SMA Kommentar zur wegfallenden Speicherförderung

  • Den Kommentar kann man auf der SMA Seite im Forum lesen.
    Dort kann man ihn aber nicht kommentieren.
    Deshalb stelle ich die Fragen dort mal hier ein:


    3 Thesen für die Speicherförderung


    Speicher sind für eine erfolgreiche Energiewende unabdingbar.
    Speicher können den notwendigen Netzausbau signifikant reduzieren. Hierfür ist es aber wichtig, dass die Speicher netzdienlich betrieben werden.
    Durch eine weitere Förderung sinken die Speicherpreise noch stärker und die Akzeptanz von Speichern in der Bevölkerung steigt – im Gegensatz zur Nichtakzeptanz des Netzausbaus.


    - See more at: http://www.sma-sunny.com/2015/…ist/#sthash.aTUQz1eZ.dpuf


    So - und dann frage ich mich schon, was da stimmt.
    Warum sollen durch eine weitere Förderung die Preise der Speicher sinken ? Sinken diese nicht eher durch die Konkurrenzsituation und nicht durch das Abgreifen von Fördergeldern ?


    In wie weit sind Kleinstpeicher für die Energiewende unabdingbar, wenn jeder seine eigene Steuerung macht und nix zusammenpasst ? Haben wir dann nicht nur eigenständige "Kleinstinseln" die jedwede Netzdienlichkeit im erweiterten Sinne sogar verhindern ?


    Wo ist die Netzdienlichkeit - und der Fortschritt der vielleicht doppelten Netzdienlichkeit - bei den Speichern zu sehen ? Ich sehe nicht, dass die Entwicklung weitergeht. Ich sehe nur, dass AC Speicher verklopft werden - egal was es koste.... :mrgreen:

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Ich lese dann mal auch den Kommentar von VW zur Schädlichkeit von Dieselpartikeln ;)


    Gesendet von meinem ST21i mit Tapatalk

  • Hallo letsdoit, da gebe ich dir zu 100% Recht.


    Hier mein "Senf" zu den 3 Speicherthesen :D


    Speicher sind für eine erfolgreiche Energiewende unabdingbar.


    Die Idee der Energiewende war anfänglich, die PV zu fördern, damit diese in naher Zukunft so günstig ist, dass sich jeder kostengünstig selbst mit Sonnenenergie versorgen kann. Speicher braucht man für die Eigenversorgung um das ursprüngliche Ziel zu erreichen, nicht für die Energiewende als solches.


    Speicher können den notwendigen Netzausbau signifikant reduzieren. Hierfür ist es aber wichtig, dass die Speicher netzdienlich betrieben werden.


    Sollte die Energie dort verbraucht werden, wo diese erzeugt werden, dann brauchen wir keine Netzdienlichkeit. Bei uns nachzulesen: "netzdienlich, adj." : Wenn Möchtegern-Monopolisten und EE Trittbrettfahrer (EVU / Netzbetreiber), zusammen ein monumentaler Wasserkopf an Geldsäcken und Dampfplauderern, sich an kleinen Privaten gesundstossen wollen.


    Durch eine weitere Förderung sinken die Speicherpreise noch stärker und die Akzeptanz von Speichern in der Bevölkerung steigt – im Gegensatz zur Nichtakzeptanz des Netzausbaus.


    Durch die Förderung sinkt gar nichts, sondern die Preise werden immer der Förderung angepasst. Die Akzeptanz steigt dann, wenn sich ein Speicher ohne den unsinnigen Förderungen und Einspeisungen a´la EEG rechnet.


    Sonnige Grüße :danke:

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Falsch Tatra - du musst den Artikel von VW zur Schädlichkeit von NOx lesen....

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  • Ich kritisiere private Kleinstspeicher vor allem deshalb, weil sie nicht netzdienlich betrieben werden.
    Das können sie nicht, weil sie unwirtschaftlich sind.
    Damit sind netzdienliche stationäre Speicher eigentlich wie das Reiten eines toten Pferdes.
    Sobald Netz-interaktive Wallboxen auch in Europa eingeführt werden, ist die Netzdienlichkeit gegeben und die Elektromobile übernehmen diese Funktion. Dabei wird aber die Photovoltaik keine Rolle mehr spielen.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Da muss ich deinem ersten Satz widersprechen.
    Der DC gekoppelte Batt Speicher ist - laut Aussage meines EVU - sogar doppelt netzdienlich.
    1. da er ein Battspeicher ist und das Netz nachts entlastet
    2. da er nicht einspeist und das Netz durch den Überschußstrom nicht belastet


    Und das ist nicht von mir sondern vom Energieversorger.... :lol:

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
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  • Zitat von letsdoit

    Da muss ich deinem ersten Satz widersprechen.
    Der DC gekoppelte Batt Speicher ist - laut Aussage meines EVU - sogar doppelt netzdienlich.
    1. da er ein Battspeicher ist und das Netz nachts entlastet
    2. da er nicht einspeist und das Netz durch den Überschußstrom nicht belastet


    Und das ist nicht von mir sondern vom Energieversorger.... :lol:


    Tja, das ist die Zwickmühle der Definition von netzdienlich:
    Ein netzdienlicher Speicher kann jederzeit ins Netz ein- oder ausspeisen.
    Warum sollte das Netz nachts entlastet werden, wenn Erzeugungsüberschuss besteht?
    Warum sollte er nicht einspeisen, wenn Nachfrage besteht?
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0

    Ich kritisiere private Kleinstspeicher vor allem deshalb, weil sie nicht netzdienlich betrieben werden.
    Das können sie nicht, weil sie unwirtschaftlich sind.
    Damit sind netzdienliche stationäre Speicher eigentlich wie das Reiten eines toten Pferdes.


