Pb-Batterie: Kapazitäts- und Funktionstest

  • In einem anderen Thread hatte jemand Probleme mit einer von ihm sehr vernachlässigten Batterie. Ich hatte dort einen Vorschlag gemacht, wie der Eigentümer der Batterie relativ schnell prüfen kann, ob die Batterie überhaupt noch etwas taugt oder nicht. Der Vorschlag wurde dort diskutiert und ich schlug vor, dass man das Thema Batterietest im Batterie-Wiki aufnehmen sollte.


    Ich habe mein letztes Wochenende dazu genutzt, alles so aufzuschreiben, dass es nachvollziehbar und stimmig sein sollte. Das Ergebnis ist hier:
    Ich würde mich freuen, wenn dieser Beitrag technisch intensiv durchgekaut wird (ich bin zwar ziemlich gut aber nicht technisch unfehlbar; wenn etwas nicht richtig ist, bitte unerbittlich zuschlagen; ich besser dann ohne Maulen nach). Ich hätte den Text direkt im Batterie-Wiki eingestellt, aber @Pezi hat mit die Zugriffsrechte entzogen; keine Ahnung warum, also jetzt so!

    Dateien

    • BatterieTest.doc

      (66,05 kB, 534 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo JDH,
    erst mal DANKE für Deinen Beitrag! Sehr ausführlich, hat sicher einige Zeit in Anspruch genommen.
    Alles habe ich zwar noch nicht "geschnallt" (das mit den Koordinaten und der Berechnung....), aber mir ist Folgendes aufgefallen:
    Seite 5:
    Wir sollten uns nicht mit dem 10-stündigen Entladestrom bei einer Batterie, welche für den 5-stündigen Entladestrom projektiert ist, "begnügen". Das ist eine zusätzliche Fehlerquelle. Eine 400Ah/5h- Batterie (Stapler z.B.) muß mit möglichst konstant 80A entladen werden, eine 400Ah/10h-Batterie (Ortsfeste z.B.) mit konstant 40A. Der damit "eingeschleppte" Fehler kann rd. 10% (zuviel ermittelte Kapa) betragen.
    Über Batterien mit 400Ah/100h rede ich nicht, das ist eine Parallele zum VW-Abgasskandal - reine Augenwischerei und Verdummung des Kunden!!! Finger weg, die hat praktisch statt 400 nur 300Ah! (grob geschätzt)


    Abweichende Batterietemperaturen haben einen sehr geringen Einfluß auf die Kapazität und sind zu vernachlässigen. Rd. 1% weniger Kapazität bei Batterietemperatur von 15° statt 30° - geschenkt, würde ich sagen.


    Den Hintergrund verstehe ich nicht so richtig:
    "Wenn auch nur eine Zelle unter 1,93 Volt absackt, dann sollte man den Test sofort abbrechen, denn sonst schickt man die Zelle auf jeden Fall über den Jordan (vielleicht wäre sie noch zu retten). Normalerweise sollte der Test beendet werden, wenn man bei 1,97 Volt (20% SoC) angekommen ist"


    Du schreibst das unter der Überschrift "Funktionstest", mit der Bemerkung: Der Funktionstest ist ein Kapa-Test.
    Beim Kapa-Test wird aber bis zur Entladeschlußspannung entladen:
    - Stapler bis 1,75V/Z
    - Ortsfeste bis 1,8V/Z
    Der Kapa-Test geht bei der Stapler über 5h (mit 80A wie o.g.), bei der Ortsfesten über 10h (mit 40A...), das ist DER Kapa-Test!


    Den wollen wir nicht machen, die Gründe hast Du richtig beschrieben. Wie kommst Du auf 1,97V/Z....bzw.
    1,93V/Z (Abbruch)


    Das ist mir halt aufgefallen und Du wolltest ja eine Rückmeldung....
    Gruß Stromdachs

  • Auch meine Anmerkungen hierzu:


    - Lasse den Begriff Funktionstest fallen, dieser wäre bestenfalls eine alternative Beschreibung für den Quick-And-Dirty Test.
    - Die Verwendung bzw. Bewertung einer Stromzange kommt überhaupt nicht vor.
    - Statt dem Wort "Strömen" bei den Glasfasermatten, würde ich von einem unterbinden des Flüssigkeitsstromes sprechen, um eine Verwechslung mit dem Ionenstrom zu vermeiden.
    - Bei der Verdünnung die im nächsten Abschnitt vorkommt, mußte am Ende des Absatzes bei "weniger stark verdünnt" stoppen, weil das Verb verdünnt bei beiden Ladezustände vorkommt. Ich hätte von der Säure geschrieben, deren Dichte wieder ansteigt.
    - verkehrtes Personalpronomen im nächsten Absatz "mit ihm gemischt" -> "mit diesem gemischt" werden.
    - Weiter im nächsten Satz. Hier würde ich nicht von einem Verbrauchen von Säure reden, sondern das diese in den Elektroden gebunden wird.
    - dito bei "Oberfläche der Elektrode verbraucht"
    - statt der echten Fehler außer der Sulfatierung, würde ich von nicht regenerierbaren sprechen
    - Zur Tabelle, dies nur auf PzS Typen beziehen (Säuredichte ist zwar sonst nicht bestimmbar, aber dass die Spannungswerte nicht für PzV´s verwendet werden sollen).
    - Zum einen kommt der Begriff Entladeentspannung gar nicht vor und zum anderen ist dieser Hersteller und Typ abhängig. So ist mir der Wert 1,85V/1,8V geläufiger als 1,93V welchen Du wahrscheinlicht von 2,13V - 0,2V für manche Überschlagsrechnung abgeleitet hast.
    - Zur Interpredation für Schnarchladung: Diese steht für die Lange Dauer und "Langsamkeit", weil man dabei einschlafen kann. Nur im Schlafen kann man Schnarchen.
    - Wie mein Vorschreiber schon geschrieben hat, die Entladedauer (C5/C10) nach Datenblatt ist zu verwenden, um auf die Batteriekapazität zu schließen.
    - Bei der Beschreibung der Lastgeraden, wäre ein gezeichnetes Diagramm hilfreicher
    - Die Abkürznug SoH sollte genauso wenigstens einmal ausgeschrieben werden wie SoC
    - Irgendwie wurde der letzte Satz des Artikels nicht beendet


    Und beim nächsten längeren Artikel, den Du zur Kommentierung hier einstellst, bitte Zeilennummern verwenden (Word: Seitenlayout - Seite einrichten - Layout - Zeilennummer).

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Zitat von jdhenning

    Ich hätte den Text direkt im Batterie-Wiki eingestellt, aber @Pezi hat mit die Zugriffsrechte entzogen; keine Ahnung warum, also jetzt so!


    Sorry JD, aber ich hab dir glaub ich schon 2 oder 3mal gesagt das ich keine Romantexte im Wiki will, das macht es unübersichtlich .. Du schweifst hier viel zu sehr aus und gibts zusätzlich noch Sachen rein die alle schon geschrieben wurden. Im Wiki kannst das gerne einstellen wennst du es auf 1 bis maximal 2 Seiten auf die technische Relevanz eines Kapatests kürzt ohne Ausschmückungen, so das es rein um den echten Kapatest geht. So das es für den Laien für das reine "Wie funktioniert der Kapatest" noch lesenswert wird. So ist mir das persönlich viel zu lang. Hier ist viel zuviel allgemeine Zusatzinfo drin die jemand der nur schnell nachlesen will wie ein Kapatestabläuft eigentlich nicht wissen will, und das ist die Überschrift. Allein das schon wieder Batterielehre drin ist, Mulitmeterabweichungen, wie ein Shunt funktioniert usw Bläst den Artikel nur künstlich auf... und das du da ein Copyright drauf haust, jedoch ohne selber Quellenangaben zu verwenden...


