Planung EFH mit PV Anlage und Batteriespeicher

  • Hallo liebe Experten,


    wir planen gerade den Neubau eines EFH mit Keller. Als Heizungtechnik ist ein eine Luft-Wasserwärmepumpe mit Fussbodenheizung geplant. Bei dem Hausanbieter wurde bereits die Vorbereitung eine PV Anlage berücksichtigt sodass diese ohne Probleme nachgerüstet werden kann. Da wir gerne so autark wie möglich wohnen möchten war uns nun der Gedanke gekommen dies über eine PV Anlage mit Batteriespeicher zu ermöglichen. Wir haben einen Flyer der Firma Sun Peak aus Hemsbach wonach sich der Preis je nach Größe ca. zwischen 15.000 EUR - 20.000 EUR netto belaufen würde. Uns auch klar das es sehr lange braucht bis sich dies hier rechnet. Aber wie gesagt wir möchten so autakr wie möglich wohnen. Wohnfläche ca. 120 M². Dach ist in Richtung Süd-West ausgerichtet. 0% Schatten.


    Uns wurde auch gesagt das nach den heutigen Richtlinien eine PV Anlage ohne Speicher nicht mehr empfehlenswert ist.


    Wie sehen das die Experten?


    Vielen Dank !


    MFG


    Knigges

  • Zitat von Knigges

    Uns wurde auch gesagt das nach den heutigen Richtlinien eine PV Anlage ohne Speicher nicht mehr empfehlenswert ist.


    wer erzählt denn so etwas?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Also mal kurz:


    So 20.000€ sind gut drin. Dafür bekommst Du schon 8 kwp (oder sogar etwas mehr) mit Speicher.
    Günstige Einbausituation vorausgesetzt.
    Würde ich generell gleich mitmachen.


    Wo Du noch überlegen solltest: Inselfähigkeit
    Ich würde das gleich mit einplanen, damit Du bei Netzausfall noch lange Licht hast und etwas kochen kannst :)


    Gruß


    Kai

    9,43 kWp seit 2009 mit Eigenverbrauch - Sanyo HIT und SMA TL 5/4000-20
    Tesla Model 3 - Long Range Dual Motor, 22 kw crOhm Box, Tesla Powerwall 2.0 mit Backup Gateway 2.0

  • Ich hoffe ihr habt für die PV Vorbereitung durch den Hausanbieter nicht zu viel bezahlt.
    Was wurde da überhaupt vorbereitet?


    Mit LWP für Heizung und WW kannst Du Dir das autarke Wohnen sofort wieder von der Backe putzen.
    Ihr werdet je nach PLZ von Oktober bis April den weit größten Teil des Stromverbrauchs durch Bezug decken müssen.
    Mit PV Strom kann man nur sehr stark eingeschränkt heizen.


    Zitat von Knigges

    Uns wurde auch gesagt das nach den heutigen Richtlinien eine PV Anlage ohne Speicher nicht mehr empfehlenswert ist. Wie sehen das die Experten?


    Die Richtlinie/Rechnung würde ich mal gerne schwarz auf weiß sehen.
    Je nach der Größe des Daches würde ich 7KWp oder 10KWp PV OHNE Speicher bauen.
    Sofern die Preise für Speicher irgendwann mal interessant werden sollten und/oder der Strompreis wider erwarten stark steigt, kann man den Speicher nachrüsten.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von seppelpeter

    Ihr werdet je nach PLZ von Oktober bis April den weit größten Teil des Stromverbrauchs durch Bezug decken müssen.
    Mit PV Strom kann man nur sehr stark eingeschränkt heizen.


    das ist auch nicht so schlimm. Wenn zBsp. die Leistungsaufnahme der WP zu 50% durch die PV Anlage tagsüber gedeckt werden kann, verdoppelt das den Gesamtwirkungsgrad der wärmepumpe von 3 auf 6. Konkret dann bei 1kwh Netzbezug giebs dann 6KW Wärme von der Wärmepumpe. Gut wenn die Fußbodenheizung die viele Wärme speichern und verzögert abgeben kann.
    Wichtig ist aber ein passendes Gesamtkonzept und eine passende leistungsvariable Wärmepumpe.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!


  • Hallo Knigges,
    PV mit Speicher braucht "sehr lange bis es sich rechnet", der Speicher selbst rechnet sich nie.


    Wenn "haben wollen" wegen höherer Autarkie Grund genug ist, dann los.


    PV ohne Speicher nicht mehr empfehlenswert? Exkrement eines großen wiederkäuenden Grasfressers!


    Gruß
    Jochen


    Gesendet von meinem D5803 mit Tapatalk

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Hallo Knigges,


    ich beschäfftige mich änlicher Situation gerade.


    Hier im Forum wird Dir der Speicher sauber vorgerechnet, unwirtschaftlich, rein monetär lohnt angeblich nicht. Aber auch ich neige zu "im Keller haben" und .....naja, wer weiß was noch so kommt.


    Wenn ich rausbekommen habe wie man hier ein Excel anfügen kann...ansonsten per PN


    VG
    pvschlau

  • Hallo Knigges,


    ich hab mir eine PV-Insel mit Stapler-Batterie aufgebaut, mit der ich mein Haus komplett versorge. Die Materialkosten lagen bei 6.500 Euro, aufgebaut habe ich alles selbst mit Know-How vom Forum.


    Ich wollt auf jeden Fall eine Insel aufbauen, um den ganzen behördlichen Kram zu umgehen. Bei einer Einspeiseanlage musst du die ersten Jahren sogar monatlich eine Steuererklärung machen. Da freut sich höchstens dein Steuerberater über deine Anlage!


    Kannst dir ja mal interessehalber meinen Aufbau-Thread anschauen...
    http://www.photovoltaikforum.c…06613&p=1317683&e=1317683


    Das Ganze geht dann auch mit etwas weniger Eigen-Engagement, falls man sowas nicht zum Hobby machen will, dann wirds halt entsprechend teuer...

    9,3kWp Insel, 2x Pip5048MS parallel, Pzs 625 Ah, SOC-Überwachung über BMV 700, solpiplog,
    Überschuss-Verbraucher: Renault Zoe Z.E. 50 (R135) am Ladeziegel
    gelernter Elektroinstallateur - jetzt Owner-Driver mit 40t Autotransporter

  • Zitat von Vollkorn

    Bei einer Einspeiseanlage musst du die ersten Jahren sogar monatlich eine Steuererklärung machen. Da freut sich höchstens dein Steuerberater über deine Anlage!


    Monatliche Steuererklärung?
    Du meinst sicher die UStVA (Umsatzsteuervoranmeldung) auf deren Basis man die VSt aus dem Kauf zurück bekommt und die USt aus der Vergütung und die USt auf die unentgeltliche Wertabgabe (ein Mal im Dezember ausrechnen reicht) abführen muss.


    Die Umsatzsteuerjahreserklärung macht man 1 Mal im Jahr.
    Die UStVA besteht i.d.R. aus einem Kreuz und einer Zahl ... das ist zu schaffen. :wink:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ja, meinte ich. Aber ich hab schon oft gehört, bei PV-Anlage muss man die die ersten paar Jahre jeden Monat machen. Ausser man hat vielleicht schon ein Gewerbe, wo die Anlage mitlaufen kann (Einzelunternehmer)


    Ausserdem hat man eine Buchhaltungspflicht, da man ja ein Gewerbe als Energielieferant führen muss.

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