Eilt! Frage zur Umsatzsteuererstattung

  • Hallo Forengemeinde,


    ich habe mich heute neu angemeldet, weil ich recht schnell Hilfe benötige.


    Situation:
    Ich wohne in einem EFH zur Miete. Das Haus & Grundstück gehört meinem Vater.
    Wir haben jetzt gemeinsam beschlossen, das eine PV-Anlage aufs Dach kommt.
    (Ist auch schon in der Realisiereung - Donnerstag beginnt die Montage)


    Käufer der PV-Anlage ist mein Vater, KfW-Kredit und Förderung sind bewilligt, laufen auf seinen Namen.
    Betreiber bin ich selbst.


    Es geht mir um die Umsatzsteuer-Rückerstattung für den Kauf der Anlage.


    1) Wie bekommt mein Vater als Nicht-Betreiber der Anlage die UST erstattet? (mein Vater hat ein Gewerbe angemeldet, darüber laufen 3 Ferien-Wohnungen und das Haus, in dem ich wohne)


    2) Welche Unterlagen braucht das FA dazu?
    Gibt es Probleme oder Fragen, wenn Eigentümer und Betreiber nicht identisch sind?


    3) ich habe schon ein Gewerbe angemeldet (für EDV-Dienstleistungen). Kann ich die Einspeisung und den Eigenverbrauch darüber laufen lassen oder muß ich noch ein Gewerbe für die Stromerzeugung anmelden.


    Entschuldigt bitte, wenn das Thema schon mal behandelt wurde, ich habe auf die Schnelle nichts finden können.


    :danke: im voraus
    Rainer

    Meine Anlage:
    6,36 kWp, 24 PV-Module 265Watt ALEO S_19, polykristallin,
    DN 22 Grad Ausrichtung Ost / West
    SolarEdge Leistungsoptimierer P 300-RS
    Wechselrichter SolarEdge SE7K-ER-01, 3-phasig
    SENEC.Home 5.0 LI

  • Hallo Rainer,


    willkommen im Forum. Zu Deinen Fragen kann sich sicher unser "kpr" äußern. Was ich Dir jedoch ans Herz legen möchte: Schau zu, daß Du die Rechnung für Deine Anlage erst Anfang Januar geschrieben bekommst und auch bezahlst! Mache dies unbedingt sofort mit Deiner Solarfirma so aus, sonst legst Du Dir gleich das erste Ei! (Wegen der Umsatzsteuer-Erstattung) :wink:


    Gruß
    Torsten

    15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
    seit 2007 sowie seit 03/2012 12,675 kWp 1 SMA STP12000TL mit 65xSchott Mono 195
    17,745 kWp 2 SMA SB5000TL+ 1 SB4000TL mit 91xSchott Mono 195

  • Also meines Wissens nach bekommt nur der Käufer die Umsatzsteuer beim Kauf einer PV zurück erstattet.


    Da Dein Vater aber kein Gewerbe für den Stromverkauf gemeldet hat, wird er wohl auch nichts zurück erhalten.


    Was verstehst du unter "Die Anlage wird von mir betrieben". Was machst du mit den Strom? verkaufen? oder selbst nutzen? oder beides? Wenn du den Strom als Einspeiser verkaufst, dann musst Umsatzsteuer auf den Ertrag abführen und ein Gewerbe für den "Stromverkauf" anmelden.


    Das bringt Dir meines Wissen nach aber noch keine Umsatzsteuererstattung der Anlage, da diese ja Dir nicht gehört. Das wäre für mich logisch aber lass dich besser vom Steuerberater beraten.


    Sonnige Grüße

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Schön verfahrene Situation. Das hätte man auch sauber aufgleisen können - dann müsste man jetzt nicht zaubern.


    Über den Vater mag es Wege geben, da er ja Unternehmer ist. (Ferienwohnungen).
    Darauf jedoch hier in einem Forum eine Aussage zu gründen, wäre völlig unseriös.
    Man müsste rechtssicher feststellen, ob es machbar ist, die Anlage mit Vorsteuerabzug durch den Vater zu erwerben, und dann an Dich steuerpflichtig weiterzuveräußern.


    Sollte ich hier schon irren - und Dein Vater ist gar kein umsatzsteuerlicher Unternehmer, dann ist die Antwort einfach: gar nicht.,
    Nur noch Not-OP: Ganz schnell den Bestelleintritt gegenüber dem Solarteur erklären; Finanzierung ggf. umstricken.


