PV Anlage für neues EFH

  • Hallo Forum,
    schön euch gefunden zu haben! Tolle Seite , tolles Forum!


    Nun zu meinem Vorhaben:


    Eckdaten:

    • Neubau EFH (8,4m(Ost->West) x 12m (Nord->Süd) ) 140qm Wohnfläche (massivbauweise, Poroton T9 ungefüllt ... wir werden irgendwo zwischen Kfw100 und Kfw 70 landen). Baubeginn in den nächsten Tagen.
    • Heizanlage: Alpha Innotec LWD 70A (COP 3,8, Heizkreis 20-70°) mit HDT (180l Brauchwasser und 62l Pufferspeicher, 6kW Heizelement ) + FBH ... vermutlicher Stromverbauch laut Installateur ca 3500kWh/Jahr.
    • Dachausrichtung ca.198° (SW) PLZ 68789 . Das Dach hat 2 Firste und somit eine L-Form:
      Dach1: Ostseite (bei Scheune) Traufhöhe 5,8m, Firsthöhe 10,9m,4,5m(Ost->West)*7,21m
      Dach2: Westseite Traufhöhe 5,8m, Firsthöhe 9,5m, 3,9m(Ost->West)*5,23m ca 52,5m²
    • Dachneigung 45° keine Dachfenster auf der SW Seite (First ist Ost West Ausrichtung)
    • unser bisheriger Stromverbrauch in unserem Mietshaus mit 150qm Bj. 1990: ca 3000kWh/Jahr, dieser wird sich vermutlich stark reduzieren, da wir komplett neue Elektrogeräte kaufen werden und nur noch LED Lampen haben. Auch der Heizlüfter im Bad wird nicht mehr gebraucht werden.


    Erstes ungelöstes Problem ist die eventuelle Verschattung durch eine Scheune, die sich ca 1,50m mit unserem Haus auf der Ostseite überschneidet. Hier ein Bild vom Grundstück und der Scheune:
    [Blockierte Grafik: http://up.picr.de/23888506dp.jpg]
    Die Scheune ist ca 18m lang, Traufhöhe vorne ca 4m, Höhe 1.Knick ca 8-9m und Firsthöhe ca 12m.
    Wie kann ich nun herausfinden, ob es eine Verschattung geben wird?


    Und die andere Frage wäre, wann eine PV Anlage mit unserem Eigenverbrauch überhaupt wirtschaftlich wäre. Welche Faktoren spielen hier mit rein? Das Thema ist ziemlich komplex und ich bin ehrlich gesagt etwas überfordert ;)
    Daher hoffe ich auf eure Hilfe!


    [Blockierte Grafik: http://up.picr.de/23888703qb.jpg]

  • Hallo und willkommen im Forum, Tichu,


    deine Beschreibung ist nicht eindeutig: wie werden die beiden Gebaeude zueinander stehen, Wand an Wand oder mit wie grossem Abstand? Sind sie (bzgl. Suedausrichtung) versetzt?
    Du kannst die Gebaeudehuellen z.b. in Sketchup modellieren, dann kannst du die Verschattung ueber Tag&Jahr simulieren.

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • Mal vorab ... wie dein geplantes Haus zur Scheune steht ... Fistlinie in einer Flucht oder im 90 Grad Winkel dazu mit Abstand X Meter ... ich habe es leider auch nicht verstanden.
    Vielleicht mal ein google Luftbild erstellen und das geplante Haus neben der Scheune grob skizzieren.


    Ich gebe mal meinen Senf zu den Eckdaten ab.
    Wenn daran nicht mehr zu rütteln ist, dann sag es.


    Zitat von Tichu78

    Eckdaten:

    • Neubau EFH (8,4m(Ost->West) x 12m (Nord->Süd) ) 140qm Wohnfläche (massivbauweise, Poroton T9 ungefüllt ... wir werden irgendwo zwischen Kfw100 und Kfw 70 landen). Baubeginn in den nächsten Tagen.
    • Heizanlage: Alpha Innotec LWD 70A (COP 3,8, Heizkreis 20-70°) mit HDT (180l Brauchwasser und 62l Pufferspeicher, 6kW Heizelement ) + FBH ... vermutlicher Stromverbauch laut Installateur ca 3500kWh/Jahr.

