350.000 Stromsperrungen! E´wende vergrößert soziale Probleme

  • http://www.spiegel.de/wirtscha…tromsperre-a-1062889.html

    Zitat von spiegel.de

    http://www.spiegel.de/wirtscha…tromsperre-a-1062889.html
    Immer mehr Haushalte können sich die Energiewende nicht mehr leisten. :(


    Nach meiner Rechnung müssten die Haushalte um 90 Mio. Euro (1,19 x (3.500 kWh x 6,2 ct x 350.000)) entlastet werden, um sich den Strom auch weiterhin leisten zu können. Wir entlasten die Industrie mit fast 5 Mrd. Euro, dann sind wohl 2% davon für die "ärmsten der Gesellschaft" auch noch drin. :juggle: Vielleicht erklärt sich die Industrie ja bereit auf einen Teil der Entlastung zu verzichten? :roll:

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


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  • Die Überschrift ist falsch und müsste lauten:


    350.000 Stromsperrungen! Unsoziale, wirtschaftsfreundliche Poltik soziale Probleme.


    Wer hat uns verraten? :roll:

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • wie üblich, immer der selbe Propaganda-Dreck.
    man könnte natürlich die Meldung auch anders formulieren:
    immer mehr Haushalten wird der Strom abgeklemmt, weil sie sich den durch die Subventionierung der Großverbraucher teuerer gewordenen Haushaltsstrom nicht mehr leisten können.
    Energiewende ?
    Umverteilung von Oben nach Unten

  • Zitat von jodl

    wie üblich, immer der selbe Propaganda-Dreck.
    man könnte natürlich die Meldung auch anders formulieren:
    immer mehr Haushalten wird der Strom abgeklemmt, weil sie sich den durch die Subventionierung der Großverbraucher teuerer gewordenen Haushaltsstrom nicht mehr leisten können.


    Weil das Verlangen nach Unvernunft-Spielzeugen im Haushalt die finanziellen Möglichkeiten wohl deutlich übersteigen. :oops:


    Die Aufregung (über angeblich teueren Strom) kann ich persönlich schwer verstehen, wenn die Ausgaben für Strom eben kaum 5% des Haushaltsbüdgets übersteigen... es ist wie wenn sich einer aufregt, der ach so teuere Sprit für sein 20-Liter-SUFF, der eben in der Stadt die paar 100 Meter für die zum-Bäcker-Fahrt kein Effizienzmeister ist...


    Unabhängig von der Bevorteilung von Großverbrauchern, Ineffizienz (auch in der Industrie) sollte man meiner Meinung nach auch da nicht fördern...

    83% landwirtschaftlichen Flächen für 18% Kalorien, für das 6-te Massenaussterben [1] und für Ihre Zivilisationskrankheiten [2]:
    1
    2

  • Zitat von jodl

    man könnte natürlich die Meldung auch anders formulieren:


    Vollkommen richtig, jodl :!: .
    Leider berichtet die Presse (hier der Spiegel) selten noch neutral.
    Es geht immer mehr darum Meinungen zu kreieren und Stimmung (für höhere Auflagen / mehr Klicks) zu schüren*.


    *Edit: Ich habe noch, die Werbekunden vergessen, die natürlich auch ein Interesse an ein Berichterstattung haben, die eigenes Fehlverhalten aus der Kritik nimmt.

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


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  • Nein, der Propagandadreck liegt ganz woanders: Dass die Haushalte ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen liegt nicht an der Höhe dieser Rechnung. Es liegt daran, dass die Haushalte zuwenig Geld hatten.
    Jetzt kann man darüber diskutieren, woran das liegt, ob die (auch durch die Strompreise) gestiegenen Lebenskosten nicht bei der Grundsicherung berücksichtigt wurden, ob es mittlerweile für überschuldete Leute ein "kleineres Übel" ist, wenn der Strom abgestellt wird undauch, ob man die Menschen beim Strompreis nicht entlasten könnte. Aber "Energiewende vergrößert soziale Probleme" ist mir zu platt, außerdem wie gesagt auch falsch.


    Ach ja, das wär doch mal ein Anreiz zum Energiesparen, der auch die armen kleinen Haushalte entlastet: Die ersten 500 kWh pro Kopf von der Umlage befreien :)

  • In realen Preisen gerechnet, sind die Stromkosten in D. mit die niedrigsten der Welt, auch für die privaten Haushalte. Reale Preise beziehen sich auf den realen Verbrauch und die realen Netto Einkommen.


    Wer 100 € im Monat hat (Netto pro Kopf) und mehr als 17 Cent je kWh bezahlen muss, der kann über die Strompreise in D. nur ganz müde lächeln.


    Ich wiederhole das immer wieder gern! Deutschland ist Weltmeister (geringste) Energiestückkosten und das mit Abstand! Aber keine Lügen können dreist genug sein, um die Grütze nicht täglich von Experten und 'Betroffenen' wiederholt zu werden.


    Dass dies alles für die kleinen Betriebe und die Menschen mit geringen Einkommen oder gar Sozialleistungen nicht mehr funktioniert, ist ja die andere Seite der Medaille. Da passt zusammen, was zusammen gehört.