    Im Endeffekt
    1. Normal volle Batterie bei Raumtemperatur.. wenn man da zuerst ein volles A-typische Ausgleichsprogramm fahrt mit kompletter Zelleangleichung, dann hat man ja vorweg eine Regenerierung gemacht. Kann man machen muß man aber nicht .


    2. Entladen unter C Nennwert bis Entladeschlussspannung lt. Hersteller
    3. ISTZEIT in Stunden/SOLLZEIT in Stunden * 100 => Reale KAPA bei C Wert


    Bricht eine einzelne Zelle vorweg ein brauchst nicht abbrechen weil dann ist die betroffene Zelle sowieso im A..da kannst nix mehr schädigen was icht schon kaputt ist. Abgesehen davon haben die große Masse der Leute hier Blockbatterien wo keine Zelleinzelmessung möglich ist. Da geht es nur mit Gesamtspannung, weil keiner wird da permanent SD messen.,


    Von jeglichem anderen Test halt ich persönlich rein überhaupt nix. Quick und Dirty und CO sagen nur aus ob nicht ein Zellschluss da ist.. und lasen ganz grobe Rückschlüsse zu.. kann aber genauso sein das die Kapa dann gerade ab 50% rasant einbricht...=> auf Kapa richtig rückschussführen kann man damit nicht wirklich.

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

    2 Mal editiert, zuletzt von pezibaer ()

  • Soll das ein Witz sein , JDH als Akkuprüfer :mrgreen:
    Der hatte doch noch nie einen in der Hand.
    Den Teufel mit dem Bezebub austreiben :lol:


    Zitat von stromdachs


    Wir sollten uns nicht mit dem 10-stündigen Entladestrom bei einer Batterie, welche für den 5-stündigen Entladestrom projektiert ist, "begnügen". Das ist eine zusätzliche Fehlerquelle. Eine 400Ah/5h- Batterie (Stapler z.B.) muß mit möglichst konstant 80A entladen werden, eine 400Ah/10h-Batterie (Ortsfeste z.B.) mit konstant 40A.


    Dachs bist ja doch noch da :wink:
    Man darf aber ruhig viel mehr Strom ziehen am Anfang, den Rest dann mit dem Normwert.
    Da passt es immer noch.


    Mir ist nämlich aufgefallen das die oft hier propagierte Mindestgröße (Kapazität) von Akkus teils hinfällig ist da sowieso sehr selten die Maximalleistung gefordert ist.


    Vor dem Hintergrund finde ich auch eine Berechnung der Haltbarkeit von 20 Jahren arg übertrieben.
    Finde da sollte man eher max. 10 Jahre zu Grunde legen.
    Einmal Verschleiß - nicht nur durch die Zyklen sondern auch wegen der Lebensdauer.
    Andereseits durch die fortschreitendenden Speichertechnologien ...

  • Zitat von Havokll

    15Crad Differenz nicht wichtig? geschenkt?
    Hab zwar nur die Zeilen hier gelesen weil mir das zu viele Seiten sind.
    Aber 1% sind falsch behaupte ich mal. Hab bei meiner gemerkt, der Unterschied von 25-30crad zu 10-15crad sind erheblich.


    Das ist schon richtig nur ist das nicht die normale Schwankungen eines normalen Raumes für Batterien... der im Bereich 20°+-5° liegen sollte welche auch den Aufstellungsbedingungen für 100% Kapa enstprechen.. das ist auch der Temperaturkorridor den ich mir einbilde auch Hoppeke für die Aufstellung vorgibt.... deine 10-30° sind ja 20° Differenz somit die das doppelte und sollte auch nicht sein.


    lg

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

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    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Es ist zu unterscheiden zwischen Raum- und Elektrolyttemperatur, welche immer höher liegt.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Sensor hängt zwischen den Zellen danke.
    Messe ja meine Raumtemperatur auch nicht mit einem aussenfühler.


    Werk gibt Werte bei 30crad an und es wird hier von 15 Crad gesprochen bzw Bei Raumtemperatur von 20Crad.
    Sorry aber von 20Crad und 100% zu reden ist meines Erachtens nicht richtig :D