    • Warum plant ihr einen Neubau mit WP nur als KfW 100-70 Haus?
      Da würde ich am Start schon mal 10.000,- mehr in die Fassade stecken und KfW55 oder besser anstreben.
      Gerade mit WP im Haus zählt mMn die "Hülle" mehr denn je.
      Die 70 Grad im Vorlauf sind ja nicht das Ziel, sondern eher der whorst case ... die >7 bzw. >8KW würde ich im Neubau mit 140m² als Fehlplanung bezeichnen. Ein Neubau der Größen sollte locker mit 5KW Heizleistung auskommen, eher noch weniger.


    • Zitat

      Dachausrichtung ca.198° (SW) PLZ 68789 . Das Dach hat 2 Firste und somit eine L-Form:
      Dach1: Ostseite (bei Scheune) Traufhöhe 5,8m, Firsthöhe 10,9m,4,5m(Ost->West)*7,21m
      Dach2: Westseite Traufhöhe 5,8m, Firsthöhe 9,5m, 3,9m(Ost->West)*5,23m ca 52,5m²

    • Zitat

      Dachneigung 45° keine Dachfenster auf der SW Seite (First ist Ost West Ausrichtung)

    • Zitat

      unser bisheriger Stromverbrauch in unserem Mietshaus mit 150qm Bj. 1990: ca 3000kWh/Jahr, dieser wird sich vermutlich stark reduzieren, da wir komplett neue Elektrogeräte kaufen werden und nur noch LED Lampen haben. Auch der Heizlüfter im Bad wird nicht mehr gebraucht werden.

    Zitat


    In dem eingestellten Bild kann ich keine L-Form erkennen. Das Haus hat 2 Firsthöhen, mehr nicht.
    Wie oben schon geschrieben ... es ist leider unklar, wie der Neubau zur Scheune steht ... da sollte ein google Luftbild für Klarheit sorgen.


    Und mal zum Stromverbrauch von 3000KWh im Mietshaus zuvor ... da wird keine WP Heizung drin gewesen sein, so dass ihr locker nochmal 2000-4000KWh mehr an Verbrauch haben werdet.
    Damit es eher in Richtung 2000KWh mehr geht, hilft nur dämmen, gute Fenster nehmen, ggfs. KWL zumindest für Wohn- und Schlafbereiche


    Zitat

    Wie kann ich nun herausfinden, ob es eine Verschattung geben wird?


    Wenn der Neubau mit einer Dachfläche zur Scheunenwand zeigt, wird das Dach auf der Scheunenseite recht viel Schatten haben. Da sollte man dann vermutlich nur weit oben am First belegen.


    Grundsätzlich würde ich je nach verfügbarer und auch schattenfreier Dachfläche zu einer 7 oder 10KWp Anlage raten.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ich habe gleich mal versucht unser Haus mit Scheune zu modellieren. Das Problem sind die ungenauen Meßdaten für die Maße der Scheune. Da muss ich morgen nochmal nachmessen. Auf dem Dach habe ich die Verläufe des Schatten von der Scheune am 21.12 augezeichnet. Die Verschattung fängt im Novemeber an und hört im März auf. Das nimmt ca 20m² der gesamten Dachfläche ein. Ich hoffe der First der Scheune ist kleiner als angenommen (12m).


    Auf die anderen Fragen werde ich gleich eingehen.


    [Blockierte Grafik: http://up.picr.de/23893361ba.jpg]

  • Zitat von seppelpeter


    Warum plant ihr einen Neubau mit WP nur als KfW 100-70 Haus?
    Da würde ich am Start schon mal 10.000,- mehr in die Fassade stecken und KfW55 oder besser anstreben.
    Gerade mit WP im Haus zählt mMn die "Hülle" mehr denn je.
    Die 70 Grad im Vorlauf sind ja nicht das Ziel, sondern eher der whorst case ... die >7 bzw. >8KW würde ich im Neubau mit 140m² als Fehlplanung bezeichnen. Ein Neubau der Größen sollte locker mit 5KW Heizleistung auskommen, eher noch weniger.


    Unser Budget ist einfach begrenzt und ich bin der Meinung, daß sich die Mehrkosten für einen besseren wärmedämmenden Stein nicht lohnen. Bei Energiekosten unter 1000€ im Jahr sehe ich keinen Grund für ein paar Prozent "energieeffizienz" tausende Euro mehr auszugeben. Alleine die Zinsen fressen schon den angeblichen Mehrwert auf.
    Solltest du einen Kostenvergleich zwischen Kfw100 und Kfw55 haben und wieviel Energiekosten in € gespart wurden lass es mich wissen :)
    Das lässt sich aber auch nicht mehr ändern, der Stein ist bereits bestellt.


    Zitat von seppelpeter


    Und mal zum Stromverbrauch von 3000KWh im Mietshaus zuvor ... da wird keine WP Heizung drin gewesen sein, so dass ihr locker nochmal 2000-4000KWh mehr an Verbrauch haben werdet.
    Damit es eher in Richtung 2000KWh mehr geht, hilft nur dämmen, gute Fenster nehmen, ggfs. KWL zumindest für Wohn- und Schlafbereiche.


    Wenn der Neubau mit einer Dachfläche zur Scheunenwand zeigt, wird das Dach auf der Scheunenseite recht viel Schatten haben. Da sollte man dann vermutlich nur weit oben am First belegen.


    Grundsätzlich würde ich je nach verfügbarer und auch schattenfreier Dachfläche zu einer 7 oder 10KWp Anlage raten.


    Der Verbrauch bezieht sich nur auf den Stromverbrauch ohne WP. Daher hatte ich geschrieben, daß die WP ca 3500kWh Verbrauch hat. Insgesamt wären das dann ca 6500kWh.
    Zum Thema energieeffizientes Bauen mit Dämmung, 3fach Fenster, KWL etc hatte ich ja oben bereits meine Meinung geschrieben.


    Die LWD50A würde sicherlich auch ausreichen ... das wurde aber noch nicht berechnet, daher die Annahme mit der LWD70A.
    Ich habe mich für eine LWP entschieden, da Strom aus mehreren Quellen erzeugt werden kann. Öl und Gas sind mir einfach zu riskant. Andere Wärmepumpen würden unser Budget sprengen.


    Mir geht es erstmal darum ob sich eine PV lohnt. Daher möchte ich erstmal alle notwendigen Informationen sammeln und die Zusammenhänge verstehen techn. wie auch wirtschaftl.. Verschattung ist schonmal angegangen aber noch nicht 100% geklärt. Das nächste wird Investition, Finanzierung ,Eigenverbrauch und Ertrag sein. Da ist mir zumindest bewusst, daß ich nicht weiß ....

    • wie das Wetter wird
    • wann die Scheune abgerissen wird
    • wie der Strompreis sich ändern wird
    • welchen Betrag ich nächstes Jahr pro verkaufter kWh bekomme
    • Wieviel € mich die PV Anlage kosten wird
    • wie unser Verbrauch sein oder sich ändern wird
    • welchen Zinssatz ich für die Finanzierung bekommen werde
    • wieviel Geld noch übrig bleibt am Ende unseres Bauvorhabens
    • wie hoch die Wartungskosten werden
    • welche steuerl. Vor/Nachteile die PV bringt
    • wie ich die PV Anlage versichern kann /muss
    • welche Auflagen mir der Netzbetreiber machen kann
    • ...


    Daher möchte ich soviel wie möglich oder nötig in Erfahrung bringen.

  • Zitat von Tichu78

    Ich habe gleich mal versucht unser Haus mit Scheune zu modellieren. Das Problem sind die ungenauen Meßdaten für die Maße der Scheune. Da muss ich morgen nochmal nachmessen. Auf dem Dach habe ich die Verläufe des Schatten von der Scheune am 21.12 augezeichnet. Die Verschattung fängt im Novemeber an und hört im März auf. Das nimmt ca 20m² der gesamten Dachfläche ein. Ich hoffe der First der Scheune ist kleiner als angenommen (12m).


    Ich habe nochmal die Angaben zur Ausrichtung von oben genommen.

    Zitat von Tichu78

    Dachausrichtung ca.198° (SW) PLZ 68789 . Das Dach hat 2 Firste und somit eine L-Form:
    Dach1: Ostseite (bei Scheune) Traufhöhe 5,8m, Firsthöhe 10,9m,4,5m(Ost->West)*7,21m
    Dach2: Westseite Traufhöhe 5,8m, Firsthöhe 9,5m, 3,9m(Ost->West)*5,23m ca 52,5m²


    Wenn man dann das Bild dazu betrachtet, steht die Scheune Südöstlich vom Neubau.
    Das Dach vom Neubau schaut 18 Grad nach Westen; Süden hat hier im Forum 0 Grad.
    Das Bild der Scheune oben zeigt also mehr oder wenig genau nach Süden.
    Korrekt?


    Ich würde das Süddach dennoch komplett belegen.


    Wem gehört eigentlich die Scheune?


    Zitat von Tichu78

    Solltest du einen Kostenvergleich zwischen Kfw100 und Kfw55 haben und wieviel Energiekosten in € gespart wurden lass es mich wissen :)
    Das lässt sich aber auch nicht mehr ändern, der Stein ist bereits bestellt.


    Das KfW55 Haus brauch maximal noch 40KWh pro Quadratmeter an Primärenergie.
    Bei 140m² sind das dann 5.600KWh im Jahr.


    Vereinfach liegt das KfW100 Haus bei 80KWh pro Quadratmeter an Primärenergie.
    Bei 140m² sind das dann 11.200KWh im Jahr.


    Differenz sind dann 5600KWh.
    Mit 6 Cent pro KWh für Gas gerechnet sind das dann 336,- im Jahr.


    Bei Strom und einem angenommenen COP von 3 über das Jahr sind es bei 25 Cent pro KWh dann 5600 / 3 * 25 Cent = 466,- ... bei einem COP von 4 (schaffst Du im Winter mit 80% des Energieeinsatzes nicht!) wären es immer noch 350,- pro Jahr.


    Ich bin kein Bauing. ... aber vermutlich ist es zu teuer den bestellten Neubau zumindest auf KfW70 oder besser zu trimmen.
    Der Drops ist gelutscht.
    Die Entscheidung fiel gegen höhere AHK und für höhere laufende Kosten.
    Sehr schade eigentlich. :(


    Und dann noch der Fragenkatalog:


    Du solltest die Scheune mieten und dann nutzen.
    Billiger wird der Strom nicht mehr.
    Recht sicher sinkt die EEG Vergütung für Januar nicht oder nur um 0.25%.
    Kosten der PV pro KWp sollten im Neubau um 1300,- liegen, eher drunter.
    Wenn dich jetzt schon der höhere Verbrauch mit WP sorgt, dann dämme die Wände und baue gute 2-fach Verglasung ein.
    PV mit der Hausbank getrennt finanzieren, um Zins unkompliziert als Ausgabe ansetzen zu können.
    Wartungskosten ... Rücklagen bilden
    etwas USt und ESt kommt auf die zu
    Die PV sollte losgelöst von der Wohngebäudeversciherung versichert werden
    Du musst 70% am Einspeisepunkt einhalten

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    2 Mal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Mach halt mal eine Simulation unter conergizer.conergy.com/de/ , wenn der errechnete Jahresertrag unter 700 kWh/kWp liegt, rentiert es sich nie.
    Außerdem, wenn das Haus im Winter immer im Schatten liegt, heizt du das halbe Jahr mit Netzstrom und im Sommer hast du einen Haufen PV-Überschuss, das rechnet sich nie.
    Und 70 Grad Vorlauf bei einer WP, was soll da für eine Arbeitszahl rauskommen. Das ist doch eine reine Elektroheizung. Für WP ist alles über 40° Vorlauf einfach Mist.

  • Zitat von Tichu78

    [*]wie der Strompreis sich ändern wird


    Bezugsstrom: Glaskugel!
    PV-Strom (Einspeisung): bleibt 20 Jahre + Inbetriebnahmejahr fest.


