PV-Anlage in Naturschutzgebiet nicht erlaubt?

  • Hallo,
    ich hoffe mir kann hier jemand weiterhelfen.


    Wir sind eine Anlage am Planen, haben uns auch beraten lassen und sind nur noch alle rechtliche Dinge am abklären. Und zwar komme ich aus PLZ 51491 und wohne in einem Naturschutzgebiet.
    Ich wollte natürlich alles rechtliche abklären und habe bei diversen Ämtern nachgefragt, ob ich die PV-Anlage bauen darf.


    Und nun bekomme ich ein Schreiben, dass es nochmal genau geprüft werden müsse, ob ich die PV-Anlage bauen dürfe. Eventuell würden noch einige Informationen gebraucht und eventuell würde jemand sich bei mir umschauen...
    Auf jeden Fall soll ich dafür auch noch 62€ je angefangene Stunde zahlen, egal ob der Antrag genehmigt oder abgelehnt wird und selbst wenn ich nun widerrufe muss ich zahlen.


    Somit stehe ich vor einem Problem: Will ja jetzt nicht noch hunderte Euro in den Wind schießen um am Ende zu hören, dass ich keine PV-Anlage bauen darf.


    Obwohl ich das echt nicht verstehe, egal ob nun Naturschutzgebiet oder nicht, die Anlage kommt auf's Dach...


    Weis da einer was genaues? Kann da irgendein Amt etwas dagegen haben?


    LG,
    P4T

    seit 27.01.16 -> 9.72 kWp Dachanlage in NRW (Rheinisch-Bergischer Kreis)
    Süd-West (Azimut 24°) & Neigung 45°
    36x SolarWatt 60P 270 wp Glas-Glas + Power-One PVI 10.0 TL-OUTD-S-FS + SolarLog 1200 BT & Solar-Log PRO380-Mod für 70% weich

  • Achso gerade noch gelesen, du wohnst in einem NSG und die Anlage soll auf dein Dach.
    Da erschließt sich mir aber eine Ablehnung der PV nicht. Sitzen da vielleicht seltene "Rathaus-Vögel" auf deinem Dach, oder haben sich Moosarten auf den Ziegeln angesiedelt? :mrgreen:


    Irritation oder Blendwirkung der Vögel durch PV könnte ich mir Vorstellen.


    Ansonsten kennt man das ganze nur vom Denkmalschutz.

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • villeicht lässt sich ja der Antrag auf Erteilung einer Genehmnigung noch stornieren?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Liegt das Gebäude im Außenbereich? Dient es land- oder forstwirtschafltichen Zwecken bzw. ist es Teil eines Betriebs? (dann ist es oft einfacher)
    Grundsätzlich ist PV auf dem Dach (eines genehmigten Gebäudes) genehmigungsfrei sofern sie untergeordnet ist (bei einem Wohnhaus wohl der Fall - manche meien Ausfständerung wäre eine Ausnahme), Naturschutz ist ähnlich wie der Denkmalschutz (und noch ein paar, die hier keien Rolle spielen) immer zu beachten. Keine Ahnung wie das in NRW ist, in Bayern gibt es zu jedem Schutzgebiet eine Satzung in der steht, was genau der Schutzzweck ist. Diese müßte man halt mal einsehen. In den bayerischen Alpen gibt es jedenfalls ettliche Hütten im Naturschutzgebiet, bei denen PV kein Problem war.

  • Zitat von P4T


    Und nun bekomme ich ein Schreiben, dass es nochmal genau geprüft werden müsse, ob ich die PV-Anlage bauen dürfe. Eventuell würden noch einige Informationen gebraucht und eventuell würde jemand sich bei mir umschauen...
    Auf jeden Fall soll ich dafür auch noch 62€ je angefangene Stunde zahlen, egal ob der Antrag genehmigt oder abgelehnt wird und selbst wenn ich nun widerrufe muss ich zahlen.


    klingt interessant
    von wem ist denn dieses Schreiben?
    Kannst du das vielleicht einscannen und hier einstellen (persönliche Daten natürlich unkenntlich machen)??

