geänderte Einspeisevergütung durch VNB

  • Hallo im Forum,


    ich habe eine Frage an "rechtsaffine" Leute hier im Forum:


    Ich habe eine 6kWp-Anlage, welche ich seit 27.04.2012 in Betrieb habe. Mein VNB hat mir die Vergütung bisher nach den Übergangssätzen für Anlagen, welche vor dem 24.02.2012 beim Netzbetreiber angemeldet wurden mit Eigenverbrauch berechnet. Nun erhielt ich am Wochenende einen Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, dass sie jetzt festgestellt haben, meine Anlage ist ja erst am 06.03.2012 bei ihnen vom Installateur angemeldet worden und mir wurde somit die Vergütung falsch berechnet. Ich bekam für die Jahre 213 und 2014 eine Rückrechnung der Vergütung (2012 wäre schon verjährt) auf den dann gültigen Satz von 19,50ct und natürlich ohne den Eigenverbrauch. Für 2015 werden die zu zahlenden Abschläge für Nov. und Dez. gestrichen und die Überzahlung darüber reduziert.


    Nun mag der VNB ja im Recht sein, wenn man sich das Meldedatum ansieht. Aber sieht jemand eine Chance, dagegen vorzugehen, und wenn es auch nur die Rückrechnung der Jahre 2013-2015 ist? Oder habe ich eben einfach Pech gehabt, dass das einem aufgefallen ist? :cry:


    Vielen Dank im Voraus für Eure Infos und Meinungen!

  • wann die Anlage "angemeldet" wurde, ist nicht relevant.
    Wann wurde die Anlage in Betrieb genommen?
    Welches Inbetriebnahmedatum wurde wann der Bundesnetzagentur gemeldet ?
    Wie ist die Inbetriebnahme erfolgt (Anlage montiert, Wechselrichter vorhanden) ?


    siehe dazu auch:
    http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?f=25&t=110242


    P.S. was verstehst du unter

    Zitat von Solar-Oli

    "rechtsaffine" Leute hier im Forum


    :?:
    Pegida?

  • Zitat von jodl


    Wann wurde die Anlage in Betrieb genommen?


    Steht doch da:

    Zitat von Solar-Oli

    ....welche ich seit 27.04.2012 in Betrieb habe.


    Also klarer Fall von "Pech gehabt", vermutlich eine der Anlagen bei der in der Lagerhalle des Solateurs die Glühlampe zum Einsatz kam weil das Dach noch nicht fertig war :wink:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • ja das vermute ich auch, allerdings finde ich daß die Angaben des TS da ein wenig wirr sind.
    deshalb meine Fragen zur tatsächlichen Inbetriebnahme

  • Zitat von jodl

    ja das vermute ich auch, allerdings finde ich daß die Angaben des TS da ein wenig wirr sind.
    deshalb meine Fragen zur tatsächlichen Inbetriebnahme


    Naja, ich hab einfach mal in den Angebotsthreat des TS vom 10.12.2011 geschaut, da steht was von:

    Zitat

    Dach wird im Frühjahr neu eingedeckt


    http://www.photovoltaikforum.c…wertu-t72419.html#p628551


    Das hat dann wohl mit der Fertigstellung des Daches nicht so richtig hingehauen :roll:
    Die Beratung damals war aber auch (bis auf den Beitrag von Sonnenfinsternis) nicht besonders gut :?

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Die Angaben des TS sind m. E. etwas verwirrend.
    Inbetriebnahme am 27.04.2012 auf welcher Basis? Einbau des Zweirichtungs-Zählers?
    Fertigmeldung vom Solarteuer am 06.03.2012 an den VNB, also schon Betriebsbereit?
    Genau diese beiden Daten sind der Knackpunkt in Bezug auf die Vergütung.
    Was gilt nun, und was ist richtig?
    Sonnige Grüße

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Zitat von Solar-Oli

    jetzt festgestellt haben, meine Anlage ist ja erst am 06.03.2012 bei ihnen vom Installateur angemeldet worden und mir wurde somit die Vergütung falsch berechnet.


    2012 war hier etwas chaotisch, die Übergangsregelung galt für Dachanlagen, deren Netzanschlußbegehren vor dem 24.02.2012 beim Netzbetreiber gestellt und bis Ende Juni 12 in Betrieb genommen wuden. Erfüllt deine Anlage die Bedingungen?

