Studie: Energiewende kann Deutschland viel Geld ersparen

  • Fraunhofer-Studie: Energiewende kann Deutschland viel Geld ersparen


    Die Energiewende wird Deutschland bis 2050 annähernd so viel kosten, wie das Land ohnehin für die Energieversorgung aufwenden müsste. Das ist das Ergebnis einer Simulation von Forschern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE). Je nachdem, wie sich die Preise für fossile Brennstoffe und Emissionszertifikate entwickeln, kann das Projekt der Volkswirtschaft auch viele Milliarden Euro ersparen.


    Geht es im gesellschaftlichen Diskurs um die Energiewende, dominiert eine Frage: Was kostet der Umbau der Energieerzeugung hin zu regenerativen Quellen? Und darauf folgt: Können wir uns das leisten? Bisher ließ sich dieser Sorge schwer begegnen, denn es fehlten Erhebungen, die die voraussichtlichen Kosten der Energieversorgung durch konventionelle Ressourcen jenen mit regenerativen Energien gegenüberstellen. Die Lücke hat nun das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) geschlossen. Mehr als drei Jahre haben Forscher an einem Simulationsmodell gearbeitet, das die Kosten unterschiedlicher Energiesysteme von 2014 bis 2050 berechnet.

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  • Zitat

    Preise für fossile Brennstoffe entscheiden, wie günstig die Energiewende sein wird


    Zum Glück der falscher Ansatz!


    Im Sinne einer Volkswirtschaft geht es vor allem um die Wertschöpfung (BIP) im eigenen Land. Solange die Aufwendungen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie nicht überstrapazieren, sind die 'Kosten' sogar schnuppe, da die EE einen viel höhere Wertschöpfung im Land generieren, als der simple Import von Gas, Öl, Steinkohle, Uran oder sogar Strom selbst. Da unsere Industrie mit Abstand in der Breite die niedrigsten Energiestückkosten hat, nach meiner persönlichen Meinung viel zu niedrig, kann der stärkere Ausbau der EE nur die Binnenwirtschaft stärken und positive Effekte auf das BIP und die Beschäftigung haben.


    Deshalb ist es auch hirnrissig, ausgerechnet die Braunkohle (z.Z. schon offene Tagebaue) als erste fossile Energiequelle aus dem Spiel zu nehmen. Bei allem CO2 und Gutmenschen Gelaber, geht es bei den EE vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft Heute und in der Zukunft.


    Wahrscheinlich ist, dass die Industrie der EE eine deutlich schneller Entwicklung erfährt und damit die Kosten senken wird, als das sich die Förderung, die Verarbeitung und der Transport der Fossilien Brennstoffe in gleicher Weise entwickelt. Stark schwankende Marktpreise sind grundsätzlich Gift für die Wirtschaft (Stimmung und Investitionen), auch deshalb wirkt das Aussteuern der fossilen Energieträger sicher insgesamt stabilisierend auf die Industrie und die Verbraucher.

  • Nun, das erwartete Ergebnis: die meisen Konventionellen eRzeugungen und die Erneuerbaren liegen in D aktuell Kopf an Kopf. Damit ist acuh der Ausgang der Studie vorgezeichnet: ändert sich nichts ists preislich Wurst was man zubaut. Womit die Vorfahrt der Erneuerbaren beim Zubau klar sein sollte.
    Ebenso die notwendige Beschleunigung bei der Gebäudesanierung. Wo aber nach meiner Erfahrung vor allem die Ältere Generation bremst " da hab ich ja nix mer davon, für mich tuts auch noch die bisherige Heizung, und keine Dämmung am Haus, und Lärm und Dreck will ich nicht". Meine Erfahrung.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat von hfrik

    Wo aber nach meiner Erfahrung vor allem die Ältere Generation bremst " da hab ich ja nix mer davon, für mich tuts auch noch die bisherige Heizung, und keine Dämmung am Haus, und Lärm und Dreck will ich nicht". Meine Erfahrung.


    also, mache das was ich mache, fuer die nachfolgende generation, also fuer meine kinder!