    Gründung einer BGB-Gesellschaft.... Vater bringt PV gegen Gewährung von Gesellschaftsanteilen ein; oder als Asset-Deal.. Vater verkauft Anlage stpfl. an die Gesellschaft. Könnte auch ein Ansatz sein.


    Ist aber alles kein Anzug von der Stange. Hier ist der Gang zum Berater m.E. angeraten.



    Ich mag mich täuschen - aber die übrigen Fragestellungen erwecken nicht den Eindruck, als sei die Konstellation das Ergebnis eines wohlfein ausgearbeiteten, raffinierten Planes - sondern irgendwie ein Zufallsprodukt, bei dem die Abfolge von Planungs- und Realisierungsphase vertauscht wurden. sozusagen ein steuerliches "kick & rush".


    Sollte ich damit Recht haben:
    Dreh alles auf Anfang und dann alles auf Standard.


    Bitte mal die EEG-Experten hier anhören... inwieweit die Gründung einer BGB-Gesellschaft tauglich sein könnte, sowohl den Verbrauch bei Dir als auch beim Vater umlagenbefreit oder -gemindert abfackeln zu können.


    Also erst die Situation bei der EEG-Umlage klären (echter Renditekiller) - dann alles andere drumherum bauen.
    Saubere Verhältnisse: Der Betreiber beauftragt die Anlage oder erklärt erforderlichenfalls vor Realisierung den Bestelleintritt.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hallo, ihr Drei,


    erstmal danke für eure Antworten.


    Erstmal noch ein paar Hintergrundinformationen.


    Mein Vater wollte/will die Anlage eigentlich nicht, aber ich konnte ihn überzeugen.
    Die Anlage soll für Eigenverbauch sein und nur minimale Überschüsse würden eingespeist.
    Laut Solarteur ist die Anlage so bemessen, das ein Autarkiegrad von 80% erreicht werden soll.


    Ich hatte gerade ein Telefonat mit der Solarfirma und deren Steuerberater.
    Mein Vater ist Eigentümer der Anlage und vermietet diese an mich. Damit hat er die Investition und dagegen die Mieteinnahmen.
    Ich betreibe diese und verbrauche den Strom selbst, also ohne Gewinnerzielungsabsicht, da die Miete immer höher sein wird, als die Einnahmen aus der minimalen Einspeisung.


    Hier sollte es doch unproblematisch sein, das mein Vater die gezahlte Umsatzsteuer zurück bekommt oder irre ich da?


    Inbetriebnahme ist auf jeden Fall erst im Januar 2016.


    viele Grüße
    Rainer

    Meine Anlage:
    6,36 kWp, 24 PV-Module 265Watt ALEO S_19, polykristallin,
    DN 22 Grad Ausrichtung Ost / West
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  • Zitat von rdietzsch

    Hallo, ihr Drei,
    erstmal danke für eure Antworten.
    Erstmal noch ein paar Hintergrundinformationen.


    Mein Vater wollte/will die Anlage eigentlich nicht, aber ich konnte ihn überzeugen.
    Die Anlage soll für Eigenverbauch sein und nur minimale Überschüsse würden eingespeist.
    Laut Solarteur ist die Anlage so bemessen, das ein Autarkiegrad von 80% erreicht werden soll.


    Hilfe, das riecht verdächtig nach teurer Sünde in Form von Speicher. :roll:
    Hat der Solarteuer sein Angebot auch fein mit 3-5% Strompreissteigerung, einer hohen Ertragsprognose und einem unkaputtbaren Akku schön gerechnet? Hat er schön gemacht!


    Zitat

    Ich hatte gerade ein Telefonat mit der Solarfirma und deren Steuerberater.
    Mein Vater ist Eigentümer der Anlage und vermietet diese an mich. Damit hat er die Investition und dagegen die Mieteinnahmen.


    Riecht nach EEG Umlage.
    Wie viele Stromzähler vom VNB habt ihr im Haus?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • puh... um wieviel MWp gehts hier?


    why the f..... hast Du den alten Herrn nicht aus der Nummer rausgelassen - wenn er eh nicht wollte?


    Ich überlege gerade krampfhaft, wo der Haken sein könnte. Also außer, dass hier ein Brühwürfel mit nem Sattelschlepper ausgefahren wird.
    So richtig fällt mir nichts ein.


    Die Gewinnermittlung wird das FA von Dir dennoch haben wollen - denn mit einem Federstrich wäre ja die Pacht auch niedriger.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hallo kpr,


    dazu habe ich dir eine PN geschickt, da nicht alle Informationen dazu öffentlich sein müssen.


    Rainer

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