    4.8 kWp; 2x10 Ost/West mit 15°, SB5000TL21

    Posts haben keinen Anspruch auf Fakten, Wahrheit, Ernsthaftigkeit, ...

  • Zitat von Xerx

    2012 war hier etwas chaotisch, die Übergangsregelung galt für Dachanlagen, deren Netzanschlußbegehren vor dem 24.02.2012 beim Netzbetreiber gestellt und bis Ende Juni 12 in Betrieb genommen wuden. Erfüllt deine Anlage die Bedingungen?


    Genau so siehts aus und ich befürchte, dass er die Bedingungen nicht erfüllt! :shock:


    Solar-Oli:
    War dir die Regelung nicht bekannt?
    Hattest du irgendwelche Anschlusszusagen oder Zusicherungen der "EEG-Vergütung bis 31.03.2012" von deinem Solarteur erhalten?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Hallo und vielen Dank an alle, die mir eine Info/Antwort haben zukommen lassen.


    zu den Fragen:
    - meine Anlage ist am 27.04.2012 in Betrieb gegangen, d.h. vom VNB wurde der Zweirichtungszähler eingebaut und die Anlage angeschlossen, Protokoll erstellt. Fertigmeldung durch den Solarteur an den VNB war der 18.04.
    - die Anmeldung bei der BNA ist am 2.5. durch mich noch mal online erfolgt, da mein Solarteur die Anlage am 27.4. nur formlos meldete, was aber m.E. keine Rolle bei der Vergütung spielt.
    - die Anmeldung des Baus der Anlage beim VNB (also wohl das "Netzanschlussbegehren" laut Gesetz) erfolgte durch den Solarteur am 6.3., da war aber noch kein Modul auf dem Dach
    - am 07.08. erhielt ich vom VNB die Vertragsbestätigung über die Einspeisung mit den ersten, aufgrund der Anlagengröße geschätzt angesetzten Abschlagsvergütungen für den Verkauf und den Abschlag EEG für den Selbstverbrauch
    Bento: vom Solarteur bekam ich natürlich im Angebot zur Anlage auch eine Kalkulationsrechnung für die Eigenverbrauchsregelung mit den zum Zeitpunkt der Angebotserstellung noch gültigen Vergütungssätzen. Das war aber natürlich nicht als Zusicherung der Vergütungssätze deklariert.


    Die Änderung des EEG in 2012 war meiner Erachtens erst im Februar/März und die Übergangsregelung mit dem noch vergüteten Eigenverbrauch galt rückwirkend nur für die bis zum 24.02.2012 beim VNB angemeldeten (also noch zu bauenden und in Betrieb gehenden) Anlagen im ersten HJ 2012, so dass jeder, dessen Anlage noch nicht angemeldet war, in die Röhre guckte. Aus diesem Grund hatte ich mich bei der ersten Abrechnung ja auch gefreut, dass ich noch unter die Regelung fiel, da ich annahm, dass die Anmeldung eben bis dahin erfolgte. Vom Anmeldetermin 6.3. meines Solarteurs beim VNB über den bevorstehenden Aufbau habe ich bis letzte Woche keine Kenntnis gehabt. Insofern kann ich ihm wohl auch keinen Vorwurf machen. Klar hätte er die Anlage auch 2 Wochen eher anmelden können, aber hellsehen konnte er damals sicher auch nicht, dass der Termin 24.2. im EEG stehen wird. So gesehen, also wahrscheinlich doch Pech gehabt. Das war mir fast schon klar. Aber meine Frage ging auch mehr dahin, ob jemand eine Chance sieht, gegen die jetzt erst erfolgte Änderung der Vergütung (und damit Änderung des Vertrages) durch den VNB mit einem Einspruch vorzugehen ( jodl: deshalb der Zusatz "an die "rechtsaffinen" Leute, also in rechtlichen Fragen bewanderte User und nicht Pegida).


    Danke im Voraus und sonnige Grüße

  • Ich will mich nicht als "rechtsaffin" bezeichnen, aber aus meiner Laiensicht sehe ich da keine Chance.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)