  • Zitat von machtnix

    wie groß soll denn die Anlage werden?


    sollte 9.99 kW werden


    Zitat von PV-Express

    ...


    Ansonsten kennt man das ganze nur vom Denkmalschutz.


    Genau, davon habe ich auch bisher nur gehört. Habe auch nur nachgefragt, weil ich ein ähnliches Theater mit den Ämtern schonmal wegen was anderem hatte...


    Zitat von machtnix

    villeicht lässt sich ja der Antrag auf Erteilung einer Genehmnigung noch stornieren?


    Klar, aber dann darf ich auch keine PV-Anlage bauen.
    Das ist halt das Problem, ich habe schon alles in die Wege geleitet, Beratung, Kredit.... Bisher hat mir jeder gesagt es sei kein Problem, nur dann sollte ich dort noch nachfragen, dann dort und nun dieses Schreiben.


    Ach, ich soll natürlich dann für die bisherige "Arbeit" auch trotzdem zahlen, wenn ich widerrufe.


    Zitat von alterego

    Liegt das Gebäude im Außenbereich?


    Ja wir wohnen in einem Außenbereich, die Anlage soll auf ein Nebengebäude (ehemaliger Stall).


    Zitat von alterego

    Dient es land- oder forstwirtschafltichen Zwecken bzw. ist es Teil eines Betriebs? (dann ist es oft einfacher


    Nein, das nicht. War früher mal von einem Bauern, aber jetzt nicht mehr.


    Zitat von alterego

    Grundsätzlich ist PV auf dem Dach (eines genehmigten Gebäudes) genehmigungsfrei sofern sie untergeordnet ist (bei einem Wohnhaus wohl der Fall - manche meien Ausfständerung wäre eine Ausnahme), Naturschutz ist ähnlich wie der Denkmalschutz (und noch ein paar, die hier keien Rolle spielen) immer zu beachten. Keine Ahnung wie das in NRW ist, in Bayern gibt es zu jedem Schutzgebiet eine Satzung in der steht, was genau der Schutzzweck ist. Diese müßte man halt mal einsehen. In den bayerischen Alpen gibt es jedenfalls ettliche Hütten im Naturschutzgebiet, bei denen PV kein Problem war.


    Ist wie gesagt nicht unser Wohnhaus, aber so ähnlich hatte ich es bisher auch gehört. Aufständerung hätte ich z.B. gar nicht machen dürfen.
    Danke für die Info.


    Zitat von jodl


    Das kam von der unteren Landschaftsbehörde.

    seit 27.01.16 -> 9.72 kWp Dachanlage in NRW (Rheinisch-Bergischer Kreis)
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  • Ok, dann erst mal rausfinden, was da geschützt werden soll. Naturschutz ist schon ein hohes Ziel, das auch im GG erankert ist. Wenn es (nur als Beispiel) Vogelschutz ist, erst mal unbürokratisch auf die Vogelschützer außerhalb der Behörde zugehen, wie die dazu stehen (in Bayern würden die gehört und deren Wort hat schon Gewicht). Hätte jetzt noch nie gehört, daß rund um PV-Anlagen massiv irritierte Vögel abstürzen und von Katzen gefressen würden ;)
    Oder kurz - man muß sich halt eine Strategie zurechtlegen. Aber grob würde ich schätzen das Amt will ein (teures) Gutachten nachdem was die da auffahren :(
    Grundlage ist übrigens §35 BauGB, aber das wird schon in deinem Schreiben stehen.

  • Ich würde da nochmal hingehen und erklären, dass es eine dachparallele Anlage <10 KWp werden soll. Die müssen da was falsch verstanden haben, sonst würden die nicht mit Atomraketen auf Spatzen schießen.


    Notfalls auch nochmal den Dialog mit dem Behördenleiter suchen.


    Gruß
    Jochen


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