Planung/Angebot 9-10kWp Anlage

  • Guten Morgen liebes Forum,


    meine Name ist Daniel und ich interessiere mich für eine PV-Anlage für mein Bauvorhaben.
    Umsetzen wird es ein Freund der Familie (Elektriker), welcher die Komponenten bei seinem Lieferanten bezieht. Da mein Bekannter kein Solarprofi ist, hat er sich Hilfe geholt, die allerdings von mir geprüft werden soll ;)


    Ich habe leider noch kein Angebot mit Preisen, allerdings ist eine Konzeption schon angefangen worden. Und dazu hätte ich gern ein wenig Rat/Meinung von euch. Ich kann es als Laie leider schlecht einschätzen ob (vor Allem) die Komponenten so in der Kombination, aber auch Einzeln etwas taugen und das alles so passt. Ich lese z.B. immer wieder etwas von der Auslegung des WR usw.


    Da der Bau noch nicht fertig ist, kann ich noch nicht viel über den Verbrauch sagen. Was ich sagen kann, dass es 2 Gebäude sind welche mit einer 17,5kW Wärmepumpe beheizt werden. 3 (vllt. bald 4) Personen-Haushalt. Energiebedarf besonders früh und Abends, sowie am Wochenende. Ziel ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch.
    Weitere Daten:
    Ausrichtung 235° (SW) (wenn Süd=180 und West=270 :D )
    Dachneigung: 45°
    nutzbare Dachfläche: ca. 13,80 x 6,15m
    Plz: 019**
    Reduzierung der Einspeiseleistung --> hab ich noch keine Ahnung... was würde sich anbieten?
    Weitere Infos die benötigt werden, reiche ich nach einem kurzen Tipp nach :)


    Folgende Komponenten beinhaltet das erste Konzept, welches mir vorliegt:


    Module: Solarworld SW 250 mono Black
    - bei waagerechter Montage 35 Stk (8,75kWp)
    WR:
    - PIKO 8.5 F (MC4), Strings:2, Modulverteilung 18 / 17
    Verkabelung:
    - 4mm² Suncable
    Energiespeicher Solarworld (kWh noch nicht fest, da in verschiedenen Stufen erhältlich / upgradefähig)


    Doch nun das Wichtigste... meine Fragen :)
    1. Taugen die Module etwas? (Sollte man eventuell auf die 285 er gehen?)
    2. Taugt der WR etwas?
    3. Taugt die Kombination etwas?
    4. Gibt es Empfehlungen für Verbesserungen?
    5. Welche Speichergröße sollte ich wählen (2/4/6/8/10)?
    6. Bei senkrechter Montage passen 39 Module drauf (9,75kWp). Sollte man das gleich nutzen?
    7. Worauf sollte ich noch achten?


    Ich danke bereits vorab für Eure Tipps und Empfehlungen.


    mfg PO551

  • Moin Daniel,


    willkommen im PV-Forum :D .


    Speicher aktuell noch weglassen - unrentabel.
    Stell mal den Dachbelegungsplan ein.
    Entweder Du gehst auf 10 kWp (bei mehr wird die EEG Umalge anteilig fällig) oder auf max 7 kWp (Smartmeteringgebühr).
    Was für eine Farbe hat die Dacheindeckung? Bei SW Ausrichtung und Deiner Dachneigung würde ich 70% hart wählen. Somit würde bei 10 kWp Generator ein 8 KVA WR ausreichen.
    Bei 10 kWp mit SW darf der Preis - all inkl. bis zur IB - d.h. ohne dass Du oder sonstwer einen Handschlag macht, bei max 1200 €/kWp liegen - eher 1150 €/kWp. Solch 'schwache' Module gibt es von den Topp Herstellern nicht mehr. Da fängt es bei 285/295 W bei Mono Modulen an. Wenn der Preis passt, spricht aber nichts gege die Module!


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Hallo Martin,
    danke für deine erste Einschätzung.


    Das mit den 70% hart habe ich nun schon verstanden. Was hat es mit der Smart-Metering-Gebühr auf sich?


    Der Belegungsplan steckt in einer 12-seitigen pdf. Ich beschreibe es am Besten so: 5 Reihen a 7 Stück nebeneinder (waagerecht). 1., 2. und Hälfte der 3. Reihe ein Strang (18 Module) und der Rest der andere Strang (17Module). Die Dachfläche kann komplett benutzt werden (kein Schornstein, Spiegel, Fenster oder dergleichen).


    Parallel habe ich meinem Bekannten noch die senkrechte Montage als Konzept gegeben. Dort können 39 Module verbaut werden (9,75kWp), wozu ich aber noch keinen genaueren Plan habe.


    Die Dacheindeckung ist Schwarz/Anthrazit (Creaton Premion schwarz-matt engobiert). Es ist ein Aufsparrendämmung verbaut (innen Sichtschalung).


    Die Module (SW 250) kamen mir auch ein wenig schwach vor, allerdings hätte ich bei Kompletteindeckung dieser Dachfläche (senkrecht, mit 39 Modulen) genau 9,75kWp und würde unter die 10kWp fallen. Parallel könnte ich natürlich auch 35 SW 285 Module nehmen und käme auf 9,975kWp. Wäre das besser?


    Welche WR sind denn allgemein empfehlenswert? Ist da der Piko dabei?


    Grüße PO551

  • Mit senkrechter Montage meinst Du hochkant?
    Wenn damit 39 Module drauf passen, dann würde ich die auch legen ... warum sollte man teurere 285Wp Module nehmen, um auf 10KWp zu kommen?


    Mit WP im Haus würde ich 39*255Wp an einen Fronius Symo mit 8,2KVA hängen.
    Da kann man dann auch auf 70-weich gehen ... das kostet vielleicht 150,- für den zusätzlichen S0-Zähler mehr und der WR ist ausreichend groß. Ein paar Watt werden im Sommer in 70-weich laufen. Zusätzlicher Gewinn ist das brauchbare Logging im Fronius WR, der auch den Verbrauch im Haus über den S0-Zähler visualisiert.


    Zitat von PO551

    Da der Bau noch nicht fertig ist, kann ich noch nicht viel über den Verbrauch sagen. Was ich sagen kann, dass es 2 Gebäude sind welche mit einer 17,5kW Wärmepumpe beheizt werden. 3 (vllt. bald 4) Personen-Haushalt. Energiebedarf besonders früh und Abends, sowie am Wochenende. Ziel ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch.


    Eine 17,5KW WP im Neubau :roll: Wow :!:
    Welche Fläche wird denn da in den 2 Gebäuden beheizt?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von PO551


    Die Dacheindeckung ist Schwarz/Anthrazit (Creaton Premion schwarz-matt engobiert). Es ist ein Aufsparrendämmung verbaut (innen Sichtschalung).
    Grüße PO551


    Dann würde ich all black Module legen. Sieht einfach suppi aus. Muss einem aber ein paar Euro Aufpreis wert sein :D
    Der Piko 8.5 ist die neue Generation von Kostal und ist o.k., sofern Du keinen Schatten auf dem Dach hast.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Es sind alles mono black-Module, da ich mir die optisch schon besser vorstellen konnte. Das ist alles schon fest. Nur war ich mir unsicher ob man ggf. zu den 285er Modulen greifen sollte, da laut Datenblatt auch fast 2% höherer Modulwirkungsgrad angegeben war. Kann als Laie natürlich nicht einschätzen wie glaubhaft das ist und welche Auswirkung das letztlich in der Realität hat.


    Die beheizte Fläche von beiden Gebäuden beträgt ca. 470m², wobei die Hälfte davon im Obergeschoss bis unters Dach nach oben offen ist (Sichtschalung innen, Raumhöhe im OG somit ca. 5m).


    Und ja mit den 39 Modulen meinte ich den senkrechten Einbau der Module. Sorry für die Verwirrung ;)


    Ich muss dazu sagen, dass die Gebäude komplett mit KNX verkabelt sind und ich später in der Visualisierung sehr gern die Daten der PV-Anlage verarbeiten möchte (Auswertung/Statistik). Somit wäre es sowieso nötig eine Auswertung zu haben oder? Wäre das praktisch das gleiche mit der "Smartmetering-Gebühr" oder was hat das auf sich?


    mfg PO551

  • Zitat von PO551

    Es sind alles mono black-Module, da ich mir die optisch schon besser vorstellen konnte. Das ist alles schon fest. Nur war ich mir unsicher ob man ggf. zu den 285er Modulen greifen sollte, da laut Datenblatt auch fast 2% höherer Modulwirkungsgrad angegeben war. Kann als Laie natürlich nicht einschätzen wie glaubhaft das ist und welche Auswirkung das letztlich in der Realität hat.
    mfg PO551


