Anlagenplanung für EFH

  • Hallo zusammen,
    ich bin durch einen Bekannten auf dieses Forum gestoßen und absolut begeistert, wie einem hier geholfen wird. Ich selber bin gerade am planen der Photovoltaikanlage für unser EFH. Baubeginn ist nächstes Jahr März.Deswegen kann ich jetzt auch noch nichs über unseren Jahresstromverbrauch sagen. Es wird ein KFW40 Haus, als Heizung ist eine elektrisch betriebene Sole/Wasser WP geplant. Zu unserem Dach. Es wird ca 11,70m lang und ca 5,30m tief, gesamt ca. 50m² pro Dachseite, Dachneigung wird 20° betragen und die Ausrichtung ist ungefähr -36° in Richtung Osten. Ach ja die Postleitzahl ist die 95666.
    Für mich stellen sich im Moment folgende Fragen:


    1. Anlagengröße: Unter 7kW, unter 10kW, oder das ganze Dach auf beiden Seiten mit Photovoltaik bedecken? Mein Bekannter meint nur, was besseres als PV ist nur noch mehr PV ;-) Wie seht ihr das?
    2. Mit oder ohne Speicher?
    3. Welcher Hersteller?
    4. Was sind vertretebare Preise für das kW?
    5. Welcher Anbieter aus unserer Region kann empfohlen werden?


    Ich würde mich über Hilfe wirklich freuen! Sollte ich etwas vergessen, bzw. das Ganze etwas naiv geschildert haben, dann verzeiht mir das bitte.
    Viele Grüße
    Tobias

  • Naja, beide Seiten würde ich nicht machen, bei -36 im Osten
    Ist die andere Seite ja ja schon fast Norden, okay zwar 20 grad dachneigung der Renner wird es nicht.


    Speicher wuerde ich nur machen wenn es wirtschaftlich sein soll nein.


    Wenn10 kW/p dann machen.
    Nur nicht knapp über 7 kw/p, smaertmetering, wobei das fuer alle kommen wird, frage der zeit.


    Preis sollte bei Neubau, wenn Geruest mit verwendet werden kann
    Locker unter 1300 Euro kW/p sein.

    ZOE intens 10/2014, IONIQ Style electric 11/2017, Kona 12/2018
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

    Einmal editiert, zuletzt von michaell ()

  • Hallo und Willkommen im Forum,
    1. vor einem halben Jahr hätte ich gesagt, mach voll bis 10kWp. rein finanziell steht aber wirklich zu befürchten, daß die intelligenten Meßsysteme die Rendite der letzten 3 kWp auffressen :( und bei 50m² sollte man auch mit günstigen 250er Modulen 7kWp unterbringen können ohne, daß es aussieht man hätte bewußt weniger gebaut (oder die Nachbarn denken können für die letzten Module hätte das Geld nicht gereicht - ich kenne doch die Oberpfälzer :D )
    2. das 10000-Dächer-Programm kennst du schon? Oder hast du schon unterschrieben? Auch wenn Speicher sich eigentlich kaum rechnen, aber das finanziert dir den womöglich komplett :shock: Ist zwra ein Mitnahmeeffekt, den ich als Steuerzahler ablehne, aber so sind die Regeln halt...
    3. das kommt später, Hauptsache alles paßt gut zusammen
    4. schau mal auf den Marktplatz hier

  • Zitat von PV-Express

    Hi
    Speicher rechnen sich nicht nur "kaum", sie rechnen sich gar nicht ;-)


    Das kommt auf die Rahmenbedingungen an, in der Regel hast du recht. Aber wenn ihn der Freistaat Bayern zahlt, sieht das schon deutlich freundlicher aus ;) Ich warte aber immer noch, daß sich hier der erste meldet, der wenigstens eine Förderzusage hat, weil die Rahmenbedingungen doch nicht ganz einfach sind.

  • Danke für die Rückmeldungen.
    Zunächst eine Fachfrage: Was ist der Unterschied zwischen smartmetering und smart grid ready? Ready ist ja Voraussetzung für die Förderungen...
    Ich habe euch einmal die Förderungen des 10000 Häuser Programms angehängt.
    Macht das dann überhaupt Sinn, oder lässt man die Förderung weg und speist 70% ein..
    Zur Dachausrichtung ein Ausschnitt unserer Planung.
    Und wenn ich gleich beide Seiten des Satteldachs mit PV belege, dann hab ich doch bei 20° immer noch eine relativ gute Ausnutzung.

  • Zitat von TobiasK79

    Danke für die Rückmeldungen.
    Zunächst eine Fachfrage: Was ist der Unterschied zwischen smartmetering und smart grid ready? Ready ist ja Voraussetzung für die Förderungen...


    Momentan nennt sich das "intelligente Meßsysteme" bzw. "Digitalisierung der Energiewende" da gibt es einige Threads z.B. http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?f=90&t=109341 was das smart grid ready ganz konkret bedeutet, weiß imo noch niemand. Hauptsache dein Energieberater unterschreibt, auch wenn der das wohl auch nciht so genau weiß. Wenn du einen Speicher willst (und nur dann), dann würde ich das mitnehmen und oben drauf noch die 3-Liter-Haus-Förderung (schaffst du doch?) aus dem selben Programm ;)

    Zitat


    Und wenn ich gleich beide Seiten des Satteldachs mit PV belege, dann hab ich doch bei 20° immer noch eine relativ gute Ausnutzung.


    Wenn du das Geld am Konto hast, kann man das sicher machen, wäre aber bei einem Bauherrn eher untypisch ;)
    Mit Speicher und 50% imo auf keinen Fall, weil dir das den Eigenverbrauch zu den Spitzenzeiten nicht erhöht und du einen "riesigen" Speicher bräuchtest oder in die Abregelung kommst. Dazu kommt, daß du über 10kWp reduzierte EEG-Umlage auf die Eigenversorgung zahlst - kann man machen, wenn man wirklich deutlich über 10kWp auf einem Süddach kommt, aber irgendwas zwischen 10 und 15kWp Ost-West sollte man sich nicht antun.

  • Also ich fasse mal zusammen:
    - nur die Südseite belegen
    - am besten unter 7kW bleiben
    - aufgrund der ausreichend vorhandenen Fläche 250er Module verwenden
    - da keine Dachfenster und Beschattung stören, sollte eigentlich die Belegung kein Problem sein
    - hat jemand einen Vorschlag, welche Module, welcher Wechselrichter usw...
    Danke noch einmal für die Antworten