    ""Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen""


    sehe ich was falsch?
    wer nun keine kinder hat, der hat auch die welt / das leben nicht verstanden... :juggle:

    sonnige gruesse aus THAILAND,
    towa


    1. Off-Grid SMA SMC6000TL + SMA Island 6.0 - Lifepo4 48V, 320Ah - 6.5 kWp (NOTC)
    2. Off-Grid PIP2424MSX - 2.0 kWp (NOTC) - Lifepo4 25V, 400Ah

  • Zitat von hfrik


    Ebenso die notwendige Beschleunigung bei der Gebäudesanierung. Wo aber nach meiner Erfahrung vor allem die Ältere Generation bremst " da hab ich ja nix mer davon, für mich tuts auch noch die bisherige Heizung, und keine Dämmung am Haus, und Lärm und Dreck will ich nicht". Meine Erfahrung.


    Intern (Binnenwirtschaft) kann man so viel Druck machen, wie es politisch ratsam ist! Es gibt ja kein Menschenrecht auf 100m2 Wohnraum pro Person mit je 40 kWh je m2 und Jahr zu marginalen Kosten.


    Grade Verschärfungen des Baurechts, diverse Kontrollen haben die Bauwirtschaft immer angetrieben. Es bauen Japaner in Instabil! um nur mal ein krasses Beispiel zu nennen.


    Ich bin ja für die 'Gleichberechtigung' bzw, annähernd Gleichbehandlung jeder "verbrauchten" kWh im Steuerrecht und bei den Abgaben!


    Warum kann eine Gemeinde an der Küste, mit exorbitant viel Windstrom nicht mal Fragen, warum ausgerechnet der 'eigene' Windstrom x mal mehr mit Abgaben und Steuern belastet wird, als das Putin Zeug, dass der Gemeinde die Kaufkraft absaugt?


    Wenn wir auf jede kWh eine EEG Umlage von X Cent und einen 'Rentenzuschuss' von X Cent draufschlagen, wollen wir mal sehen, wie sich die Menschen zu den Energieträgern positionieren werden.


    Im guten D. geht es nur über die eigene Brieftasche!

  • Könnte man sicher machen, dazu noch Stromsteuer, Erdgassteuer und Mineralölsteuer für Brennstoffe je kWh angleichen. Das ganze angekündigt über 20 Jahre in 5% -Schritten würde ja schon reichen, um das Gehirn in Bewegung zu bekommen - da tut dann kurzfristig noch nicht so weh, aber der längerfristige Preis ist chon bekannt und kann einkalkuliert werden. Das wüürde beim Liter Öl/ m³ Gas ein Endpreisaufschlag um 90 ct/ bei aktueller Höhe des EEG ausmachen, also 4,5 ctAufschlag je Jahr. Strom würde entsprechend eher billiger. Ein Teil der umlage in Zuschüsse zur thermischen Sanierung stecken, auch dort gibt es eine Schwelle ab der es flächendeckend losgeht.
    Aber die Konrad Fischers dieser WEld werden Zeter und Mordio schreien, und das PRogramm der Öffentlich rechtlichen sowie Privaten 24 Stunden am Tag mit Sendungen gegen den "Dämmwahn" füllen, solange man Journalisten nicht über inhaltliche Recherche schult.....

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Dieselbe Studie gab es 2010 schon einmal, jetzt mit verbessertem Modell und neuen Annahmen für die Kosten der Fossilien neu durchgerechnet.


    Das finde ich nicht verwerflich, denn dazu entwickeln die diese Modelle ja. Von mir aus können die das jedes Jahr mit aktualisierten Daten durchrechnen. Vor allem wenn die Eingangsgrößen so extrem schwanken wie derzeit.


    Die Kosten für Fossiles auf dem Stand von 2013 einzufrieren war irgendwann einmal "konservativ". Aber dann kam das Jetzt.


    Vielleicht sollte man verabreden, immer vor grundsätzlichen Änderungen im EEG und in angrenzenden Regelungen die Studie zu aktualisieren. Dann gibt es jeden Monat eine aktualisierte Fassung :D