Kleine PV Anlage zur Speisung von Dauerverbrauchern

  • Hallo zusammen,


    als kurze Vorstellung, ich bin 29 Jahre alt, komme aus NRW und bin seit kurzem glücklicher Eigenheimbesitzer. Dementsprechend habe ich mich auch schon mit verschiedensten Ideen zur Optimierung des Hauses auseinander gesetzt und finde die Lösung der Photovoltaik gerade auch in Kombination mit einem Heizstab zur Erdgasersparnis absolut genial. Aktuell ist es bei mir nur so, dass sich Sondertilgungen weit mehr als eine Photovoltaikanlage lohnen. Daher suche ich aktuell nach einer kostengünstigen Anlage, mit der ich kostengünstig den Einstieg in die PV habe, ohne mich jedoch in Unsummen von Geld zu stürzen.



    Was ich gerne hätte:


    Ich habe Hausbedingt ein paar Stromverbraucher (meist 12V - die Anlage dürfte aber im Zweifel auch gerne 230V liefern), welche 24/7 laufen. Diese erreichen in Spitzenzeiten bis zu 50W Stromverbrauch. Was ich nun suche, wäre eine kostengünstige Photovoltaikanlage, welche mir zumindest am Tage, im Bestfall natürlich auch bei Nacht über einen Pufferspeicher diesen Strom zur Verfügung stellt. Allerdings sind die Geräte relativ kritisch, sodass ich eigentlich sehr dringend eine Option haben wollte, dass die Spannung im Zweifelsfall vom Stromnetz geliefert wird.


    Allerdings konnte ich da bisher keine richtige Lösung finden. Meist wird entweder auf eine reine Inselanlage gebaut, oder aber es wird eine richtige große Anlage hingestellt, bei der dann im Zweifelsfall auch Überschuss eingespeist wird. Der Überschuss ist mir im Grunde egal. Ich habe halt nur gesehen, dass es durchaus für 150-200 € erste Anlagen gibt, die eine geringe Wattzahl wie meine Liefern könnten. Problematisch wird es halt bei der Netzspeisung die im Notfall dazu kommen soll, dort habe ich keine gute Lösung finden können. Interessant wären im Grunde diese Anlagen, welche man einfach über eine Steckdose einsteckt und welche den Grundbedarf senken perfekt. Da diese jedoch auch den Stromzähler zurück laufen lassen, werden diese ja eher kritisch gesehen. Derartige scheinbar nicht wirklich legale Lösungen möchte ich nicht.


    Unser Hausdach ist übrigens nahezu optimal für PV. Nach den üblichen Webseiten sind sowohl Dachlage als auch Schräge perfekt und ich habe auch keine Schattenspender.


    Gibt es da sinnige Lösungsansätze? Ich wäre für alles dankbar.


    Vielen Dank


    Grüße
    Michael

  • Zitat von SeeD

    Gibt es da sinnige Lösungsansätze? Ich wäre für alles dankbar.
    Vielen Dank
    Grüße
    Michael


    In der Schweiz könntest du einfach ein Modul mit einem Modulwechselrichter einstecken (Netzverbund).
    M.W. ist das in D etwas komplizierter. Aber mit etwas Mut kannst du dich in der "Guerilla" -Ecke umsehen. :idea:
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hi Michael,


    willkommen im Forum.


    Es gibt automatische Netzumschalter.


    Wenn der Strom z.B. einer Insel nicht mehr kommt schaltet der automatisch um, aber das ist m.W. für 230V.

    4,24 kWp Fronius Energy Package 9kW - Ausrichtung: DN:25°, -30° SSO
    3,19 kWp @ Symo 3.7-3 - Ausrichtung: 90°, +60° SSW


    Panasonic G(H)eisha seit 08-2018

    ZOE Zen 22kwh 05-2019


    Commetering Zähler 05-2018

    Stromanbieter: aWATTar 01-2020


    Mitglied SFV

    Mitglied DGS


    FAQ -> komprimiertes PV Wissen, optimal für Neulinge!


    Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.

  • Zitat von SeeD

    ohne mich jedoch in Unsummen von Geld zu stürzen.


    An welche Summe denkst du denn da? Was kannst du selbst machen?
    Du soltest aber bedenken - alles mit Batterie hat ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis als ohne. Es ist (leider) billiger den Strom nachts zu kaufen, als ihn zwischenzuspeichern, erst Recht, wenn es nur um ein paar Wh geht. Wenn es um das "grüne Gewissen" geht, wäre http://www.photovoltaikforum.c…wtopic.php?f=137&t=104791 etwa was du suchst, womit ich wieder bei meiner ersten Frage wäre.

  • Schau mal beim S - I - Z unter Plug-in Anlagen. Die wissen auch, wie man Kleinstanlagen VDE konform anschließen kann.
    Interessant (wenn Geld nicht die entscheidende Rolle spielt) ist auch deren Plug-in Speicher. Wenn PV Überschüsse den Speicher tags gefüllt haben, liefert er abends für 5 Stunden 150 W ins Hausnetz. Alles ohne grosse Steuerung, aber passt schon ungefähr (abends Licht, TV, PC).


    Gruß
    Jochen
    P.S.: bin mit dem SIZ weder verwandt noch verschlägt, unsd auch nicht auf Provision.


