Speicherverlust als Eigenverbrauch?

  • Hallo!


    Ich habe eine Frage zur Besteuerung des Eigenverbrauch.
    Ich betreibe ein Photovoltaikanalge (9,8 kwp) mit einem Speichersystem. Beides wurde zusammen 2013 errichtet und in Betrieb genommen.
    Der Speicher hat jährlich einen Verlust von ca. 500 kwh (Batterieladung - Batterieentladung = 500kwh).
    Gelten diese Verluste als privat verbrauchter Strom und müssen somit von mir versteuert werden?
    Falls nicht, kann man diesen Stromverlust bei der Gewinn- und Verlustrechnung auch irgendwo noch als negativkosten berücksichtigen? Die Anlage hat den Strom ja produziert und ich als Unternehmer konnte diesen weder gewinnbringend ins Stromnetz einspeisen noch tatsächlich als Privatperson nutzen.


    Ich hab leider nicht viel Ahnung von dem Thema und bei tel. Nachfrage im Finanzamt konnte mir auch niemand weiterhelfen.


    Gruß
    Frank

  • Versuch macht wie immer kluch.
    Du hast hier klar den Vorteil, dass es um Peanuts geht, und die Sachbearbeiter
    a) oftmals nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind
    b) keine / kaum Branchenkenntnis haben.
    Sowas darf man gerne ausnutzen.
    Muss nur so gemacht werden, dass man es nicht auf den ersten Blick sieht.


    Lautere Lehre: Der Verlust gehört dem privaten Bereich und muss versteuert werden.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • kpr zu widersprechen fällt mir schwer.

    Zitat von Eben1

    Die Anlage hat den Strom ja produziert ...


    Man könnte natürlich versuchen die PV und den Speicher als eines zu betrachten, wie das viele Verkäufer machen. Dann wäre der Strom von dieser "Gesamt"anlage gar nicht erst produziert worden.
    Aber du hast das ja genutzt um den Aufstellraum zu heizen ;)

  • Genau dieser Punkt ist bei Verkaufsgesprächen für Speicheranlagen oft alles entscheidend.
    Wenn der Interessent hört, das er (teilweise nicht unerhebliche) Speicherverluste hat, dann ist das schon hart.
    Wenn er hört, dass er auf diese Verluste auch noch Steuern abführen muss, dann wirds ganz bitter.


    DC-gekoppelte Speicher sind hier klar im Vorteil, weil das Ein- und Aus-Speichern ja vor den Zählwerken geschieht.

  • Ich seh da keinen unbedingten Widerspruch.
    Die Sichtweise mag falsch sein; aber vielleicht kriegt man es ja tatsächlich auf dem Papier so hin, dass dieser Strom erst gar nicht erscheint.
    Ich hab da im Detail keinen blassen Schimmer... aber die Speicherverluste (könnte ich mir vorstellen) sind nicht so gross, dass sowas auf den ersten Blick auffallen würde.
    Ein Erzeugungszähler ist doch gar nicht mehr vorgeschrieben. Andere Lösungen haben Ungenauigkeiten.
    Da bieten sich doch viele implizite Darstellungsspielräume.. die danach schreien genutzt zu werden.


    Da ist dann aber jeder selbst seines Glückes Schmied.

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  • Um jetzt das ganze noch verwirrender zu machen:


    Es steht im winter eine Wartungsladung an die mit netzstrom erledigt wird.


    Würde ja heißen ich muss auf den bezogenen netzstrom zum laden den batterie der dann wieder aus der batterie fließt nochmal steuern zahlen wegen eigenverbrauch.


    Das kann man nicht raus rechnen.


    Wie jetzt weiter verfahren?



    Gruß Matthias

  • um was gehts denn da?


    Ich hab da von Tuten und Blasen keine Ahnung..... aber wenn der Hersteller für den Betrieb eine solche Wartungsladung vorschreibt / empfiehlt... dann wirds ja eine Möglichkeit geben, den dafür benötigten Strom zu schätzen.
    Den dann einfach als Betriebsausgabe ansetzen.


    Alles kein Problem.

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  • Der batteriespeicher ist aber doch für die Erhöhung des eigenverbrauchs.
    Also ausschließlich private Nutzung.


    Somit keine betriebsausgaben. Oder?


    Bei den wartungsladungen kommt es ganz aufs wetter an mal wird der Sonnestro genutzt mal der strom aus dem netz, wenn die sonne nicht reicht oder scheint.



    Gruß Matthias

  • Begründung schief; Ergebnis schief - aber danke für den Tip; ich lag auch falsch.


    Nochmal von vorne:
    Da wird Strom vom EVU ("privat") bezogen - und in den (privaten) Speicher gepumpt.
    Dann wird der Speicher entladen - und ins Netz des VNB gepumpt; wie bei Einspeisung.
    Vermutlich wird diese eingespeiste Menge (die vom EVU gekauft und nicht mit der PV erzeugt wurde) vom VNB auch noch vergütet.


    Der Gewinn darf durch diesen (Gesamt)vorgang nicht beeinflusst werden.


    Fall a) Für die hierbei eingespeiste Strommenge wird keine Vergütung gewährt:
    Lösung: Alles gut, Die BE erhöhen sich nicht; die BA eh nicht. Es gibt nichts zu korrigieren. Die Kosten für den Strombezug sind keine BA


    Fall b) Für die eingespeiste Strommenge wird eine Vergütung vereinnahmt.
    In dem Fall würde ich eine Korrektur für erforderlich halten.
    Das könnte man durch Ansatz entsprechender BA erreichen;
    passender wäre aber wohl der Abzug eines Einlagenwertes - in Höhe der "zuviel" vereinnahmten Vergütung.


    Das ist aber schon alles ziemliche Haarspalterei.

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