    Bei der heutigen Zahl der Kleinstspeicher spielt die Netzdienlichkeit noch überhaupt keine Rolle. Die Kleinstspeicher könnten aber problemlos netzdienlich betrieben werden. Das ist nur eine Sache der Kommunikation und Software. Ein Teil wird gezwungen durch die Speicherförderung heute sogar netzdienlich betrieben, in dem sie Überschüsse oberhalb der Einspeisegrenze aufnehmen.


    Zitat


    Sobald Netz-interaktive Wallboxen auch in Europa eingeführt werden, ist die Netzdienlichkeit gegeben und die Elektromobile übernehmen diese Funktion. Dabei wird aber die Photovoltaik keine Rolle mehr spielen.


    Genau das halte ich für ein totes Pferd, genauso wie Vehicle-2-Grid. Denn die theoretische Netzdienlichkeit wird dadurch torpediert, dass sich die Benutzer nicht so verhalten (wollen) werden, wie es sich die Theoretiker überlegen.


    Sie wollen dass ihre Fahrzeuge jederzeit ohne viel nachzudenken und zu planen möglichst 100 % Reichweite haben, und der teure und nicht für hohe Zyklenzahlen ausgelegte Fahrzeugakku nicht durch solche Mechanismen an Lebensdauer und Reichweite verliert.


    Kleinstspeicher in Haushalten und Gewerbe könnten eine bedeutende Rolle in der Stabilisierung des Netzes bei weiter zunehmender regenerativer Erzeugung spielen. Sie könnten problemlos die Erzeugungsspitzen von Sonnen- und Windenergie, und die Verbrauchsspitzen im Tages- oder gar Mehrtagesbereich ausgleichen, und damit reguläre Pumpspeicher ersetzen. Und sie können den Netzausbau größtenteils unnötig machen, weil man keine hohen Leistungsspitzen, die nur wenige Stunden im Jahr auftreten, über zusätzliche Leitungskapazität ausgleichen muss, die dann die meiste Zeit brach liegt.


    Wie man das alles regelt, ist eine offene Frage. Ich persönlich bin der Meinung, dass zur Regelung alleine die Parameter Frequenz und Spannung am Netzanschluss ausreichen um dezentral eine stabile Regelung zu erreichen.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Der Energieversorger hat mir gesagt, dass es einfach verschiedene Stufen der Netzdienlichkeit gibt. Die nennen das dann auch ganz einfach:
    einfach netzdienlich - doppelt netzdienlich - dreifach netzdienlich
    Da finde ich schon mal, dass man das so in der Diskussion übernehmen kann.
    Nachts ist der Speicher natürlich netzdienlich, da viele Speicher in Summe dann ein geringeres Angebot an Kraftwerksleistung generieren. Da sehe ich das schon auch so, was das EVU sagt.
    Wie der alte Spruch doch hieß: Ein Speicher macht noch keinen Sommer ! :mrgreen:

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  • Zitat von letsdoit

    Der Energieversorger hat mir gesagt, dass es einfach verschiedene Stufen der Netzdienlichkeit gibt. Die nennen das dann auch ganz einfach:
    einfach netzdienlich - doppelt netzdienlich - dreifach netzdienlich
    Da finde ich schon mal, dass man das so in der Diskussion übernehmen kann.


    Ein Speicher kann grundsätzlich den Netzbezug verringern, erhöhen oder beides. Alle Formen sind netzdienlich, so lange sie auch entsprechend betrieben werden. PV-Speicher sind halt nicht netzdienlich, wenn sie gleich morgens gefüllt werden, vor der Erzeugungsspitze am Mittag schon voll sind, und dann Mittags die ganze PV-Leistung ins Netz geblasen wird.


    Da müssen die PV-Speicher noch ein bisschen umdenken und weniger egoistisch werden, brauchen allerdings da auch Hilfestellung in Form von Prognosen.


    Zitat


    Nachts ist der Speicher natürlich netzdienlich, da viele Speicher in Summe dann ein geringeres Angebot an Kraftwerksleistung generieren.


    So lange noch Grundlastkraftwerke auf Dauerleistung laufen da sind die Speicher gerade nicht netzdienlich, denn sie reduzieren weiter die Netzlast und sorgen dafür, dass der Erzeugungsüberschuss in der Nacht vergrößert wird. Dazu bräuchte man dann wieder zusätzliche Verbraucher in der Nacht, wie früher die Nachtspeicheröfen.


    Zitat


    Da sehe ich das schon auch so, was das EVU sagt.


    Die EVU verfolgen wieder eigene Interessen, die nicht unbedingt im Sinne der Energiewende sind.

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