    Gesendet von meinem D5803 mit Tapatalk

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Hallo zusammen,


    danke euch schon mal für die Vorschläge und schnellen Antworten ;)



    Zu den Fragen:


    - Machen kann ich nahezu alles selbst. Handwerklich begabt und einen Elektriker in der Hinterhand, sollte also passen, wenn ich mich ein wenig einlese.


    - Preislich sollte es auf jeden Fall unter 1000€ liegen. Die Dauerverbraucher bei uns verursachen so ca. 50-60€ Stromkosten im Jahr (Kühlschrank und Waschmaschine natürlich ausgenommen, um die ging es ja auch nicht). Da ich so eine grobe Amortisation von 10 Jahren schon sinnvoll fände, sollte es in dem Bereich liegen. Dafür kriegt man natürlich vermutlich keine Batterie, damit kann ich aber wohl leben. Wäre die Batterie jetzt mit geringem Mehraufwand realisierbar, wäre mir das sicher auch noch was wert. Aber das glaube ich wohl eher nicht.


    - Es wäre auch kein Problem das ganze mit 230V zu realisieren, also die Geräte kann ich problemlos mit beidem Betreiben. Hängt ja dann vermutlich eher an den Kosten.


    - Das ganze soll auf jeden Fall auch hier in Deutschland legal betreibbar sein. Nur um jetzt in 10 Jahren 50€ zu sparen möchte ich nicht mit dem halben Bein im Knast stehen.


    - Das System von dem Link habe ich mir ja mal angeschaut, sieht ja ganz gut aus. Werde ich mich morgen mal weiter mit auseinander setzen.


    Grüße
    Michael

  • Hallo Michael
    In dem Fall kann ich dir nur empfehlen: Vergiss es!
    Mit diesem Budget wirst du in Deutschland keine legale Netzeinspeiseanlage realisieren können,
    auch nicht wenn du alles selber installierst.
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hallo Michael,


    ich bin in einer ähnlichen Lage wie Du. Vor kurzem habe ich mir eine Photovoltaikanlage zugelegt. Meine ersten Gedanken waren so wie Deine, nämlich nur eine kleine Anlage für die Grundlastabdeckung zuzulegen. Ich bin aber froh, dass ich davon abgekommen bin und mir eine etwas größere Anlage (4,59 kWp) angeschafft habe. Der Punkt ist, wenn es bewölkt ist, dann bringt diese Anlage oft nur um die 200 W. Dies reicht dann, um die Grundlast im Haus abzudecken und den Rest einzuspeisen. Mit nur ein oder zwei Modulen könnte man bei Bewölkung noch nicht einmal mehr die Grundlast abdecken.


    Zu den Kosten: Du kannst die gesamte Anlage über ein KfW-Darlehen finanzieren. Bei meiner Bank war die Mindestdarlehenssumme 5000 €. Dafür bekommt man eine Anlage um die 4 kWp. Die Anlage sollte sich nach ca. 10 Jahren rentiert haben. Wenn das Darlehen über 10 Jahre läuft, dann finanziert sich die Anlage quasi selber. Sprich das was Du an Einnahmen hast (Einspeisung) und das was Du an Strombezug sparst (Eigenverbrauch), das steckst Du in die Abzahlúng des Darlehens. Man braucht also praktisch kein Eigenkapital und die Tilgung des Darlehens des Eigenheims wird praktisch nicht beeinflusst. Die Anlage läuft also unabhängig nebenher. Nach ca. 10 Jahren wirft die Anlage Gewinn/Überschuss ab.


    Das wollte ich Dir einfach mal aus meiner Sicht und aus meinen Erfahrungen schildern. Vielleicht hilft es Dir, eine Entscheidung zu treffen.


    Gruß
    Parabel

  • Hallo zusammen,


    okay, wenn es wirklich in dem Budget nichts gibt, werde ich das ganze wohl nach hinten verschieben.


    @ Parabel - Von der Grundlogik kann ich dem absolut folgen. Bei mir ist die Situation aber umgekehrt. Im Zweifel würde ich zumindest einen Großteil der Anlage ohne Kredit erwerben. Dementsprechend muss ich die PV-Anlage als Wirtschaftsanlage betrachten und dahin gehend ist eine Tilgung des Hauskredits einfach finanziell deutlich attraktiver.


    Grundsätzlich hätte ich gerne ein solche Anlage, sowohl wegen dem grünen Gewissen, als auch um ein wenig unabhängiger vom Stromnetz zu sein, als auch weil ich die Technik einfach genial und zukunftsweisend finde. Aber wenn sich da in meinem aktuell sehr eng gesteckten Budget nichts realisieren lässt, werde ich wohl noch ein wenig warten und auf die Entwicklung günstigerer Solarpanele warten und mir dann irgendwann das halbe Dach damit voll stellen.


    Vielen Dank auf jeden Fall schon mal für eure Meinungen, bin gerne für weiteren Input offen.


    Grüße
    Michael

  • Du könntest ja zwei Module nehmen, einen Microwechselrichter von AEconversion und das CO3.
    Dann hast du eine nichteinspeisende PV Anlage - dein Bein ist aus dem Knast raus - und du kannst dein Hausnetz mit max 500 W füttern.....


    :lol:

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !