuger (Motor)
    3. Die Steuerung der Einzelkomponenten, Fahrwerk und Lenkung etc.


    genauso verhält es sich bei der Energieerzeugungsanlge (Akkuspeichertechnologie)


    1. Der Batteriespeicher mit DC oder AC Charger
    2. Der Kraftmaschine (Batteriewechselrichter)
    3. Die Steuerung welche letztendlich den Stromfluß steuert etc.


    Was kostet was?


    Die reinen Stückkosten ohne Lohnanteil beim einer Eigenversorgungsanlage kalkuliert ergibt sich folgende grobe Aufteilung:


    1. 35%
    2. 25%
    3. 25%


    Insgesamt kommen wir so auf 85% Stückkostenanteil (direkt zuordenbare Kosten) und 15% sonstige Kosten (nicht zurordenbare Kosten) inklusive Gewinn


    Wer das verstanden hat, wird bemerken, dass der Batterieanteil am Gesamtsystem nicht die große Rolle spielt, ausser man betriebt Augenwischerei und verkauft einen Speicher mit z.B. 5 kWh (Li) für 3.500 Euro (netto). Dann ist das so, als verkauft man ein Auto mit 50 Liter Tank, einen 15 PS Motor und eine Steuerung mit Lenkung aus den 70 igern. Das können wir auch. Das ist wirklich kein Problem. Das Problem entsteht dann, wenn die Anlage durch den Handel läuft und der Endkunde modernsten Lithium Schrott bei sich zu Hause stehen hat, dann geht das Gejammer los. Aber ich wollte doch....... :( und der böse Händler hat gesagt ...... :(


    Wer von niedrigen Preis a´la 1.000 Euro oder vielleicht sogar 800 Euro pro nutzbare kWh nutzbare Energie träumt soll am besten Bus fahren.


    Wir planen für den Zusammenbau eines Lithiumspeichers mit 5 kWh, z.b. den VIC-R...... 5.0 einen Tag Arbeit mit abschliessender Prüfung. Hier gehen schon mindestens 500 Euro Lohnkosten in die Preisfindung mit rein und da ist noch kein Verwaltungspersonal bezahlt, kein Gewinn eingefahren und kein müder Euro für die sonstigen Kosten bezahlt.


    Um einigermaßen Kostendecken zu arbeiten und um auch die Ersatzinvestitionen zu finanzieren, brauchen wir einen Brutto Rohgewinn 2 von mindestens 1.000 Euro für den VIC R...... 5.0. Dann möchte der Zwischenhändler auch noch etwas verdienen, sagen wir 1.000 Euro für alles inkl. Aufbau und Inbetriebnahme, dann sind das schon 2.000 Euro. Bei einem Speicher von 5 kWh wären das dann schon mal 400 Euro nur für die Lohn und sonstigen Kosten, da ist noch kein Material bezahlt.


    Wer also einen Tank mit superbilligen nutzbaren Speicher sucht, soll am besten mal am Schrottplatz schauen, dort kann man supergünstig Teile für nen Appel und ein Ei finden, bei uns nicht :D


    ... ach ja ich Jammer nicht :D sondern versuche hier mal einfach und verständlich zu erklären, warum es eine Energievorsgungsanlage "made in Germany" niemals billig geben wird und meine Erfahrung sagt, dass wollen unsere Kunden auch gar nicht :D daher gehts uns schuldenfrei (= sorgenfrei) gut 8)


    Viel Spaß

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • VIC-RAPTOR Deswegen ist es ja auch viel sinnvoller zentralere größere Speicher zu bauen.
    Wenn man beispielsweise eine 1 MW Zentralwechselrichterstation um alle Komponenten erweitert, die die Einbindung eines Speichers ermöglichen, ist mit 100000€ locker alles erledigt. Dazu wird dann nur noch der eigentliche Speicher benötigt, der dann in seiner Größe auch noch optimal an die Standortbedingungen angepasst werden kann. Bei der Installation entsteht nur die Verbindung zwischen Wechselrichterstation und Speicher als zusätzlicher Aufwand.
    Mit der Einführung von elektronischen Transformatoren entstehen neue mögliche Schnittstellen für Speicher mit überschaubarem Zusatzaufwand. Hier kann gleichzeitig Regelenergie bereitgestellt werden und die Tag- Nachtspeicherung realisiert werden. Damit steigt auch die mögliche jährliche Zyklenzahl erheblich. Durch die integrierende Wirkung des Gleichzeitigkeitsfaktors wird die Effizienz des Speichers für die einzelnen Abnehmer ebenfalls verbessert.
    Ergo, wenn sich Speicher rechnen sollen, gehören sie ins Mittelspannungsnetz, und nicht in den privaten Keller :!:

  • Zitat von wesozell

    VIC-RAPTOR Deswegen ist es ja auch viel sinnvoller zentralere größere Speicher zu bauen.
    Wenn man beispielsweise eine 1 MW Zentralwechselrichterstation um alle Komponenten erweitert, die die Einbindung eines Speichers ermöglichen, ist mit 100000€ locker alles erledigt. Dazu wird dann nur noch der eigentliche Speicher benötigt, der dann in seiner Größe auch noch optimal an die Standortbedingungen angepasst werden kann. Bei der Installation entsteht nur die Verbindung zwischen Wechselrichterstation und Speicher als zusätzlicher Aufwand.
    Mit der Einführung von elektronischen Transformatoren entstehen neue mögliche Schnittstellen für Speicher mit überschaubarem Zusatzaufwand. Hier kann gleichzeitig Regelenergie bereitgestellt werden und die Tag- Nachtspeicherung realisiert werden. Damit steigt auch die mögliche jährliche Zyklenzahl erheblich. Durch die integrierende Wirkung des Gleichzeitigkeitsfaktors wird die Effizienz des Speichers für die einzelnen Abnehmer ebenfalls verbessert.
    Ergo, wenn sich Speicher rechnen sollen, gehören sie ins Mittelspannungsnetz, und nicht in den privaten Keller :!:


    technisch gesehen ist einiges sinnvoller.....


    leider geht das einmal durch das komplette Politprogramm und was da raus kommt wissen wir und dann gilt eben nicht "Lebe gut, lache gut, mache deine Sache gut".


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Zitat von toepfer

    Förderung = Mogelpackung: BSp. meine mögliche, nicht genommene! 2.400 € Förderung minus Ek-Steuer darauf minus 60% Abregelung=Einspeisekürzung ( > 120 € /a x 20 a = 2.400 €) = " hunderte Euros" draufzahlen ?
    Nicht wirklich, oder?


    nein, nicht wirklich.


    Wie kommst Du auf die Idee, 120 Euro pro Jahr zu verlieren? Die 60% Kappung sollte Dir vielleicht 1-3% des Jahresertrags kosten, wenn Du ein strunzdummes oder überdeiemnsioniertes System hast.


    Zitat


    LiFe-Akkus kosteten 2015 solo max. <=300 €/kwh für die Speicherhersteller, fast alle Hersteller kaufen die Akkus bei wenigen Produzenten in Fernost ein.


    Die gerne zitierten chinesischen prismatischen LFP Zellen würde -ich- mir nicht kaufen, auch nicht für 300€/kWh


    Und aus mehr als nur den Zellen sollte so ein Speicher ja hoffentlich(!) schon noch bestehen.


    mfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp