Anlagenerweiterung oder Neuanlagen Auswirkung auf Vergütung

  • Hallo zusammen,



    ich habe am 15.09.2015 eine 9,86 KW Anlage in Betrieb genommen. 34 Solarworld-Module 290W und Fronius Symo Wechselrichter.


    Jetzt möchte ich mein Haus um eine Terrassenüberdachung mit durchsichtigen Solarzellen erweitern, hierbei würde ich allerdings die 10KW Grenze überschreiten.

    Hierzu stellen sich einige Fragen mit dem Ziel die 10 KW Grenze nicht zu überschreiten bzw. die Einspeisevergütung von der Bestandsanlage beibehalten zu können.


    1) Innerhalb von welchem Zeitraum würde die erste Anlage als erweitert bzw. ab wann würde das Terrassendach als eigenständige Anlage gelten?


    2) Wie verhält es sich mit der Vergütung für die neue und die Bestandsanlage?


    3) Was ist sonst noch zu beachten?


    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe

  • Zitat von Tekknik

    1) Innerhalb von welchem Zeitraum würde die erste Anlage als erweitert bzw. ab wann würde das Terrassendach als eigenständige Anlage gelten?


    Ab 01.09.2016 wird nicht mehr zusammengefasst.


    Zitat von Tekknik

    2) Wie verhält es sich mit der Vergütung für die neue und die Bestandsanlage?


    Bei der Bestandsanlage ändert sich nie etwas.
    Bei der zugebauten Anlage hängt es davon ab, ob du innerhalb der o.g. Frist baust oder nicht.
    - innerhalb:
    Die ersten 0,14 kWp deiner neuen Anlage erhalten den im Zubauzeitpunkt geltenden Tarif für "bis 10 kWp"; danach den Tarif für "10 kWp - 40 kWp", danach ........usw.


    - außerhalb:
    Die ersten 10 kWp deiner neuen Anlage erhalten den im Zubauzeitpunkt geltenden Tarif für "bis 10 kWp"; danach den Tarif für "10 kWp - 40 kWp", danach ........usw.


    Zitat von Tekknik

    3) Was ist sonst noch zu beachten?


    Du brauchst einen separaten Erzeugungszähler.
    Ab 100 kWp- Erweiterung (falls du erst im nächsten Jahr erweiterst) hast du keinen Anspruch mehr auf Einspeisevergütung.
    Bei Erweiterung innerhalb der Frist um mehr als 0,14 kWp zahlst du 35% (2016) bzw. 40% (2017) EEG-Umlage.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat von Bento

    Du brauchst einen separaten Erzeugungszähler.


    Braucht er nicht zwingend, man kann auch Mischvergütung nach Anlagengröße wählen. Bei der derzeitigen (Nicht-)Degression, wird das in den meisten Fällen die kostengünstigste Lösung sein.
    Ab insgesamt 30kWp wird ein RSE nötig und auch sonst wird dann noch einiges fällig.


  • Erst mal Vielen Dank für eure schnellen und sehr hilfreichen Antworten.
    Eins habe ich oben noch vergessen! Das Terrassendach hätte eine Leistung von 2,4KW mit der Bestandsanlage von 9,86KW würde mit beiden Anlagen also eine Gesamtleistung von 12,26KW entstehen


    Ein paar Unklarheiten habe ich aber dennoch!


    Das heißt bei der Vergütung würde sich nichts ändern also egal in welchem Umsetzungszeitraum ich diese durchführe und die Neuanlage würde sich in jedem Fall an den aktuellen Einspeisevergütungen orientieren!?


    Wenn ich die Anlage nach der Frist in Betrieb nehme, also nach dem 01.09.2016 wäre keine EEG Umlage zu zahlen!? Weil es zwei unabhängige Anlagen wären!?
    Wenn ich die Anlage innerhalb der Frist in Betrieb nehme würde ich EEG Umlage für die Gesamtleistung von Neuanlage und Bestandsanlage zahlen müssen, oder nur für die Leistung > 10KW?


    Mischvergütung oder weiterer Einspeisezähler was wäre der besser Weg!?