    Hm - da musst Du schon unterscheiden. MONO Module sind eben dunkel. Dann ist da noch der Rahmen und der rest der Zellstrukturen. All black heisst eben, dass alles dunkel ist. Es gibt auch Mono Module mit schwarzem Rahmen - dann hast aber immer noch die silbernen 'Stromsammler' etc.
    Höherer Modulwirkungsgrad hat null mit höherem Ertrag zu tun. Du brauchst eben nur weniger Dachfläche für die gleiche Leistung(kWp). Bei SW ist es eh besser, niedere Wattklassen zu nehmen .....
    Warum legst Du keine 40 Module?? Sieht doch besser aus. und 10 kWp ist o.k. - erst darüber wird die anteilige EEG Umlage fällig.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von PO551

    Nur war ich mir unsicher ob man ggf. zu den 285er Modulen greifen sollte, da laut Datenblatt auch fast 2% höherer Modulwirkungsgrad angegeben war. Kann als Laie natürlich nicht einschätzen wie glaubhaft das ist und welche Auswirkung das letztlich in der Realität hat.


    Ganz einfach, der Modulwirkungsgrad hat was mit dem Flächenbedarf zu tun. Für die gleiche Leistung benötigt man bei besserem Modulwirkungsgrad etwas weniger Fläche, allerdings kosten die Module auch mehr.
    MIt den "schwächeren" Modulen erhält man also die gleiche Leistung für weniger Geld :idea:
    Zu den stärkeren Modulen würde ich nur dann raten wen der Platz knapp ist.


    Zitat

    Wäre das praktisch das gleiche mit der "Smartmetering-Gebühr" oder was hat das auf sich?


    Die "Smartmetering-Gebühr" sind die zusätzlichen Kosten, die auf Betreiber von Anlagen größer als 7 kWp in 2017 zukommen:
    http://www.photovoltaikforum.c…ligenten-mes-t109825.html
    Man sollte also entweder bis 7 kWp bauen oder gleich 10 kWp :idea:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Von wem gibt es die "all-Black" Module? Auch von Solarworld?
    Die Module die mein Bekannter von seinem Lieferanten angeboten bekommen hat nennen sich genau: SW 250 mono Black.
    Dachte das sind die bereits "komplett" schwarzen?!


    Die 39 Module resultieren von der senkrechten Montage, wobei 3 Reihen a 13 Stück Platz finden würden. Durch die Dachbreite von 6,15m ( minus Abstand nach oben und unten) passen keine 4 Reihen übereinander. Somit 3 x 13 Module. Wie diese in Strings gelegt werden weiß ich nicht, da ich dazu (noch) keine Planung vorliegen habe.


    Und bezüglich der Gebühr... verstehe, es ist demzufolge eine "Nutzungsgebühr" für einen Smart-Meter-Zähler den man aufgedrängt bekommt - ähnlich also der GEZ :roll:


    Edith sagt:
    Wie würde man sich aus den verschiedenen Gründen entscheiden, wenn man die Wahl hätte zwischen 39x 250W Modulen und 35x 285 Modulen? Beide erreichen fast 10kWp. Sicherlich sind die 285 teurer, aber soviel teurer, dass man selbst mehr bezahlen würde wenn man sich 4 Module spart (39-35)?!


    mfg

  • Hi,


    wie gesagt,

    Zitat von smoker59

    Ganz einfach, der Modulwirkungsgrad hat was mit dem Flächenbedarf zu tun. Für die gleiche Leistung benötigt man bei besserem Modulwirkungsgrad etwas weniger Fläche, allerdings kosten die Module auch mehr.
    MIt den "schwächeren" Modulen erhält man also die gleiche Leistung für weniger Geld :idea:


    Du musst da selber gegenrechnen (bei gleicher installierter Leistung):


    - Weniger Module heißt meist mehr €/Wp ABER weniger Unterkonstruktion + Montage
    - Mehr Module heißt günstigerer Preis €/Wp ABER mehr Unterkonstruktion + Montage


    Knut

    20.12.11: 11,28 kWp | 22 (-10°) + 26 (-100°) Q.PRO 235 | STP 10000TL-10

    26.03.12: 9,18 kWp | 18 (80°) + 18 (-100°) Q.PEAK 255 | STP 8000TL-10

    17.08.15: 5,72 kWp | 22 (80°) Q.PRO 260 | STP 5000TL-20

    alle DN 22°


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