    Zitat von Tichu78

    [*]welchen Betrag ich nächstes Jahr pro verkaufter kWh bekomme


    Steht noch nicht hundertprozentig fest, aber aller Voraussicht nach bei Inbetriebnahme in den ersten 3 Monaten 2016: 12,31 Cent/kWh (bis 10 kWp) und 11,97 Cent/kWh (10-40 kWp)


    Zitat von Tichu78

    [*]Wieviel € mich die PV Anlage kosten wird


    Rechne mal mit 1.250,- bis 1.350 €/kWp netto bei einer "Nicht-Battertie-Lösung" (hängt von Komponenten und Größe ab).


    Zitat von Tichu78

    [*]welchen Zinssatz ich für die Finanzierung bekommen werde


    Da das Darlehen nicht allzu groß sein wird, musst du erst einmal ein Bank finden, die dir das finanziert. Am Ehesten wird das noch bei der Hausbank gehen. Der Zinssatz wird von der Laufzeit und den Sicherheiten abhängen, und dürfte irgendwo zwischen 1,5 und 2,5% liegen. Nachfolgend mal die aktuellen KFW-Konditionen:


    Zitat von Tichu78

    [*]wie hoch die Wartungskosten werden


    Im Regelfall treten keine zwingenden Wartungskosten auf. Allerdings wirst du den Wechselrichter wohl einmal in der 20 jährigen Laufzeit tauschen müssen. Wenn du das als Wartungskosten ansiehst......
    Ebenso denkt der eine oder andere schon mal über eine Reinigung nach; muss nicht immer sein, könnte aber je nach lokalem Umstand sogar zwingend erforderlich werden.
    Eine regelmäßige technische Überprüfung ist nicht zwingend erforderlich, aber so alle 5 -10 Jahre auch nicht verkehrt.


    Zitat von Tichu78

    [*]welche steuerl. Vor/Nachteile die PV bringt


    Oh, das ist ein abendfüllendes Thema.
    Ganz kurz:
    Die wirst Unternehmer und bekommst in der Regel eine neue Steuernummer (wenn du vorher noch kein Unternehmer warst).
    Wenn du auf die Kleinunternehmerregelung verzichtest, bekommst du die gezahlte Umsatzsteuer zwar vom Finanzamt erstattet, darfst dich aber neben der Einkommenssteuererklärung im Jahr der Inbetriebnahme und dem Folgejahr mit der monatlichen Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen beschäftigen. Zudem machst du jedes Jahr eine Umsatzsteuererklärung.
    Deinen eigenverbrauchten Strom musst du in der Einkommenssteuererklärung als Sachentnahme berücksichtigen und bei der Umsatzsteuer als unentgeltliche Wertabgabe.


    Ein steuerlicher Nachteil wäre also, dass du mehr "Steuerkram" haben wirst als bisher.
    Vorteile wüsste ich jetzt keine, wenn man mal davon absieht, dass du die ein oder andere Anschaffung vielleicht als Ausgabe bei der PV-Anlage geltend machen kannst und dafür auch die USt. als Vorsteuer zurück bekommst.


    Zitat von Tichu78

    [*]wie ich die PV Anlage versichern kann /muss


    Müssen musst du schon mal garnicht. Wenn dir ein Toatalverlust nicht das Genick bricht, dann könntest du auf eine Anlagenversicherung verzichten. Die nächstgünstigere Methode (bei Abstrichen in der Leistung) ist das Mitversichern über deine Gebäudeversicherung. Den bestmöglichen Schutz erhälst du über eine eigene PV-Versicherung, wie sie z.B. unter den beiden folgenden Links angeboten wird:
    http://www.rosa-photovoltaik.de/photovoltaikversicherung/
    https://www.krist.com/photovoltaik-versicherung


    Zusätzlich kannst du auch noch eine eigene Betriebshaftpflichtversicherung abschließen (s. auch unter den beiden Links). Hier hat sich aber die Meinung gefestigt, dass dies bei einem EFH auf eigenem Grundstück nicht unbedingt erforderlich ist. Natürlich kann man sich auch dort einen Schadensfall vorstellen, bei dem die Haftpflichtversicherung greifen würde. Muss am Ende jeder anhand seiner persönlichen Besorgnis entscheiden.


