Anlagenplanung

  • Hallo photovoltaik Fans,


    ich bin der Manne, und will schon lang eine PV Anlage installieren.... "will" desshalb, weil ich einfach zuviele anderen Dinge zu erledigen hatte, und in den letzten Jahren Zeitlich primär und natürlich auch Finanziell mit dem Aufbau meiner Firma und der Hausrenovierung / Umbau des Kellers zum Büro/Lager, outsourcing der Heizung (Heizungsumbau von Öl Zentral im Keller zu Pellets Zentral im Wohnzimmer mit dem SHT Vario Aqua und einem Pellets Erdtank für mehr Lagerraum ím Keller) beschäftig war.


    Hintergrundinfos:
    Ich hab nen paar kleine online-shops, nein sie haben nix mit PV zu tun, aber wir haben hier nich nur vDSL mit 100mbit, und so habe ich für meine Firmen und Shops die Server hausintern realisiert und hab das später dann auch für ein paar befreundete Firmen so übernommen. So haben wir uns hier nen schönen Proxmox Cluster-Verbund aufgebaut, mit fallbacks für den Uplink (via WLAN Richfunkstrecke zum anderen Ortsnetz und Kabel Provider) und eine gute skalierbarkeit für jeden der grad mal "viel" dampf aufm Shop brauch, und das ganze zu wirklich rekordverdächtigen Preisen, aber das is ja nicht Thema hier.


    Naja, die Folge davon ist ein Dauerverbrauch von rund 1,5kw/h nur für die Server und das kostet, selbst wenn man all jährlich den Anbieter wechselt, Neukunden boni mit nimmt usw. doch jeden monat gut 200 euro die da für "nix" an den Versorger gehen. Zudem, die Stromversorgung hatte in den letzten Monaten doch den ein oder anderen hickser hier gehabt, USV sei dank, konnten wir immer schnell genug reagieren, zweimal war sogar das Notstromaggregat von nöten da wir für einmal für 6h und einmal für 2 Tage ohne Strom waren (Erd-Muffe beim Nachbarn vor der Tür explodiert).


    Und im Sommer, trozt Installation im Keller, brauch ich doch hin und wieder die Klima für den Serverraum, und natürlich brauchen wir auch im Büro bzw in der Wohnung im Sommer regelmäßig die Klima.


    Problemstellung:
    Mein großes Problem ist, das der Strom rund um die Uhr läuft. Also ist so ne Steckdosenanlage die man Stück für Stück erweitert nicht unbedingt zielführend, ich wollte das ganze aber schon skalierbar haben, das ich, immer wenn ich "kohle übrig" hab, da was weiter machen kann, oder eben, wenn seitens eines gesteigerten bedarfs wieder mehr Leistung der Anlage von nötig wird, da kann ich ja schlicht meinem Kumpel sagen, hey, dein Server brauch Strom, Einstandspreis für die PV Anlage X Euro :-).


    Fakten:
    -Dachsystem1: Wir haben Tonziegel bei 32° und 36° Dachneigung auf 8cm Aufsparrendämmung aus Styrop(o)or, gebaut 1978 mit einem N-S Giebel und verschattung durch aufbauten wie Kamine, Antennen, Stromleitungen, Richtfunkstrecken (bzw derren Hardware). Die Grundfläche ist etwas über 8x12m. Ein Teil des Giebelbereichs ist für die CPC Solarthermiekollektoren von Paradigma reserviert, die nächstes Frühjahr montiert werden.)
    -Dachsystem2: Flachdach der Garage welche der länge nach von N nach S steht mit 3,5x10m und nicht verschattet ist.
    Eventuell tauschen wir noch die lokalität für die CPC Kollektoren vom Gibel zur Garage... weis ich noch net. bzw kommt auf eure einschätzung des Ertrags der beiden Dächer an.
    -Die Giebelseite südlich ist oben druch einen Balkon belegt und unten zu 80% verschattet, die macht IMHO keinen sinn.
    -ca. 1,5-2 kw dauerlast 24/7
    -ca 8kw ´Spitzenlast auf 3 Phasen
    -Anlaufleistung für Drehstrommotroen mit 3,5kw nominalleistung, diese könnte ich aber ggf über einen eigenen Frequenzumrichtern hochfahren, und dieses hochfahre dann "sanft" gestalten (Drehbank, Ständerbohrmaschine, Fräse, Aufzug).
    -Drehstromladegerät mit Ringkerntraffo für den Stapler, ich hab aber keine Ahnung was das zieht. es hängt am 16A CeKon-Stecker.


