BGH kippt Auffassung zur Inbetriebnahme (Glühlampentest)

  • Deshalb sind die Kommentare zum Urteil auch so scharf, weil man aktiv in die Rechtsauffassung eingreift. Dies liegt deutlich außerhalb der Kompetenz des BGH, sonder ist eineindeutig die Kompetenz des Gesetzgebers (Auffassung= Ausführungsvorschriften, Stellungnahme etc.)

  • Bei aller Schelte für den BGH: Andererseits ist der Auftrag an den Gesetzgeber recht deutlich, endlich mal Gesetze mit etwas weniger (dem Gesetzgeber bei Beschluss bekannten!) "handwerklichen Fehlern" durchzuwinken.

  • Zitat von Bento


    Und heutzutage würde jemand bestimmt in die Psychartrie eingewiesen werden, wenn er z.B. am 31.12.2015 einen Glühlampentest durchführt, um dem VNB eine Inbetriebsetzung noch im alten Jahr zu dokumentieren. :D


    Ich bewerbe mich für die Einweisung, wie in separatem Thread zu lesen
    http://www.photovoltaikforum.c…und-umsetzun-t110051.html
    versuche ich grade, eine Direktvermarktung ab 1.1.2016 zu vermeiden.


    Was muss ich für eine erfolgreiche Dokumentation beachten? Module sind bereits in Endposition am Dach montiert. Langt Glühlampe pro String und Foto, zusammen mit Foto vom Dach? Danach Anmeldung noch heuer einreichen?


    Ich würde gerne vermeiden, Erzeugungszähler und WRs noch heuer setzen zu müssen, weiss nicht, ob das klappt.

  • Glühlampe am Strang reicht nicht. Mindestens Wechselrichter muss installiert sein. Nicht 100% deutlich ob der Teil WR-Zählerkasten auch fertig sein muss (ich denke nicht). Dokumentation mit Photos und diese vor Stichtag per email an den Netzbetreiber schicken. Idealerweise hat man in kritischen Fällen 2 unabhängige Zeugen, die den Stand der Dinge zum Stichtag bezeugen können.


    Gruß
    Jochen


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  • Ich lese grade noch, aber warum Wechselrichter? der ist doch nicht Teil der Anlage. Sonst hätte meine Anlage mit 109 kWp Modulen und 100kWp WRlIestung ja nur 100 kWp leistung im Sinne des EEG.

  • Zitat von tfv

    Ich lese grade noch, aber warum Wechselrichter? der ist doch nicht Teil der Anlage. Sonst hätte meine Anlage mit 109 kWp Modulen und 100kWp WRlIestung ja nur 100 kWp leistung im Sinne des EEG.


    WR wegen der aktuellen Inbetriebnahmeauffassung !!! Auch nicht kWp ( Generatorleistung ) und kVA ( Scheinleistung am Netz ) durcheinanderbringen, das sind unterschiedliche Begriffe.


    Du kannst es schaffen ! Wir haben erst den 7.12. WR sind ab Lager lieferbar. Das Wetter ist gut. Da haben wir früher ganz andere Probleme bewältigen müssen.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von Kollektor

    WR wegen der aktuellen Inbetriebnahmeauffassung !!! Auch nicht kWp ( Generatorleistung ) und kVA ( Scheinleistung am Netz ) durcheinanderbringen, das sind unterschiedliche Begriffe.


    Danke für den Hinweis, Ich glaub ich habs gefunden, Du meinst , EEG 2014 §5 Nr 21:

    Zitat

    „Inbetriebnahme“ die erstmalige Inbetriebsetzung der Anlage nach Herstellung ihrer technischen Betriebsbereitschaft ausschließlich mit erneuerbaren Energien oder Grubengas; die technische Betriebsbereitschaft setzt voraus, dass die Anlage fest an dem für den dauerhaften Betrieb vorgesehenen Ort und dauerhaft mit dem für die Erzeugung von Wechselstrom erforderlichen Zubehör installiert wurde; der Austausch des Generators oder sonstiger technischer oder baulicher Teile nach der erstmaligen Inbetriebnahme führt nicht zu einer Änderung des Zeitpunkts der Inbetriebnahme


    Da nur die Anlage fest am endgültigen Ort installiert sein muss und der WR bei der Solaranlage nicht Teil der Anlage ist (nicht sein kann, da meine Anlage wegen der Leistung der WRs (100 kW) nur 100 kW Wirkleistung hätte und ich nicht unter die Direktvermarktung fallen würde, da dort die dauerhaft abgebbare Wirkleistung begrenzt wird), könnte ich diesen fliegend installieren. Insbesondere könnte ich mit einem Gleichstrom-Verlängerungskabel den fertig installierten Wechselrichter im Nachbargebäude nutzen, wäre am wenigsten Aufwand, oder?

  • Zitat von tfv

    Insbesondere könnte ich mit einem Gleichstrom-Verlängerungskabel den fertig installierten Wechselrichter im Nachbargebäude nutzen, wäre am wenigsten Aufwand, oder?


    Beim Aufwand gebe ich dir recht. Würde ich dir auch sonst recht geben, könnte es sein dass wir beide falsch liegen. Ganz besonders nach dem BGH-Urteil würde ich die WR installieren. Naja, den Vergütungssatz verlierst du nicht und richtig gewinnen bei korrekter EEG 2014 Inbetriebnahme tust du auch nicht. Nur die 109 kWp ohne Direktvermarktung sind dir dann sicher.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Die absolute Notvariante wäre, zwei Strings abzuklemmen, dann bleib ich unter 100 kW, und doch am 1.1. in Betrieb zu nehmen. Und mit den restlichen 10 kW guck ich dann doch in einem Jahr.


    Und dann die Presse einzuladen. Insbesondere in Kombination mit der Tatsache, dass mir bei der Inbetriebnahme ein Anlagenbegriff mit Wechselrichter, bei der Eingruppierung wegen Direktvermarktung aber ein Anlagenbegriff ohne Wechselrichter vorgehalten wird, müsste mir da ja Loriot für so einen Gag Lizenzen zahlen.


    Wenn ich Glück habe, ist bis dorthin die Vergütung wieder gestiegen ;-)


    Leute, ich geh jetzt ins Bett, danke für Eure Hilfe!

  • Wieder ein Punkt, den ich nicht verstehe :oops:
    Jetzt gibt es dieses BGH Urteil. Wie kann man da überhaupt noch drüber nachdenken, die WR nicht fest zu installieren, anzuschliessen (DC seitig), und dann vllt. noch AC seitig 'ne kurzfristige Lösung, um dem WR sein 'grünes Licht' = alles o.k. abzuringen? Natürlich kannst Du einen anderen Standpunkt einnehmen, aber da Du ja unbedingt 109 kWp machen willst, solltest Du schon größtmögliche Sorgfalt walten lassen und alles bestmöglich dikumentieren und die Ratschläge annehmen.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


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