    Zitat von Tichu78

    [*]welche Auflagen mir der Netzbetreiber machen kann


    Du wirst wohl keine selbstgebastelten Module und WR ans Netz bringen dürfen, aber das hat glaube ich auch noch keiner versucht. :wink:
    Außerdem muss die Anlage von einem konzessionierten Elektriker ans Netz angeschlossen werden und du wirst wohl einen Zähler vom VNB anmieten dürfen.
    Im allerungünstigsten Fall, könnte dir ein VNB den Netzanschluss verweigern bzw. dir die Kosten für einen Netzausbau abverlangen, aber das sind dann schon wirklich absolute Ausnahmefälle.
    Ansonsten wird er von dir die Einhaltung der EEG-Bestimmungen fordern, z.B. die Umsetzung eines Einspeisemanagements,......., aber dafür wird schon dein Solarteur sorgen.

    Dateien

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)



  • Korrekt! Sorry, wenn ich das etwas verwirrend dargestellt habe. Hier nochmal der Versuch:
    [Blockierte Grafik: http://up.picr.de/23895706of.jpg]
    Die Scheune gehört jemandem Älteres aus der Umgebung ... wieso fragst du? Abriss wird wohl in den nächsten 5-10 Jahren kaum passieren, das haben wir schon geklärt. Die Scheune wird vom Eigentümer genutzt und ist meiner Meinung nicht mehr sicher. Aber das interessiert den Besitzer natürlich nicht ;)



    Ok, die Rechnung kann ich nachvollziehen. Aber was steht als Investition dagegen um von 100 auf 55 zu kommen?
    Ja, das war unsere Entscheidung die Anschaffungskosten möglichst niedrig zu halten. Denn ...


    KWL ca 12000€ + jährl Wartungskosten von ca 400€ für Filterwechsel und Reinigung und Strom.
    Monolitische Bauweise vs. WDVS+KS oder Holzständerbauweise, etc. T8 mit MW ... Aufpreis 10.000€ ! Verbesserung des U-Werts von 0,23 auf 0,21! Hast du Zahlen wieviel Energie ich damit spare? Btw bringt die zusätzliche Dämmung im Stein wärmetechnisch gornix. Macht den Stein massiver und somit schallteschnisch und statisch besser. That's it. Da spare ich aber kein Geld sondern fühle mich nur wohler. T7 habe ich mir erst garnicht anbieten lassen.
    Und wenn ich mit dem Dämmwahnsinn anfange dann richtig ... was bringt es mir eine superduperdämmende Wand zu haben wenn meine Wärme durch Fenster und Dach flöten geht? Es können die besten Fenster auf dem Markt sein ... haben immernoch einen schlechteren U Wert (zB 0,8) als das Mauerwerk. Dachdämmung, Bodendämmung, bessere Heiztechnik, etc. Irgendwie erschließt sich mir da einfach nicht der Sinn ;) Das frisst doch erstmal Geld ohne Ende.
    Aber ich muss gestehen das Thema ist hochinteressant.
    Dann noch ein paar Worte zur Finanzierung ... Kfw? Nein, danke. Um ein paar hundert Euro in 10 Jahren zu sparen verpflichte ich mich Nachweise zu erbringen um den jeweiligen Standard zu erreichen. Und nach den 10 Jahren? Refinanzierung zu welchem Zins? Das frisst doch alles wieder auf was ich zuerst gespart habe. Da finanziere ich lieber konservativ und kann etwas besser meinen Raten kalkulieren. Wir haben 300.000€ zu 2,07% eff.Jahreszins auf 15 Jahre finanziert. Mit 30% Eigenkapital. Die 50.000€ bei der Kfw reissen es echt nicht raus.


    Vielen Dank für die konstruktive Kritik, das spornt zum Nachdenken an :D
    :danke:
    Das mit der 70% Regelung muss ich mir mal genauer durchlesen
    http://www.photovoltaikforum.c…ste-bei-70-ka-t79307.html


    Ich habe schon ein erstes Angebot erhalten ... allerdings mit 1618€/kWp relativ teuer. "Angeblich" 1019kWh/kWp. Amortisierungszeit ca 12 Jahre.
    Eventuell lohnt sich eine Powerwall, die das Ganze rentabler gestaltet?


    Wir werden auf jedenfall alle notwendigen Maßnahmen für eine PV Anlage investieren und den benötigten Platz im Technikraum bereithalten.