Probleme mit 0% Anlage

  • Hallo,


    ich lese jetzt schon eine Weile hier mit und schon viele nützliche Tipps hier geholt. Nun steh ich leider vor einem Problem mit dem NB, weswegen ich mich jetzt anmelde.


    Kurz die Eckdaten zur Anlage:
    10x 255Wp Module
    SMA SunnyBoy 2.5
    SMA EnergieMeter
    Kommunikation über Speedwire
    0% Regelung
    freiflächen Anlage neben dem Haus (Dach ist wegen Wald extrem verschattet)


    Grund der 0% Regelung:
    Die Anlage dient maßgeblich dem Betrieb einer Wärmepumpe und zum laden eines E-Fahrzeuges. Dazu kommt eine Ertragsminderung von ~28% wegen Verschattung. Da bleibt halt einfach nicht mehr viel über zum Einspeisen.


    Vor kurzem wurde die PV Anlage in Betrieb genommen (nehmen lassen) und natürlich im Vorfeld das ganze Prozedere bzgl Netzverträglichkeitsprüfung usw beim Netzbetreiber durchlaufen lassen. Ich bekam auch grünes Licht seitens der Main-Donau-Netz Gesellschaft, da die TAB dies vorschreibt.
    Die Anlage wurde daraufhin gebaut und ordnungsgemäß durch einen Elektriker in Betrieb genommen und an die MDN gemeldet.
    Nun begann das Theater: Die MDN hatte noch nie eine Anlage mit 0% Regelung und wußte erst einmal nicht wie sie diese Anlage in ihrem System verwalten soll. Scheinbar stellte ich die MDN vor eine unlösbare Aufgabe. Nach einigen hin und her bekam ich dann nach über einem Monat ein Dokument, welches ich unbedingt unterschreiben müsse.
    Im Vorfeld wusste ich ja, das eine Verzichtserklärung bzgl EEG Vergütung kommt, aber das was ich bekam machte mich stutzig:



    Gerade der letzte Absatz hat es mMn in sich. Dies würde bedeuten, das ich für jeden Schaden im Umkreis in die Haftung genommen werden könnte und dies unter Aufhebung der Haftungsbeschränkung nach §18 Absatz 2 NAV.


    Ich weigere mich dies zu unterschreiben und ohne diese Haftungsfreistellung komme ich nicht weiter.


    Nun brauche ich einen Rat.

  • Ganz normal als EEG Anlage anmelden, aber die 70% Regelung nicht umsetzen. Sanktion = keine Vergütung. Der Überschuss geht dann für Umme ins Netz, worüber sich die Nachbarn freuen können.


    Eine Haftungsfreistellung über die gesetzlichen Regelungen hinaus wurde ich jedenfalls nicht unterschreiben.


    Gruß
    Jochen


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    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Verstehe das Problem nicht. Melden musst Du die Anlage so oder so. Also wie JayM schreibt, einfache eine ganz normale 70% melden und fertig.


    Ob Du Sie dann tatsächlich als 0% betreibst ist Jacke wie Hose.

  • Das geht nicht. Um die Anlage als EEG Anlage anzumelden brauche ich eine Gewerbesteuernummer und das will ich vermeiden.

  • Hi,

    Zitat von Maverick78

    Das geht nicht. Um die Anlage als EEG Anlage anzumelden brauche ich eine Gewerbesteuernummer und das will ich vermeiden.


    Seit wann das denn?!


    Und was ist eine "Gewerbesteuernummer"?


    Knut

    20.12.11: 11,28 kWp | 22 (-10°) + 26 (-100°) Q.PRO 235 | STP 10000TL-10

    26.03.12: 9,18 kWp | 18 (80°) + 18 (-100°) Q.PEAK 255 | STP 8000TL-10

    17.08.15: 5,72 kWp | 22 (80°) Q.PRO 260 | STP 5000TL-20

    alle DN 22°


    FTP-Hosting für Photovoltaikanlagen - self.Logger.solar

    API für Prognosedaten zur Solarproduktion - Forecast.Solar

  • die Steuernummer bekommst du vom Finanzamt und kostet dich nix.
    da du sowieso nix Einspeisen wolltest, ist die Vorsteuer mit der Kleinunternehmerregelung auch kein Thema.
    Ein und Ausgaben am Jahresende auf einem Blatt Papier aufschreiben und zusammenrechnen wirst du auch können.
    Die Benutzung eines Taschenrechners ist auch erlaubt. Dann Aufteilen in Verkauf und Private Nutzung.
    Den Gewinn aus deinem Stromverkauf giebst du in Anlage G bei der Einkommenssteuer an.
    Einfacher gehts wirklich nicht.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo Maverick78,


    was soll "0%-Regelung" sein? Inselanlage? Die brauchst du nicht anmelden.


    Falls die Anlage doch in dein Hausnetz eingebunden ist: wie stellst du die Nichteinspeisung sicher?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Hmm ok. Mein Steuerberater meinte, ich müsse halt Gewerbe anmelden und bekäme dann eine Steuernummer dafür. Jetzt bin ich verwirrt. :roll:


    Zitat von Bento

    Hallo Maverick78,


    was soll "0%-Regelung" sein? Inselanlage? Die brauchst du nicht anmelden.


    Falls die Anlage doch in dein Hausnetz eingebunden ist: wie stellst du die Nichteinspeisung sicher?


    Die Anlage ist OnGrid. Die 0% Abregelung am Netzanschlußpunkt mach der SMA WR selbst und mist die Stromrichtung über den SMA Energie Meter. Die neue SMA WR Generation macht das auch ohne Home Manager.

  • Zitat von Bento

    Hallo Maverick78,


    was soll "0%-Regelung" sein? Inselanlage? Die brauchst du nicht anmelden.


    Falls die Anlage doch in dein Hausnetz eingebunden ist: wie stellst du die Nichteinspeisung sicher?


    SMA 2.5 und EnergyMeter
    gibt sogar von SMA eine extra Zero Einspeisezertifizierung dazu.


    Die VNB´s stellen sich da halt ein bisschen quer immer


    Die Anlage ist ja gemeldet, Vergütung will man ja keine
    also warum was unterschreiben.

    ZOE intens 10/2014, Kona 12/2018, Peugeot e-208 11/2020
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

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  • Zitat von machtnix

    Einfacher gehts wirklich nicht.


    Na ja, ich weiß nicht.
    Dabei macht er das "volle verwaltungstechnische Programm" mit Ausnahme der UStVA und der unentgeltlichen Wertabgabe! :(
    Die Sachentnahme dürfte ihm allerdings erhalten bleiben.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)