    Ziel:
    Was ich möchte, ist den kompletten Stromverbrauch meines Hauses inkl. der Server aus Solar decken, und wenns wegen Bewölkung und leeren Batterien nicht reicht, dann umschalten auf Netzstrom, Überkapazitäten tagsüber sollen in einer Batteriebank für die Nacht gespeichert werden.


    Mein Lösungsansatz:
    Ich hab mir überlegt, das wenn ich mir eine AGM Batteriebank in den Keller stelle (hab vom E-Stapler z.B. eine ältere über, die halt ein paar def. Zellen hatte, und damit im Stapler unbrauchbar wurde, die man aber einzeln vermessen und dann so zusammenschalten kann wie mans braucht). Zu 24V Bänken verschalten und diese dann von jedem SolarModul das jeweils einen eigenen MPPT Laderegler hat per Strangversorgung vom Dach aus anfahren, so sollte der Verschattungsanteil nicht mehr die Anlage unwirtschaftlich machen, oder?


    Alle mit Gleichstrom betriebenen Geräte bekommen ein 24V zu xxV Netzteil und wir intstallieren noch 24v Buchsen im Haus. (Telefone, PCs, Notebooks, Monitore, Radio, usw.) oder lohnt sich das nicht, weil die 2fache umspannung nicht allzugroße Verluste generiert?


    Das ganze dann mit einem ordentlichen 3 Phasen Sinusinverter mit Grid und Inselbetrieb, (also eigentständiges umschalten zwischen Inselbetrieb, und als fallback bei leerern Batterien die Netzdurchschleifung) gekoppelt. (so einen hab ich im Wohnmobiel, bestück mit 2 Flexpanels aufm Dach, MPPT Laderegler und 2 100 AH Batterien und 3,5kw Sinusinverter. So hab ich sogar das Busfest in England bei strömendem Dauer-Regen mit bissle Sonnenschein und dauerbetrieb für Heizung zum trocknen der Klamotten und Kompressorkühli fürs Bier überstanden. ich fands total geil, am schluss hat meine Anlage 5 Heizungen und 2 kühlies versorgt, ok ich hat noch 2 externe Aufstellpaneelen mit am MPPT Regler dran, waren also 4 Paneelen a 50/60Wp)


    Fragestellung:
    -Hab ich da jetzt nen totalen Denkfehler drin?
    -Ertragsunterschiede Ost-West Dach mit 32/36° zu Flachdach mit Südaufständerung?
    -Welche Dachmontagesysteme könnt ihr empfehlen?
    -Machen MPPT Laderegler für Batteriebankbetrieb an jedem Modul sinn?
    -Laderegler für jedes Modul einzeln oder module zusammen verdrahten? (wegen verschattung?)
    -Welchen Wechselrichter würdet ihr für solch ein System verwenden?
    -Welche Paneels? Eher günstige oder lieber teure hochleistungspanels nehmen?
    -Bezug der Hardware direkt aus China (ich hab sowieso 1-3 Container im Jahr die hier angkommen, da fallen die paar paneelen nicht ins gewicht) oder eher bei nem deutschen Händler kaufen und sich den Import und Garantiestress sparen?


    Danke :danke:


    Gruß
    Manne


    PS: für ne 12KWp Anlage mit den Freiburger paneels ohne Batterien hatte ich hier nen Angebot liegen für rund 25teuronen, keine Ahnung ob das teuer oder billig war, ein Batteriesystem hätte nochmal 12 mille oder so extra gekostet. Das konnte ich damals aber aus Liquiditätsgründen nich stemmen, da mein Lagerbestand natürlich vorrang vor der PV Anlage hat.
    Außerdem will ichs selbst machen.