Infos/ Beratung zur geplanten PV Anlage

  • Hallo Forum,


    wir planen im Jahr 2016 den Bau einer Maschinenhalle für unseren Nebenerwerbsbetrieb.Die Halle wird so ausgelegt sein das man eine PV Anlage drauf packen kann.
    Genutzt werden soll sie teils zum Eigenverbrauch in der Pension meiner Eltern, als auch Einspeisung der überschüssigen Energie.
    Ein Speicher sollte auch mit dabei sein.
    Die Dachfläche ist unverschattet und wird min. 12x12 m betragen. Zur vollen Nutzung der Dachfläche wird es ein Pultdach.
    Ich würde meinen Eltern natürlich einen günstigeren Strompreis machen wollen als es vom regionalen Anbieter der Fall wäre.
    Nun meine Fragen dazu.


    1. Ist die Speicher Technologie schon soweit das es sich lohnt? Oder kommt da in den nächsten Jahren was wo es sich lohnt zu warten?
    Zitat aus dem Landtreff Forum:


    "Gleichzeitig sinken die Speicherpreise denn Europa muß sich auf den "Überfall" von Tesla's Powerwall vorbereiten denn wenn diese Lithiumspeicher mit 350EUR/kW auf dem Markt auftauchen wird es schwer werden alte Blei, Nimh oder auch Li-Systeme für um 1000EUR/kW an den Endkunden zu bringen."


    Was meint der User damit?


    2. Würde eine PV Anlage auch was als Rendite für meine Rente sein?
    Hintergrund:


    Ich bin 38 Jahre und selbstständig und habe leider später nur eine geringe Rente. Meine Idee wäre also meine Rente durch die PV aufzubessern.


    Ist das realistisch oder bist der Wirkungsgrad der Anlage in 20 Jahren so weit runter das man sagt "da kommt nix mehr "?


    3. Wenn ich die Anlage nächstes Jahr in Betrieb nehmen würde, was würde ich denn bei 24m2 Dachfläche an Vergütung bekommen?


    4. Gibt es noch diese Förderungen der KfW und gelten die auch wenn es sich wie bei mir um einen Nebenerwerbsbetrieb in der Landwirtschaft handelt?


    Das sind ne Menge Fragen ich weiss, ich könnte mich natürlich auch vor Ort beraten lassen, habe aber erstmal diesen Weg gewählt, weil hier offen diskutiert werden kann. Ich bin von Natur aus sehr mißtrauisch was die Beratung von hiesigen Firmen betrifft, frei nach dem Motto "unsere Technik ist die beste und bewährteste".


    Also ich freue mich auf Posts.


    VG Preusse

  • Hallo Preusse,


    zunächst: Die geplante PV Anlage wird Dein Rentenversorgungsproblem nicht lösen!
    Auf dem Dach 12x12 m, 144 m2, ca. 80% belegbar passen bei 3-phasiger Einbindung ca. 66 Module.
    Je Module ca. 250 W. Somit 16,5 kWp Anlage. Angenommener Jahresertrag 820 kWh/kWp.
    Somit ca. 13530 kWh Jahresertrag. Bei EEG-Vergütung von ca. 0,11 €/kWh ca. 1488 € pro Jahr.
    Davon will das EVU auch noch etwas haben und die Einkommensteuer ist auch fällig!!!.
    Die Förderung gibt es 20 Jahre; aber nicht mehr zu Deiner Rentnerzeit!


    Besser sieht es aus, wenn der Strom komplett selbst verbraucht wird. Dann kann man 3000 €/Jahr annehmen.


    Kosten der Anlage ca. 18000 €. Finanzierung über Deine Hausbank auch weiterhin über die KfW. ca. 2% Zins.

  • Danke für deine fixe Antwort.


    Wer ist denn die EVU? Wenn von den 140 € monatlich dann noch 110 übrig bleiben, wäre das doch nen guter Bonus zur Rente.
    Nochmal ne Rentenversicherung würde doch bei der Rendite die es momentan gibt überhaupt nix bringen.
    Wie schaut es denn mit den Solarspeicher aus, ab wann sagt man denn das sich ein Speicher lohnt, ich denke wenn man in der Pension zum Beispiel den Strom auch abends abrufen kann wäre das doch super.
    vielleicht könnte man sich ja dann auch ein kleines Solarauto zulegen, denn ich fahre Arbeitsbedingt ca 80-120 km am Tag das müsste doch von der Reichweite her reichen.
    Also wenn ich dich richtig verstanden habe, ist es besser den Strom an meine Eltern und später an meine Schwester (Pension) zu verkaufen als einzuspeisen?

  • Zitat von rasen18


    Davon will das EVU auch noch etwas haben


    Was denn?
    zu langsam, daher edit: EVU= Energieversorgungsunternehmen


    Gleich mal die erste Frage - Außenbereich?
    1. Speicher sind derzeit noch zu teuer, wenn du fertige Systeme kaufst. Die Förderung wird gerade überarbeitet, was da nächstes Jahr kommt, bleibt abzuwarten
    2. 25 Jahre würde ich der Anlage geben, aber über 30 (ich gehe von Regelaltersrente mit 67 aus) könnte schon einiges an Reparaturen/Ersatzteilen erfordern, muß man dann prüfen, ob sich das rechnet. Im schlimmsten Fall hast du Demantage- und Entsorgungskosten (wobei die ab nächstes Jahr kostenlos ist, also bestenfalls der Transport anfällt, aber wer weiß, wie das in 20 oder 30 Jahren ist? )
    3. Vergütung hängt vom Monat der Inbetriebnahme ab, ich denke da gehen schon 20kWp drauf, dafür gibt es derzeit gut 12ct/kWh (wenn es nciht im Außenbereich ist, daher die Eingangsfrage, da wäre noch mehr zu prüfen) und wie es aussieht wird das bis zum Sommer 2016 nicht drastisch fallen. Bei über 10kWp fällt allerdings reduzierte EEG-Umlage auf den selbst genutzten Strom an und wenn du ihn an jemand anderen verkaufst (auch deine Eltern) volle EEG-Umlage. Letzteres lohnt dann kaum den Aufwand.
    4. Das EEG ist die Förderung für PV und zwar für alle, daneben gibt es die ereits genannten Kredite dr KFW, wobei sich bei den kleinen Summen oft keien Bak findet, die das macht, weil das für die nicht lukrativ ist.