    *Die Sozialleistung in Summe je BIP gerechnet, waren in den Boomjahren unter Ludwig Erhard höher als Heute! So viel zur 'unbezahlbaren' Schmarotzern etc.


    Aber mit belastbaren Fakten haben es ja Witwe und Ex-Sekreterin F. Springer & ihre Freunde nicht so!

  • Zitat von Holter

    Nein, der Propagandadreck liegt ganz woanders: Dass die Haushalte ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen liegt nicht an der Höhe dieser Rechnung. Es liegt daran, dass die Haushalte zuwenig Geld hatten.
    Jetzt kann man darüber diskutieren, woran das liegt, ob die (auch durch die Strompreise) gestiegenen Lebenskosten nicht bei der Grundsicherung berücksichtigt wurden, ob es mittlerweile für überschuldete Leute ein "kleineres Übel" ist, wenn der Strom abgestellt wird undauch, ob man die Menschen beim Strompreis nicht entlasten könnte. Aber "Energiewende vergrößert soziale Probleme" ist mir zu platt, außerdem wie gesagt auch falsch.


    Ach ja, das wär doch mal ein Anreiz zum Energiesparen, der auch die armen kleinen Haushalte entlastet: Die ersten 500 kWh pro Kopf von der Umlage befreien :)


    Man könnte es auch so formulieren: bei 350.000 reicht das Geld nach Abzug der Ausgaben für Alk, Zigaretten und dickes Auto nicht mehr für den Strom. In den 350.000 sind übrigens viele, bei denen das Sperrverfahren jeden Monat anläuft, aber dank später nachzahlung es doch nie zur endgültigen Sperrung kommt. Aber schön dass man wieder einen Aufreger drucken konnte.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Na,was ist denn mit den Studien die die Steigende Armut in Deutschland belegen.
    Das passt doch zu dieser Tendenz.
    Die alleinerziehende Mutter steht dann vor der Entscheidung vom knappen Geld Essen o.Strom zu bezahlen?
    Sicher wirds auch Fälle von Eigenverschulden geben.Aber pauschal draufhauen wär wohl daneben.
    Genauso wies auf die Energiewende zu schieben.Ist das sauber arbeitender Journalismus das derart anzudeuten?
    Es werden doch eher auch die Harz 4 Regelsätze nicht zeitnah angepasst?
    Hat der Journalismus einiger Verlage nicht selber Schuld ,das das Schlagwort Lügenpresse erfunden wurde?
    Der Verdacht ist das Journalisten/Redaktionen sich schon mal vor den Karren von Lobbyisten spannen lassen.

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  • Sorry Relativ, Armut im Definitionssinne gibt es in D nicht, sondern nur Leute mit die von Armut bedroht sind. Das sind gemäss Definition alle die mit weniger als 60% des Durchschnittseinkommens auskommen müssen. Ergo: bekommen morgen alle das doppelte Realeinkommen, sind zwar alle reicher, sprich auch weniger arm, am Prozentsatz der von Armut bedrohen ändert sich aber garnichts.
    Ich erinnere mich an eine Studie, wo man gegeneinander das Ausgabeverhalten von damals Sozialhilfeempfängern, und eher besserverdienenden die sich eine Immobilie gekauft haben analysiert hat.
    Die eher besser verdienenden fühlten sich dabei siche r nicht als Arm, gaben aber in der Regel für die Dinge die über die Sozialhilfepauschale zu zahlen waren weniger als diesen Betrag aus. Allerdings arbeiteten sie deutlcih wirtschaftlicher, sprich holten aus dem gleichen Geld viel mehr Nutzen heraus. Aktuell liegt die "Armutsschwelle" für eine Familie mit 2 Kindern bei 2048€ netto je Monat. Absolut Arm ist man mit weniger als 1$ je Monat, also ungefähr mit 100-120€ netto je Monat, grob 1/20stel desBetrags mit "von Armut bedroht".
    Die Stromrechnung ist nach wie vor so niedrig, dass es zu erheblichen sonstigen Fehlleistungen im wirtschaften mit Geld kommen muss, damit das Geld dafür nicht reicht. Allerdings lernen viele heute nicht mehr mit Geld umzugehen, oder auch einen haushalt zu führen oder kochen.
    Wer Raucht und säuft hat da das erste Problem. Wer nicht kochen kann, und sich daher zum 2-3 fachen Preis von fertigprodukten ernähren kann, hat ein zweites Prblem. Wer nichts reparieren kann sondern alles sofort neu kaufen muss hat ein drittes Problem. Wer nur mit teuren Markenprodukten leben kann ein viertes. Etc. Die oben untersuchten eher besserverdienenden mit sparsamen Leben wegen Hauskauf haten all diese Probleme nicht, udn damit genug Geld für alle notwendigen Ausgaben. Die untersuchten Sozialhilfeempfänger hatten oft alle diese Probleme, manchmal noch einige mehr. Es gibt heute auch genug Harz IV-Empfänger die wirtschafen knnen, und deswegen nicht für den neuesten Reisser der alleinerziehenden Mutter mit hungernden Kindern wegen Energiewende taugen. Ich kenne auch persönlich welche.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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