Umsatzsteuer auf EV richtig berechnen (noch Mal :) )

  • Hallo zusammen,


    Nach dieser Brief von BFM http://www.bundesfinanzministe…ovoltaik-KWK-Anlagen.html ist jetzt klar geworden wie soll man eigentlich Bemessungsgrundlage für Umsatzsteuer EV berechnen. Einiges habe ich aber verpasst und zwar ob in gesamten Provider Preis verschiedene Boni (Sofortbonus, Neukundenbonus, Skonto, Bonus für Abschlussrechnung usw.) die sehr stark Nettopreis mindern können berücksichtig werden dürfen? z. B. Ich habe einen Tarif


    Preis pro kWh: 23,21 Cent/kWh
    monatlicher Grundpreis: 23,75 EUR/Monat
    Bedarf ist 4800 kWh/Jahr
    EV 2000 kWh/Jahr


    Aber dazu noch Sofortbonus €250 der nach erste 3 Monate ausgezahlt wird und 20% Rabatt auf tatsächlichen Jahresverbrauch als Neukundenbonus der aber nur nach einem ununterbrochenen, vollständigen Belieferungsjahr fällig und in der 1. Jahresrechnung verrechnet wird.


    Ich sehe jetzt zwei Varianten:


    a) UMSt = (23,21 * 4800 + 23,75 * 12) / 1,19 / 4800 = 0,2449 Netto pro kWh * 2000 * 0,19 = €93,08
    b) UMSt = (23,21 * (4800 * 0,8)+ 23,75 * 12 - €250) / 1,19 / 4800 = 0,1621 Netto pro kWh * 2000 * 0,19 = €61,62


    Und natürlich würde ich den zweiten nehmen. Frage ist ob ich das darf? Gibt es andere Varianten?
    Vielen Dank!

  • nimm einfach 20cent als Bemessungsgrundlage, passt schon.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Ich hab mir einfach in einem Vergleichsportal (verivox) den günstigsten Anbieter ohne Prämienzahlung gesucht und bin mit dessen Preis ins Rennen gegangen.


    Servus
    Manfred

  • Hallo JustMax,


    ich würde Variante b) nehmen, da sie deine wirklichen Stromkosten für das Jahr abbildet und das jederzeit belegbar.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Bevor wir tricksen - lernen wir erst wie mans richtig macht.


    Der Bezugspreis ist so etwas von schreiend einfach:
    Wir nehmen den Abrechnungszeitraum... schauen was Du bekommen hast (X kWh) und schauen, was Du unterm Strich dafür berappt hast
    l Euro in Bar
    - m Euro Rabatt
    - n Euro Begrüssungsgeld
    - o Euro Wareneinkaufsgutschein
    = Y Euro


    Nun teilen wir Y durch X.. und schon haben wir den Bezugspreis im Abrechnungszeitraum


    Jetzt müssen wir nur noch den Abrechnungszeitraum irgendwie dem Steuerjahr angleichen.
    Man könnte immer den Preis von dem Jahr nehmen, dass im Steuerjahr endet
    man könnte... wenn in ein Steuerjahr (=Kalenderjahr) mehrere Abrechnungsperioden fallen.... einen gewichteten Durchschnitt bilden.


    Jeder andere Weg ist geeignet, wenn das FA mitspielt.
    Die oben vorgeschlagenen Verfahren sind schlicht falsch. Natürlich hast Du keinen Rechtsanspruch darauf.
    (Ausnahme: Du beziehst keinen Strom; dann kannst du tatsächlich aufs Vergleichsportal zurückgreifen - und dann schamlos den günstigsten Preis nehmen.)
    Also: wenn Du damit leben kannst.. und das FA auch.... dann los!


    Es wird genug Sachbearbeiter geben, die die EÜR nur eines einzigen Blickes würdigen: Ist sie da? Wenn ja: Ablochen. Erledigt. Wenn nein: shit. erst anfordern. dann ablochen.
    Es wird genug Sachbearbeiter geben, die wenigstens wissen, dass sie nicht wissen, wie das bei PV genau geht;
    und noch mehr, die fälschlicherweise überzeugt sind, sie wüssten es.
    Und dann gibts noch die 150%igen.. denen man am liebsten 7 Jahre schlechten Sex wünscht. Die kommen drauf, und rechnen bis zur 8,. Stelle hinterm Komma - obwohl Euros nur zwei Nachkommastellen haben.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung