Leistungsgewicht Elektromotoren

  • http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:notGr5EiGFMJ:www.ingenieur.de/Themen/Flugzeug/Siemens-entwickelt-ultraleichten-baerenstarken-Elektromotor-fuer-Flugzeuge+&cd=3&hl=de&ct=clnk&gl=de&lr=lang_de|lang_en
    Hier ein netter Bericht über einen neuen Leistungsfähigen E-Motor.
    Interesssant die Kenndaten: etwa 2kW/kg bei "normalen" E-Auto-Antrieben, beim neu entwickelten Motor bis 5kkW/kg, und das bei moderaten Drehzahlen. Das lässt hoffen, denn ein Kleinwagenantrieb der für 50kW nur 10kg wiegen würde würde auch deutlich leichtere Batterien, Bremsen, etc. zulassen. Es bleibt spannend...

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • ein 10Kg Motor mit 50KW Leistung? das glaubst du ja wohl selbst nicht.
    und warum werden dann auch die Batterien leichter?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Deswegen habe ich den Bericht eingestellt von dem neuentwickelten Motor der auf 5kW/kg kommt.
    Warum wird die Batterie leichter damit? Nun, bei leichterem Motor muss nicht mehr so viel AMsse bewegt, gebremst, in der Ludft gehalten werden. Damit werden im zweiten Schritt Batterie, Rahmen, Bremsen etc. auch leichter. Was dann nochmal den Stomverbrauch mindert, und man noch weniger Batterie braucht.
    Ich habe so eine Grössenordnung im Kopf dass 1kg bei einem an das fahrwek angeschraubten Teil ganz grob 1kg am Farwerk und etwas weniger als 1kg an der Batterie eispart - und diese Einsparung spart dann nochmal ein kg an der Batterie ein. Daher ein wichtiger Schritt voran. Je leichter alles wird deto weniger braucht auch die Batterie leisten. Vor allem im Stadtverkehr.

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  • Zitat von hfrik

    Je leichter alles wird deto weniger braucht auch die Batterie leisten. Vor allem im Stadtverkehr.


    im Stadtverkehr ist die Geschwindigkeit nicht so hoch. Möchte man aber die Geschwindigkeit verdoppeln ist in der Regel die vierfache Motorleistung erforderlich.
    Grundsätzlich lässt sich sagen das die Energie zum Fortbewegung des Fahrzeuges auf ebener Straße bestimmt wird durch den Rollwiderstand und dem Luftwiderstand. Mit der Masse des Fahrzeuges hat es also nur bedingt etwas zu tun.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von machtnix

    ein 10Kg Motor mit 50KW Leistung? das glaubst du ja wohl selbst nicht.
    und warum werden dann auch die Batterien leichter?


    Zunächst kann man einen Flugzeugmotor nur sehr bedingt mit einem Automotor vergleichen.
    Grundsätzlich muss man erst mal klären, ob man beim Auto von Spitzenlast oder Dauerstrich spricht.
    50 KW Dauerstrich sind für einen Kleinwagen schon sehr üppig und können durchaus schon 200KW Spitzenleistung entsprechen. Die stärksten Teslavarianten werden bei Dauerlast auch deutlich unter 100KW abgeregelt.

  • @ MAchnichtss - da der Rollwiderstand direkt aus der Masse herkommt, geht die MAsse sehr wohl ein, wenn man in einem System (Gummi-Asphalt) bleibt. Beim FLugzeug ist durchaus eine nennenswerte Dauerlast vorhanden, ergo sehe ich das nicht ganz so unvergleichbar - insbesondere da die E-Motoren spätestens über Frequenzumrichter doch schön Drehzahlvariabel sind.
    Gemäss Siemns bring ein 50kg schwerer Motor 260kW Dauerlesitung. http://www.siemens.com/press/d…015030156code.htm&content[]=Corp
    Daraus sollte sich also ein Kleinwagenmotor mit 10kg Gewicht durchaus ableiten lassen, oder ein Eizelradmotor mit 2,5kg Gewicht, jeweils zzgl. Getriebe. (wie bisher auch immer) Das geringe Gewicht führt natürlich zu einer geringeren Überlastbarkeit, wenn man Zeiträume von minuten betrachtet. (schnelle Aufheizung)

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  • Der Siemens Motor muss die Leistung fast zu 100% immer bringen, denn auch wenn der 'gleitet' braucht man ja viel Leistung, um wirklich schnell voran zu bekommen. Das kann man mit Pumpen u.ä. Anwendungen vergleichen und da ist man weit von 1kg je 1 KW entfernt, was selbstverständlich stationär auch kein Problem ist.


    Dazu kommt, das Flugzeuge in dem Segment Kleinflugzeug bis später (100 bis 200 Passagiere) irre viele Bh p.A. abspulen, weil die Dinger auch schon heftig teuer sind. Also drei mal nicht, mit Tesla & Co. vergleichbar, die im ganzen Leben wahrscheinlich keine 10.000 Bh schaffen werden.


    Dazu kommt weiter, beim Flugzeug geht es um gut 25 bis 30 Jahre Betrieb und da wird man ganz sicher nicht akzeptieren, das man alle 5 Jahre den kompletten Motor tauscht.


    Warum der ganze Stress? (Siemens Entwicklungsarbeit)


    Im Zubringer und 'Hüpfergeschäft' ist richtig viel Musik drin und Strom zu liefern, ist für viele Regionen deutlich einfacher, als eine Logistik für Flugbenzin aufzubauen, von den exorbitant hohen Kosten und der notwendigen Wartung von solchen Motoren mal abgesehen.


    Also Flugzeiten, von 20 min bis zu 1 h sind wo überall gefragt? Von Alaska bis Australien, über Indonesien, den USA (Festland), Afrika und und und! Überall da, wo die Infrastruktur nicht passt, Fähren nicht lohnen etc.


    Daher ist selbst die aktuelle miese Energiedichte von Akkus für echte Lösungen und verkaufbare Produkte gut!



    Also Transport Menschen und Material.


    Man hat ja echt noch Hoffnung, das bei Siemens nicht nur komplette Ignoranten das große Sagen haben.


    Danke für den Link!

  • Die Kochen auch nur mit Wasser.


    Das Bild sagt ja schon einiges. Die Kühlung ist halt mit für das niedrige Gewicht verantwortlich wie der Durchmesser. Bekommen die Japaner und andere auch hin.


    Tesla hat sich dennoch für den Kupferläufer entschieden. Am Ende im PKW alles eine Preisfrage und am Ende abhängig vom Akkupreis, Akkugewicht, Akkukapazität und Lebensdauer. Hinsichtlich des Akkupreises fällt der Motor allerdings nicht ins Gewicht.

  • Zitat von wesozell

    Zunächst kann man einen Flugzeugmotor nur sehr bedingt mit einem Automotor vergleichen.


    Richtig! Da ein Automotor möglicherweise weniger hohen Anforderungen genügen muss als im Luftverkehr
    wird er wahrscheinlich noch leichter!
    Ferner können aufgrund der Rekuperationsfähigkeit auch noch die massiven Bremsscheiben eingespart werden...
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • @ PV-Berlin - bisher haben nur die Siemens-Ingenieure gezeigt dass sie etwas können. Jetzt sind die Bleistifte dran, Unternehmertum zu zeigen. Dann entscheidet sich, ob daraus zügig ein Produkt wird, und Ableger für die Nachbarmeärkte in grosser Zahl entwickelt werden, oder ob das 20 Jahre in der Schublade liegen bleibt, weil keiner die Verantwortung für eine Investitionsentschaidung treffen will. Getraut sich bei Siemens noch jemand mit Neuem zu Wachsen? Einmal nicht Einstampfen und Stillegen? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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