Öl-Magnaten werden zu Klimarettern

  • Zitat von spiegel.de

    Kohlestrategie von Finanzinvestoren: Alles öko? Von wegen
    ...
    Pünktlich zum Klimagipfel versprechen Finanzkonzerne wie die Allianz eine weitgehende Abkehr vom Kohlegeschäft. Doch es bleiben Schlupflöcher. Wie man die nutzen kann, zeigt der deutsche Braunkohleriese RWE.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…e-wirklich-a-1065748.html

    Zitat von John Perry Barlow

    I'm a free-marketeer. I believe in free markets, but... sometimes you have things that look like free markets but aren't because of artificial reasons. I'm not very happy with the current state of what calls itself free market economy in the world because you've got all these grotesque monopolies that are able to game the system in a way that's to their advantage by virtue of their power, and that's not a free market.

  • Nun, die AMrschrichtung ist aber klar - man muss sich nicht mehr rechtfertigen, wenn man EE investiert, sondern rechtfertigen, wenn man konventionell investiert. Und zwar von der Finanziellen Seite her, ob das denn noch irgendeinen Sinn macht. Das ist ein Riesenunterschied.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat

    Das Manöver lässt sich allerdings auch anders sehen: RWE erschließt sich unter einem grünem Deckmäntelchen neue Geldquellen, mit denen dann auch das schmutzige Geschäft mit der Kohle weiterfinanziert wird. "Wir brauchen Geld für Wachstum. Zur Zeit kriegen wir das nicht", räumte Terium erst vor wenigen Tagen ein. Nach der angekündigten Aufspaltung schoss die RWE-Aktie in die Höhe.


    Der Artikel des Spiegels ist korrekt !


    Nun is es aber so, dass diese Alten Konzerne mit ihren Strukturen nicht verschwinden werden und auf jeden Fall in der Lage sind, die ganz großen Investitionen zu organisieren. Die Alt-Abteilung wird ganz sicher kein frisches Geld bekommen, ganz im Gegenteil, der wird sogar noch cashflow entzogen (Abschreibung). Denn wer wollte in Europa noch ein Kohlekraftwerk errichten? Selbst wenn man einige GuD bauen wollte, würden diese Investitionen kaum den 'Abbrand' in der Bilanz (Aktiva) ausgleichen können.


    Ich denke nicht, das eines der Braunkohle Unternehmen heute noch ernsthaft neue Tagebauprojekte anschieben wird, eher wird es so sein, das man sogar einiges an Vorleistungen und Investitionen wird abschreiben wollen, um schlechten Geld nicht gutes Geld hinterher werfen zu müssen! So ein Tagebau, der 2030 dann offen ist, müsste dann bis 2070 betrieben werden. *ha ha


    Mal ganz unabhängig von der Ertragskraft eines solchen Investment, wird sich kein Investor finden lassen, der da mitspielt, wo man bei WKA und PV in diesem Zeitraum 3 bis 5 mal das Geld rotieren lassen kann, bei ungleich kleinerem Risiko.


    Eine RWE Tochter, die mit 49% in einer Gesellschaft drin hängt, die wiederum 20* WKA a 7 MWp in der polnischen Ostsee aufstellt und betreibt, würde ich garantiert mein Geld geben, damit sich diese Gesellschaft dann auf dem Kapitalmarkt entsprechend refinanzieren kann.


    Im übrigen reagieren die nicht aus besserer Einsicht, sondern hecheln einfach nur hinterher.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010